Eine Seerose basteln, deren Blüte sich alleine öffnet: Spannendes Experiment mit Papier und Wasser

Mein Großer hat aus der Nachmittagsbetreuung in der Schule ein spannendes Experiment mitgebracht – das übrigens nicht nur für Kinder spannend ist sondern auch uns Große begeistert. Eine Seerose aus Papier. Aber nicht einfach nur eine Origami-Falterei, sondern eine Seerose, deren Blütenblätter sich von alleine öffnen. Wie von Zauberhand. Wunderschön und faszinierend anzusehen. Diese Zauberblume ist ganz leicht zu basteln und zu falten. Anschließend muss man die Papierblume nur noch in eine Schale mit Wasser legen und beobachten. Ein bisschen Geduld braucht es dazu, denn die Blütenblätter öffnen sich langsam, langsam bis irgendwann eine Seerose auf dem Wasser treibt.   

Seerose basteln: Das benötigt Ihr dazu

  • ein Blatt Papier (ganz normales weißes oder auch buntes Faltpapier)
  • ein Lineal
  • einen Stift
  • eine Schere
  • eine flache Schale mit Wasser

Und so bastelt Ihr diese sich selbst öffnende Zauberblume

  1. Auf dem Papier einen Kreis zeichnen, der zb einen Durchmesser von 4 cm hat.
  2. Es kommen vier große Blütenblätter hinzu, die alle ebenso lang sind wie der Durchmesser des Kreises. Also in diesem Fall auch 4 cm. Dazwischen könnt Ihr noch weitere kleinere Blütenblätter zeichnen, dann sieht die Blüte später schöner aus.
  3. Die Blume ausschneiden. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr sie von Innen auch noch hübsch bemalen.
  4. Die Blütenblätter nun zur Mitte hin falten. Da sie so lang sind wie der Durchmesser des Kreises passen sie alle auf den Kreis.
  5. Die gefaltete Papierblume vorsichtig auf das Wasser legen.
  6. Und nun heißt es: Warten und Beobachten.
  7. Wie von Zauberhand öffnen sich ganz langsam die einzelnen Blütenblätter der Seerose. Sie biegen sich ganz zart nach oben bis schließlich die gesamte Seerose geöffnet ist und falls Ihr vorher ein Bild darauf gemalt habt, wird das Bild nun sichtbar. Auch ein toller Spaß für Kindergeburtstage!

Experiment leicht erklärt: Deshalb öffnet sich die Blüte wie von selbst

Diese sich selbst öffnende Blüte aus Papier ist  nicht nur wunderschön anzusehen, die Kinder lernen bei diesem Experiment mit Wasser auch noch etwas dazu: Die Unterseite des Papiers saugt sich mit Wasser voll. Dadurch dehnt sich das Papier aus. Die Blütenblätter brauchen also Platz – und öffnen sich wie von Zauberhand. Das Papier besteht nämlich aus kleinen Hohlräumen, denn es besteht aus lauter kleinen Holzfibern zwischen denen Hohlräume sind. Durch die Kapillarkraft wird das Wasser in diese Hohlräume gesogen, die sich ausdehnen – ähnlich wie wenn man mit einem Strohhalm trinkt.

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Die Kapillarkraft ist übrigens auch die Kraft, mit der Bäume das Wasser von den Wurzeln bis in die Blätter leiten.

Übrigens öffnet sich die Blume unterschiedlich je nachdem in welcher Reihenfolge man sie aufeinander gefaltet hat. Man kann die Seerose auch mit unterschiedlichen Papiersorten falten und beobachten, ob sie sich unterschiedlich schnell entfalten. Auch die Art, wie die Blütenblätter geformt sind (zum Beispiel spitz statt rund) wirkt sich auf das Entfalten aus. Ein echter nachmittagsfüllender Bastelspaß (nicht nur für Kinder)!

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