Interview: Erfahrungen auf einer Mutter-Kind-Kur

 

Wusstet Ihr, dass Mutter-Kind-Kuren ein Präventionsmittel sind? Dass Ihr sie nicht erst beantragen könnt, wenn der Zusammenbruch, der Burnout nahe ist, sondern dass Ihr eine Mutter-Kind-Kur vorbeugend machen könnt? Jeder Elternteil mit einem Kind unter 12 Jahren hat Anspruch auf so eine Kur! Ich gebe es zu, bevor ich mein Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ zu sein, wusste ich es nicht. N des gab einiges, was ich nicht wusste, umso mehr freue ich mich, heute einen Erfahrungsbericht für Euch zu haben. Daniela Stricker war mit ihren zwei Jungs in der Ostsee-Kurklinik Fischland an der Ostsee und hat mir ein spannendes Interview gegeben.

 

Wie kamst du dazu, zur Kur zu fahren? Was hat den Ausschlag gegeben?

Tatsächlich kam mein Mann vor 2 Jahren mit der Idee, eine Vater-Kinder-Kur zu machen. Die hat er auch angefangen, hat sie allerdings wegen Krankheit aller 3 (Mann und Kinder) abgebrochen. Der Super-GAU. Diese Kurklinik kann ich tatsächlich – ich nenne jetzt keinen Namen – nicht empfehlen. Letzten Endes blieb die Idee aber in mir präsent, so etwas doch selbst einmal zu versuchen und dann auch hoffentlich mit besserem Ausgang. Aufgrund der langen Vorplanung einer solchen Maßnahme (komme ich später noch zu), ging ich dann ziemlich schnell zum Arzt, denn die Mutter-Kinder-Kur ist eine Maßnahme der Krankenkassen, für die man eine ärztliche Indikation braucht. Bei mir waren es Erschöpfungszustände sowie Rückenprobleme. Jedes Elternteil hat nach deutschem Gesetz grundsätzlich alle 4 Jahre Anspruch auf so eine Kur, solange mind. 1 Kind noch unter 12 Jahren ist. In der Kur wird man dann auch als Patient geführt, die Kureinrichtung bezeichnet sich auch als Klinik. Die Kinder können als Begleit- oder ebenfalls Therapiekinder mitfahren und erhalten je nach Status ihre eigenen Anwendungen.

Bei mir hat letzten Endes den Ausschlag gegeben, dass ich mal aus allem zuhause raus wollte und mehr Zeit für meine Kinder haben wollte. Auch mehr Zeit für mich, aber vor allem genug schöne Zeit mit meinen Kindern. Und das nicht zuhause, ohne Einkaufen, waschen, putzen, kochen. Nur Service, Zeit, Essen, Schlafen. Die Zeit, die bei mir ganz persönlich manchmal viel zu kurz kommt.

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Wie hat die Vorbereitung geklappt?

Solche eine Mutter-Kinder-Kur muss man über den Hausarzt mit einer Indikation bei der Krankenkasse beantragen. Dafür geht man zum Hausarzt und definiert anhand der Diagnose, was man mit der Kur erreichen möchte, sogenannte Kurziele. Denn die Kur soll ja vor allem eines gewährleisten: Nicht nur eine Pause vom Alltag, sondern vor allem auch Verbesserung im Alltag hinterher. Dafür sollte man sich genau überlegen, warum und was man dafür machen möchte. Da wissen die Hausärzte aber in aller Regel gut Bescheid.

Die Kinder brauchen dann ebenfalls jeweils ein Attest vom Kinderarzt, bei gewollten Maßnahmen ebenso von den Fachärzten. Ich hatte das Glück, dass bei meinem Großen nachträglich noch der Therapiestatus festgestellt werden konnte, so konnten wir in der Kur viel für Rücken, Füße und Muskulatur tun. Ich habe aber auch einfach eine TOP-Krankenkasse, die mit mir sehr viel möglich gemacht hat. Dafür brauchten wir aber auch ein Attest unserer Orthopädin.

Die Krankenkasse genehmigt solchen Kuren dann i.d.R. für einen Antrittszeitraum in den nächsten 6 Monaten. Da mein Großer gerade frisch in die Schule kam, wollte ich unbedingt in den SH Osterferien fahren. Der Ort war mir persönlich egal. Dass es nun so ein richtig toller Ort an der MV-Ostseeküste wurde, war natürlich ein Hauptgewinn. Aber ich bin der Meinung, wir hätten unsere Kurziele auch woanders erreicht. Aber so war es eben noch das Sahnehäubchen oben drauf.

Was gab es noch zu organisieren?

