Reisetipp für Familien: Ein Wochenende im Centerparcs Nordseeküste

Wenn man mit  Kindern reist, ist man ja oft auf der Suche nach familienfreundlichen Hotels oder Unterkünften. Eine für Kinderfreundlichkeit bekannte Kette sind die Centerparcs. Ich hatte schon oft davon gehört, war aber selbst noch nie in einer Anlage. Von daher wurde es mal Zeit! Wir verbrachten ein verlängertes Wochenende im Centreparcs Nordseeküste, direkt hinterm Deich in Tossens.

IMG_3229

Weiterlesen

Urlaub mit Kindern III: Wir wollen zum Strand und nicht gleich auf Weltreise

Ich hab ja schon erwähnt, dass so ein Urlaub mit Kleinkindern etwas anders ist als man es bisher gewohnt war (siehe auch hier und hier). Das Packen und das Ausschlafen ist ja noch lange nicht alles. Da ist ja noch der Weg zum Strand. Und vor allem das, was vorher passiert. Bevor man sich überhaupt auf den Weg zum Strand machen kann. Denn dann muss ja gepackt werden. Und ähnlich wie das Packen für den Urlaub, fühlt man sich, als stünde eine Weltreise bevor.

Die Sandspielzeuge vom Großen sind da noch das Geringste. Sie werden schon auf das Nötigste beschränkt: Schaufel, Eimer, Gießkanne. Leere Eisbecher tun es dann am Strand auch, um das Ganze aufzurunden. Dann die Schwimmflügel. Handtücher. Strandmatte. Klar. Trinken. Trinken fürs Baby. Nachmittagsbrei fürs Baby. Löffel. Oft hab ich das einfach vergessen und er wurde einfach gestillt. Ich glaub, den Brei hat er gar nicht vermisst.

Reisen mit Kindern bedeutet viel Gepäck – viel zu viel Gepäck

Weiter geht es auf der Packliste: Ersatzwindeln fürs Baby. Zumindest 2. Ersatzbody fürs Baby. Feuchttücher. Ersatzbadehose für den Großen. Wenn die eine nass ist und er nach einer Pause wieder ins Wasser will, weigert er sich, die nasse Hose anzuziehen. Kann ich auch verstehen.

Ersatz-T-Shirt. Noch ein Handtuch. Ersatzbadehose für das Baby. Sonnencreme. Für die Kinder und für uns. Geld. Sonnenbrille.

Die Tasche ist langsam voll.

Der Große schleppt noch seine Wasserschuhe an. Könnte ja sein, dass der Strand steinig ist. Also ab in die nächste Tasche.

Das Baby will sein Spielzeug mithaben. Auch noch rein.

Strandmuschel! Fast vergessen! Ganz wichtig.

Wer mit Kinder verreist, vergisst eigentlich immer etwas

Achja, der Gatte wollte auch noch seine Badehose mitnehmen. Und eigentlich wollte ich mich auch mal wieder in meinen Bikini trauen. Und öhm, ein Handtuch für 4- das reicht nicht. Also noch zwei oben drauf. Zweite Tasche voll.

Moment mal, wir wollen auch was essen. Ein Glas Babybrei für Vier? Also: Blaubeeren, Melone, Kekse. Immer rein damit in den Rucksack.

Der Gatte steht schon leicht genervt vor dem Campingbus, den Schlüssel in der Hand. Er wollte doch nur mal schnell zum Strand, der fünf Minuten vom Campingplatz entfernt liegt. Eine Weltreise war doch nicht geplant.

Hatten wir nicht noch was vergessen? Ganz optimistisch pack ich noch ein Buch für mich ein und eine Autozeitschrift für den Mann.

Alles dabei? Nee, Kamera noch umhängen.

Gerade wollen wir los, da spuckt das Baby. T-Shirt voll. Hose voll. In die Windel pupst es obendrein. T-Shirt voll. Hose voll. Windel voll.

Also noch mal wickeln? Umziehen? Oh nöö, machen wir am Strand.

Nur mal schnell zum Strand? Vergesst es!

Vollgespucktes und gesch… Kind ab in den Kinderwagen. Halt! Der Große hat ja noch nicht mal seine Sandalen an! Er zieht sie sich selbst an. Entenfüße. Also noch mal. Der Gatte schmeißt den Schlüssel auf den Tisch: „Ich geh schon mal vor.“

Zehn Minuten später folgen auch wir, suchen uns einen Platz am Strand. Unter einer Kiefer- Strandmuschel wird gar nicht gebraucht. Baby schläft die ganze Zeit. Spielzeug und Breigläschen wird gar nicht gebraucht. Der Große planscht im Wasser. Eimer wird gar nicht gebraucht. Ersatzhosen und Windeln und überhaupt werden auch nicht gebraucht. Leider werden auch Mamas Buch und Papas Zeitschrift gar nicht gebraucht. So ist das im Urlaub mit Kindern!

