Bald geht es wieder los: Stillen, wenig Schlaf, keine freie Hand beim Essen …

Noch knapp drei Wochen bis zum Stichtag! Wahnsinn! Erst kommt einem der Stichtag so weit weg vor – und dann ist es auf einmal fast soweit. Theoretisch könnte es ja sogar jederzeit losgehen. Wobei es bei mir nicht so aussieht und meine beiden Jungs waren auch übertragen. Von daher bin ich recht gelassen. Der Klinikkoffer ist auch noch nicht gepackt. Zur Not kann mein Mann ja auch alles nachbringen, da bin ich diesmal sehr entspannt. Ich hoffe, das rächt sich nicht. Ich habe eigentlich auch noch einiges zu erledigen, bevor es losgeht. Aber je näher der Termin rückt, umso klarer wird mir auf einmal: Es geht bald wieder los! Das Stillen, der wenige Schlaf, das ständige Babytragen, weil es nicht abgelegt werden will. Es geht alles wieder von vorne los. Da wird mir auf einmal klar, wie bequem es auch geworden ist: Meine Kinder schlafen durch, ziehen sich alleine an und können sich (meistens) alleine beschäftigen. Und nun wird alles noch mal auf 0 gestellt!Wir wollten es ja nicht anderes. Und klar: Es war mir vorher bewusst. Natürlich geht mit einem dritten Kind noch einmal alles von vorne los. Und manche Bequemlichkeit ist dann wieder vorbei. Man kann sich schon gut dran gewöhnen, wenn die Kinder endlich durchschlafen. Wenn sie morgens zum Spielen ins Kinderzimmer verschwinden und man selbst in Ruhe Frühstücken und Zeitung lesen kann. Ich find es auch sehr angenehm, dass sie alleine essen können, ohne sich total vollzusauen. Es hat auch viele Vorteile, wenn die Kinder sich alleine anziehen können. Und es ist ein unbeschreiblicher Vorteil, wenn Kinder sprechen können und man nicht bei jedem Quengeln raten muss, was denn nun drückt, der Bauch oder die Langeweile.

Und nun geht es wieder los. Ich hatte es bisher erfolgreich verdrängt, wie sehr das nächtliche Stillen im Zweistundenrhythmus schlauchen kann. Meine Jungs haben diesen Rhythmus beide die ersten zwei Monate durchgezogen und je näher der Stichtag rückt, umso deutlicher erinnere ich mich daran, wie ich manchmal nachts im Bett saß und vor Erschöpfung weinte, weil das Baby schon wieder trinken wollte, obwohl ich doch gerade erst eine halbe Stunde geschlafen hatte. Schlafmangel zerrt! Am Körper und an den Nerven! Auf einmal erinnere ich mich wieder an die Tage, an denen ich mich mehr recht als schlecht durch den Tag schleppte und meine Augen auch mit sehr viel Kaffee kaum offen halten konnte.

Gedanken vorm Stichtag

Kurz vorm Stichtag wird mir klar: Unser Leben wird sich noch einmal komplett umkrempeln.

Kurz vorm Stichtag kommen die Gedanken: Schaffe ich es?

Auf einmal ist sie wieder da, die Erinnerung daran, wie man kaum Zeit für sich hatte. Kaum Zeit dafür, mal in Ruhe zu essen. An diese Tage, wo ich mittags noch im Schlafanzug herumsaß, das Haus aussah wie Sau und ich gerade mal einen Kaffee intus hatte – mein Baby dafür schon fünf Stillmahlzeiten seit dem Aufwachen um 5. Ich erinnere mich wieder daran, wie es war, wenn man das Baby den ganzen Tag mit sich herumschleppte, weil es sich nicht ablegen ließ und man sich die Mahlzeiten vom Gatten kleinschneiden ließ, um mit einer Hand irgendwie zu essen. Und da ist auch wieder die Erinnerung an das abendliche Schreien, was meine beiden Jungs perfektioniert hatten in den ersten paar Wochen. Ich habe mal gelesen, dass es bei Mädchen weniger stark ausgeprägt sein soll, das gibt mir etwas Hoffnung.

Ja, auf einmal sind da die ganzen Erinnerungen wieder da, die man so schnell vergessen (oder verdrängt?) hatte. Unser Leben wird sich noch einmal komplett ändern, wenn unser Babymädchen auf die Welt kommt.

Meine Erfahrungen helfen, diesmal gelassener zu sein

Aber wisst Ihr was?

Diesmal ist es nicht so schlimm. Es ist eigentlich gar nicht schlimm. Klar lässt mich die Aussicht auf Schlafmangel und Milchstau nicht grad vor Freude in die Luft springen – aber es gibt eine Sache, die mir hilft: Ich habe es alles schon zweimal hinter mir. Und ich weiß jetzt, dass es tatsächlich alles nur Phasen sind. Dass diese Momente vorbeigehen. Dass es besser wird. Und so bequem, wie es jetzt gerade ist. Ich weiß, dass ich es alles schon zweimal erfolgreich durchstanden habe. Und dass im Rückblick die Zeit einfach nur vorbeirast.

Und dieses Wissen hilft mir dabei, doch relativ gelassen zu sein.

Klar bin ich aufgeregt: Wie wird das sein mit drei Kindern? Wie werden die Jungs auf ihre Schwester reagieren? (ich werde da wohl in meinem eigenen Buch blättern, um meine eigenen Tipps zu lesen, wie das so ist mit dem Eingrooven und der Eifersucht unter Geschwistern) Wie steckt mein Körper das alles weg? Aber meine Erfahrungen helfen mir dabei, doch optimistisch zu sein. Es wird schon. Wir bekommen das schon hin. Und so ein Körper ist widerstandsfähiger als man denkt. Egal, wie müde man morgens war, am Ende hat man den Tag dann doch irgendwie rumgebracht. Von daher: Ja, es geht alles wieder von vorne los. Und ja, ich werde mit Sicherheit das eine oder andere Mal denken: Ich pack das nicht. Ich kann nicht mehr. Es ist alles Zuviel. Auf was hab ich mich da bloß eingelassen. Aber ich weiß auch: Ich habe das schon alles zweimal geschafft. Ich schaffe es noch einmal. Und außerdem bin ich ja nicht alleine.

Und – wer sagt eigentlich, dass ich es alles perfekt meistern muss? Gut genug sein, darum geht es.

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Gedanken vorm Stichtag: ie wird es mit 3 Jahren? Geht alles vorn los mit Stillen usw. #schwangerschaft #baby

3 Kommentare zu “Bald geht es wieder los: Stillen, wenig Schlaf, keine freie Hand beim Essen …

  1. Bei meinem jüngsten kommt immer nur der Gedanke: „ Ach jetzt sind wir also in dieser oder jener Phase angekommen.“
    Nichtsdestotrotz ist er nochmal ein ganz anderer wildfang als die beiden großen, und stellt uns vor neue Herausforderungen 😊
    Meine Kinder sind 10, 2 und 1 Jahr alt.

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