Stehen Ort und Zeit fest, gilt es SEHR viel vorzubereiten. Trotz Ferien verpasste mein Großer ein paar Tage Schule, denn die Kurgänge sind in der Regel immer 3 Wochen von Mittwoch bis Mittwoch. Dafür musste eine Erlaubnis seiner Schule her. Viele Lehrer geben einem auch die InhalteLehrplanes des für die Kur mit, die arbeitet man entweder selbständig in der Kur mit den Kindern vor/nach, oder es gibt sogar Hausaufgabenbetreuung während des Kurganges. In dieser Klinik ist dieses normalerweise der Fall, daher bekommt diese Klinik noch ein ganz dickes Extra-Plus von mir. Nur leider waren jetzt überall mehrheitlich Ferien und daher auch beim eigenen Personal viele in Urlaub, daher hatten wir in diesem Kurgang keine Hausaufgabenbetreuung. Für uns aber auch nicht so schlimm, da, wie gesagt, nur 2 Tage für meinen Großen ausgefallen sind. Andere Muttis haben aber durchaus 1,5 Wochen Schule nachzuarbeiten gehabt.

Die weiteren Vorbereitungen sind vielfältig: Packlisten erstellen! Falls ihr mit Auto anreist, gilt: packen, bis das Auto voll ist. Wir hatten aufgrund der Jahreszeit auch wirklich alles mit, von Wintersachen, Gummistiefeln bis hin zu kurzen Hosen und Badezeug alles dabei. Dann natürlich noch Sandsachen, Bastel- und Freizeitkram  und unser bestes Stück: unseren faltbaren Bollerwagen, um mobil zu sein. Fahrrad ging für uns noch nicht. Und wir haben auch wirklich alles gebraucht. Gut und praktisch sind auch ein paar Vorratsdosen für Ausflüge, viele kleine Taschen. Abgepackte Waschmittelpakete, das macht vieles einfacher, also vor Ort mit Pulver zu hantieren.

Essentiell ist es natürlich auch, mit dem Arbeitgeber zusprechen. Denn man fällt eine lange Zeit aus und je früher man das Thema anspricht, desto besser für alle Beteiligten und vor allem für die Kollegen. In der Statistik ist man dann allerdings 3 Wochen krank. Ich würde auch jedem raten, KEINEN Laptop mitzunehmen, es sei denn als Speicherplatz für Fotos. Die brauchte ich allerdings schon! Nach der Kur habe ich mir noch die Restwoche freigenommen (Donnerstag und Freitag), was ich jedem empfehlen würde. Die Nacharbeit ist nicht zu unterschätzen.

Die Ostsee-Kurklinik Fischland hat eine sehr gute Website mit vielen Informationen, hier kann man sich gut einlesen. Außerdem findet auch viel Schriftwechsel vorher statt, damit sich die Klinik gut auf dich vorbereiten kann.

Wie war der Tagesablauf vor Ort?

Eine Mutter-Kinder-Kur ist eine stationäre Maßnahme, daher nennt sich die Einrichtung Klinik und wir waren Patientinnen. Daher ist auch alles durchstrukturiert. Feste Essenszeiten, feste Zeiten der Kinderbetreuung, Anwendungen, freie Zeit. Schlafenszeit, Hausordnung, alles getaktet. Ich kann gut mit Struktur, habe mich angepasst und dadurch sehr viel Sicherheit und Ruhe gewonnen, Verlässlichkeit eben.

Der Tag fängt mit dem Frühstück an, für mich die wichtigste Mahlzeit J. Daher freue ich mich immer SEHR über ein tolles Frühstücksbuffet. Danach gibt man die Kinder in die Betreuung, natürlich mit allen dazugehörigen Sachen wie Jacken, Hausschuhe, Mütze etc. Das sollte man also ggf. doppelt mitnehmen, falls man nicht jeden Tag neu abgeben möchte. Die Kinderbetreuung war optimal auf die Anwendungen der Erwachsenen abgestimmt, was uns Erwachsenen größtmögliche Entlastung gab. Dann kommen die Anwendungen, zu denen ich später komme. Die macht man alleine oder in der Gruppe. Zum Mittagessen holte ich die Kinder ab, wir haben immer gemeinsam gegessen. Bei weiteren Terminen am Nachmittag gibt man die Kinder erneut ab. Bei uns standen z.B. viele freiwillige Sachen auf dem Programm: z.B. Seminare aus dem Bereich Erziehungsberatung. Oder man konnte die freien Nachmittage gemeinsam als Familie nutzen. Wir waren z.B. ganz oft im Schwimmbad oder am Strand. Oder im tollen Piraten-Toberaum.