Urlaub mit Kindern II: Was sich verändert

Wir waren im Urlaub. Der dritte Urlaub zu Viert. Der erste Urlaub ging in ein Ferienhaus, der zweite Urlaub auch. Über den Spaß beim Auto-Beladen hatte ich ja hier schon geschrieben. Unser dritter Urlaub war auch mit einem großen Packspaß verbunden. Aber noch mit viel mehr. Denn es ging, wie jeden Sommer, mit unserem Bus, ein kleines Wohnmobil, zum Campen nach Schweden! Urlaub im Ferienhaus ist ja eigentlich so ähnlich wie zuhause, nur dass man das Haus austauscht und ein bisschen weniger Spielzeug dabei hat. Aber Urlaub im Wohnmobil… ist … anders. Dazu kommt, dass unser Jüngster bei den ersten beiden Urlauben noch nicht so mobil war und auch zufrieden war, wenn er auf einer Decke lag, an etwas herumnagte und uns zuschaute. Nur jetzt mit acht Monaten liegt er halt nicht mehr auf einer Decke. Sondern bewegt sich munter durch die Gegend. Und besonders Stöckchen und Blätter haben es ihm angetan, Gras, das er auszupfen und aufessen will. Und im Wohnmobil bleibt er eben nicht einfach auf der Bank liegen, sondern dreht sich auf den Bauch und will sich von der Bank werfen.

Erschwerte Bedingungen!

Urlaub mit Kindern hat ganz eigene Herausforderungen

Vorab will ich anmerken: Es war ein super Urlaub. Ich habe mich tatsächlich gut erholt. Wir hatten viel Spaß. Aber die Art der Erholung und der Urlaubsgestaltung ist halt eine ganz andere als wenn man ohne Kinder reist – oder nur mit einem Kleinkind. Mit unserem Großen waren wir auch schon mal campen in Schweden, da war er 16 Monate alt, lief durch die Gegend, traute sich aber noch nicht so weit weg und schlief zweimal am Tag zuverlässig. Und war auch abends um neun ohne Theater im Bett verschwunden.

Diesmal mussten wir uns entscheiden:

Abends noch mal zwei Stunden für uns haben oder morgens ausschlafen?

Wir haben uns fürs Ausschlafen entschieden. Das heißt: Die Kinder gingen abends gegen zehn ins Bett, wir dann meistens auch, weil wir vom Ins-Bett-Bringen sowas von  müde waren und selbst mit einschliefen. Dafür schliefen die Kinder morgens bis neun. Luxus! Für den uns manch andere Eltern auf den Campingplätzen sicher beneideten. Mein Mann war mal früh morgens um halb acht zu den Toiletten unterwegs und berichtete von spielenden Kindern auf dem Spielplatz und übernächtigten Eltern, die sich am Spielplatzrand an ihrem Kaffee festhielten. Das blieb uns erspart!

Aber dafür beneidete ich die anderen Eltern, die abends entspannt bei einem guten Buch die warme Abendluft und die langen skandinavischen Nächte genossen. Das blieb uns leider auch erspart!

Man kann eben nicht alles haben.

Familienurlaub muss anders geplant werden

Urlaub mit Kleinkindern ist halt einfach anders. Statt wie früher pro Tag ein Buch zu verschlingen, habe ich nun in zwei Wochen ein Buch gelesen. Und zwei Zeitschriften. Immerhin. Es hätten ja auch nur zwei Zeitschriften sein können.

Statt wie sonst an jedem Flohmarkt und Antikschuppen  rechts ranzufahren, haben wir das nun nur noch gemacht, wenn die Kinder im Auto schliefen. Denn beide abschnallen, mit nehmen, aufpassen, dass der Große kein Porzellan umschmeißt und das 9 Kilo Baby daran hindern, es ihm gleichzutun, beide wieder anzuschnallen  – nun ja, es gibt Spaßigeres. Nun blieb also einer immer im Auto, der andere schaute sich den alten Krempel an, dann war Schichtwechsel und dann ging es weiter.

Statt wie sonst jedes gemütliche Sommercafé mit Waffeln mitzunehmen, dort eine halbe Ewigkeit zu verweilen, sich Kaffee nachzuschenken, in Zeitschriften zu blättern – das ging nur, wenn die Kinder beide wach waren. Zumindest der Große. Denn wenn die beiden schliefen, machten wir Kilometer statt Pausen. Und wenn beide mal wach waren, dann kam kein Café in Sicht. So ist das im Urlaub.

Urlaub in Schweden ist herrlich unkompliziert

Dafür steuerten wir lustige Spielplätze an, liefen im Kreis um Springbrunnen herum und spielten Fangen mit dem Großen. Wir spazierten durchs Moor und freuten uns mit dem Dreijährigen über plattgetretene Fliegen auf dem Waldboden. Und wir waren schon bald Meister daran, im Wechsel aufzuspringen, zum Baby zu hechten und ihm einen kleinen Birkenzweig aus dem Mund zu ziehen. Wenn das mal Olympiadisziplin wird, haben wir gute Chancen.

Urlaub mit kleinen Kindern ist lustig. Wir hatten Spaß. Auf andere Art. Nun gut. Auf die Trotzanfälle des Dreijährigen hätten wir verzichten können. Die hat er leider nicht zuhause gelassen. Aber man kann nicht alles haben.

Ich freue mich auf den nächsten Sommer. Dann sind unsere Söhne vier und eineinhalb Jahre alt. Der Große hat dann die Trotzphase hinter sich. Beim Kleinen hat sie dann noch nicht begonnen. Der Plan: die beiden spielen dann zusammen und wir schaffen es auch mal, uns zu unterhalten, in Ruhe einen Kaffee zu trinken, mehr als ein Buch zu lesen.

Guter Plan. Finde ich.