Dann kommt ein relativ frühes Abendessen, weil der Abend auch früh aufhört. Wir sind dann oft nochmals an den Strand, ins Schwimmbad oder in den Toberaum oder haben uns im Zimmer beim Malen und Basteln entspannt. Oder wir sind zum Sportplatz gegangen, selbst mein 4Jähriger liebte die tollen Fußballspiele abends mit ganz vielen anderen Kindern über alle Altersklassen hinweg. Ab 20 Uhr war für die unter 8jährigen Bettruhe (Zimmerruhe) angesagt, was auch sinnvoll ist. Meine Kinder waren zumindest immer ganz platt von den tollen Tagen.

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Was hast du gemacht, was deine Kinder?

Die Aktivitäten heißen dort Anwendungen. Das waren bei mir vor allem Sporttherapie, Klimatherapie, Rückenfit, Aquafit, Qi Gong oder Thorax Idogo. Auch eine Massage war dabei und Massagen mit der Faszienrolle. Wirklich ganz toll. Du hast ein Anfangsgespräch, wo du deine Kurziele definierst und danach Anwendungen auf dich abgestimmt werden. Es wird ein Therapieplan erstellt. Ich wollte vor allem viel Bewegung und Kräftigung für meinen Rücken und meine mentale Kraft wieder herstellen. Daher entschied ich mich auch für Qi Gong. Dann hatte ich noch therapeutisches Schwimmen, was Wassergymnastik war, aber superklasse mit richtig toller Musik. Klimatherapie war Nordic Walking direkt am Strand mit kneippschen Anwendungen (barfuß ins Wasser). Daneben gab es für mich viel Sport (Zirkeltraining, Ausdauertraining). Für mich waren die Seminar aus verschiedenen Bereichen auch sehr interessant, aus der Erziehungsberatung gab es eins zum Thema Geschwisterstreit und zum Thema Kommunikation und ob man alles 2x sagen muss.

Aber auch die Kinder haben jeden Tag ganz viele tolle Sachen gemacht. So viele verschiedene Sachen gebastelt, bei uns vor allem Ostersachen. Dann sind sie bei JEDEM Wetter raus an den Strand gegangen und haben ihre eigene Klimatherapie gemacht, für die es hinterher auch ein Zertifikat gab. Teilweise waren das ein Barfußpfad oder ein Hindernisparcours am Strand. Auf jeden Fall viel Auspowern J. Und das mit ganz zugewandten und bemühten Erzieherinnen.

 

Wie war der Kontakt zu anderen Müttern?

Sehr gut, für mich war allerdings weniger mehr. Ich wollte viel allein mit den Kindern zu dritt machen, aber andere Mütter sehen das natürlich anders. Es ergibt sich viel über die Kinder, allein schon, wenn man zusammen im Piratenraum sitzt und aufpasst. An Charakteren ist alles dabei, was sich auch auf Spielplätzen findet, sehr interessant. Notorische Nörglerinnen, Herz-Ausschütterinnen, einige, die mich komplette 3 Wochen übersehen haben. Aber vor allem gab es viele nette tolle Mütter mit vielen gleichen Problemen. Das war eigentlich DAS Schönste: Den meisten geht es genauso gut/schlecht bei bestimmten Dingen wie mir.

Was hat besonders gut getan?

Besonders gut war für mich der Mix und die Regelmäßigkeit: Essen, Schlafen, Zeit ohne Kinder, Zeit mit Kindern und die kurzen Wege. Besonders die gute Zeit mit den Kindern ohne Einkaufsstress war toll. Und natürlich die viele Zeit nur für mich. Das füllt leere Akkus auf. Besonders gut hat mir das Qi Gong getan, das mental und körperlich an Probleme herangeht und sie ganzheitlich lösen kann. Hier gibt es auch ein Kompetenzzentrum für Traditionelle chinesische Medizin (TCM) in der Klinik. Besonders gut getan hat mir auch, dass das gesamte Personal sehr nett und vor allem lösungsorientiert war. Viel wurde möglich gemacht, geändert, mit mir gelitten, mit mir gefreut, ich musste oft nur fragen. Und es arbeiten wirklich viele Leute dort: Ärzte, Physiotherapeuten, Erzieherinnen, Küchenpersonal, Rezeptionisten, Verwaltung. Und die Und die (frühe) Ruhe abends tat unheimlich gut, denn es war tatsächlich ruhig. Aber es geht halt auch früh wieder los. Und mir tat die Erkenntnis besonders gut, dass ich eine ganz tolle Mutter bin, so wie ich eben bin. Andere machen das anders. Besonders gut habe ich das an meinen sehr glücklichen und zufriedenen Kindern gesehen, die gar nicht mehr weg wollten.

 

Gab es auch etwas, was nicht gut war, nicht wie erhofft oder hätte besser sein können?

Für mich gab es tatsächlich fast nichts zu kritisieren, höchstens ein paar Ernüchterungen, weil aufgrund von Krankheit und Urlaub beim Personal einige Seminare leider ausgefallen sind. Das war sehr schade, denn es hätte mich schon interessiert. Auch waren wir natürlich ca. 100 Erwachsene mit ca. insgesamt nochmal 200 Kindern, das ist manchmal schon echt viel und es ist voll und laut. Aber so ein Haus muss ja auch rentabel sein.

 

Was nimmst du für dich mit?

Für mich nehme ich sehr viel Entspannung und vor allem Dankbarkeit mit. Ich habe auch viele Mamis gesehen, die noch einen Sack mehr zu tragen haben, wenn es sich z.B. um chronisch kranke Kinder handelte. Bei mir hat sich eine große Dankbarkeit für mein Leben und meinen jetzige Situation entwickelt, die mich sehr glücklich macht, so wie es jetzt ist. Mit allen Problemen, aber eben auch mit den vielen tollen glücklichen Momenten. Zum Beispiel hat mein großer Sohn den Freischwimmer gemacht, ganz alleine! Ich kann meine Kinder wieder viel mehr genießen.

Was hast du über dich selbst gelernt?

Ich kann alles, was ich mir vornehme. Ich wollte, dass die Kur ein Erfolg wird. Dafür habe ich aber eben auch mit einigen Leuten vom Personal geredet, mich vorbereitet, mir etwas in meinen Therapieplan nachbuchen lassen, aber auch einiges wieder herausnehmen lassen. Reden hilft. Verständnis noch mehr. Das größte Geschenk war aber sicherlich, dass wir alle gesund geblieben sind. Meine Einstellung ist derzeit: Glück ist eine Entscheidung. Denn die meisten Sachen kann ich beeinflussen. Und im Abschlussgespräch wollte ich eben nicht sagen: das war doof, weil… Ich habe es vorher gesagt und ändern lassen (soweit es ging).

Was nimmst du für das Muttersein mit?

Jede Mama und jeder Papa ist gut, solange er/sie authentisch Eltern ist. Mein Weg ist für mich gut, muss aber nicht zwangsläufig für andere passen. Und ich habe gemerkt, dass es echt bei so vielen die gleichen Probleme gibt. Z.B. wurde ein Seminar angeboten „Muss ich alles 2x sagen?“. Anscheinend sage nicht nur ich alles mehrmals, sondern eben auch andere.

Hast du Tipps für andere Mütter, wie eine Kur gelingen kann und wie man möglichst viel aus der Kur mitnehmen kann?

Viel gute, gezielte Vorbereitung, sich viel Zeit für Vorfreude nehmen! Das Beste für sich herausholen, zu volle Therapiepläne entschlacken oder andersrum. Minimalismus genießen. Rückmeldungen einfordern. Netten Angestellten ein Lächeln schenken. Einer anderen Mutti die Tür aufhalten. Sich freuen über ein tolles Salatbuffet, für das man nicht selbst schnippeln muss. Zufrieden den Kindern lauschen, wenn sie völlig erschöpft, glücklich und satt vom Tag eingeschlummert sind. Ein bisschen WLAN Zeit abends für mich. Sich mal Nordic Walking Stöcker leihen, wenn die Kinder das ausprobieren wollen. Sich freuen, dass die Wege zum Schwimmbad so kurz sind, und man sich schon im Zimmer indie Bademäntel schmeißen kann. Sauna mit dem 4Jährigen genießen, während der Große im Schwimmbecken tobt. Nach der Kur einen Erfahrungsbericht schreiben und Nachfreude genießen.
Meiner Meinung nach eignet sich eine Kur allerdings erst mit Kindern, die schon Betreuung gewohnt sind. Denn nur, wenn sie sich abgeben lassen, wird alles rund und es gibt die Möglichkeit für die Mamis und Papis, sich auch um sich selbst zu kümmern. Wichtig ist auch, sich nicht mit anderen Muttis zu vergleichen. Andere haben ein anderes Pensum, sind anders, haben andere Einstellungen. Ich lasse mich davon grundsätzlich nicht mehr beeindrucken  oder runterziehen, also ich versuche es zumindest J. Auch lasst Euch bitte am 1. Kurtag nicht entmutigen, es ist am Anfang sehr viel, aber es findet sich alles und kommt mit der Zeit. Mein Lieblingstipp: ein großer Rucksack, den ich immer dabei hatte. Man schleppt viel von A nach B und C und zurück. Ich hatte immer 3 Wasserflaschen dabei, und falls ich mal am Wasserspender vorbei kam, konnte ich füllen. Aber da ich nicht für jede Kleinigkeit aufs Zimmer laufen wollte (Mütze, Cäppi oder was auch immer) war mein großer Rucksack sehr wichtig und praktisch. Und jetzt: Zum Hausarzt gehen und dann losfahren J. Sehr gern stehe ich Euch für weitere Fragen zu Verfügung. Entweder gesammelt über Nathalie oder auch an daniela.stricker@gmx.net.

Lieben Dank, Daniela! Das sind tolle Tipps und Erfahrungen – habt Ihr auch Tipps und Erfahrungen? Ich kann Euch alle ebenfalls nur ermutigen: Nehmt Euch die Zeit und passt gut auf Euch auf.

Denn, wer sich nie um sich selbst kümmert, hat irgendwann keine Kraft mehr, sich um andere zu kümmern.

Mehr Tipps zu Mutter-Kind-kuren und dem Thema Mütter-burnout gibt es auch in meinem Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein„- dort gibt es auch ein Interview mit einer Therapeutin aus einer Kureinrichtung.

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  Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein: Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter 

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6 Kommentare zu “Interview: Erfahrungen auf einer Mutter-Kind-Kur

  1. Der Bericht ist toll. So sollte es sein. Ich kämpfe allerdings seit 3 Jahren mit KK und Ärzten um eine Kurbewilligung. Ich bin als Vater allein mit 3 Kindern Zuhause, da meine große 100GdB und Pflegegrad 3 besitzt. Jetzt ist sie schulpflichtig und die beiden Jungs sind top fit. Ich bin seit 7 Jahren im Dauereinsatz und muss mir stets anhören: “ Sie brauchen keine Kur, das geht auch gar nicht, da sie keinem sozialvers.pflichtigen Erwerb nachgehen“, „Sie gehen ja nie zum Arzt, was soll ich denn als Diagnose hier erfinden?“
    Ich gebe zu, ich gehe selten zum Arzt, da ich mich und meine pers. Ansprüche/Freiheiten auf null runtergefahren habe und sehr gezielt mit meiner Energie haushalte. Wenn ich denn mal wieder flachliege, dann hab ich keine Zeit und bin so krank, dass ich nicht zum Arzt gehen kann. Mit der großen habe ich natürlich eine Indikation, aber ich kann sie nicht einfach aus der Schule nehmen, wo sie jetzt gerade Entwicklungstechn. voll aufblüht….alles sehr kurios…es muss wohl irgendwann der RTW vor der Türe stehen, bis mal jemand aufwacht…

  2. Das gleiche gilt für Väter! War selber mit meinen 7 Jahre alten Sohn kurz vor Oster erst 3wochen zur Kur!

  3. Danke für den ausführlichen Erfahrungsbericht! Ich habe mich bisher auch noch nicht getraut, … tatsächlich aus Überforderung durch meine beiden – aber nun sind die Kinder 4 und 7 und mittlerweile sind sie zusammen händelbar. Dazu muss ich sagen, dass der Große Autist ist und ich am Anfang ständig am Limit. Man schlängelt sich Zuhause so durch den Alltag und von Therapie zu Therapie plus den normalen Wahnsinn. 😊 Dann lieber mal 3 oder 4 Wochen lang so wie hier beschrieben – das sollte ich jetzt echt angehen! Danke für das dran Erinnern ☺

  4. Den Erfahrungsbericht kann ich so unterschreiben. Meine Kinder waren schon 8 und 10. Ich denke so gerne zurück an diese besondere Zeit und kann es jeder Mama nur empfehlen. Allerdings auch aus meiner Sicht erst, wenn die Kinder mit Fremdbetreuung klar kommen. Sonst wird es schnell stressig. Außerdem werden sie nicht gleich krank, wenn sie etwas älter sind.

  5. Oh ja, das hab ich meinem Mann schon vorgeschlagen und ich möchte das auch machen wenn die Kleine alt genug für eine unbekannte fremdbetreuung ist. Udn meknem Mann täte das auch gut. Ist nur schwer für ihn drei Wochen am Stück frei zu machen ( selbstständig im Mini Familienbetrieb ). Mal sehen. Gut täte es uns beiden Eltern! Meien Mutter war als ich klein war mit uns auf einer Kur, für mich war es aber Horror! Deswegen möchte ich das vor allem mein großer noch älter ist.

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