Mutterliebe: Oh Baby, du wirst so schnell groß!

Wer diesen Blog liest, weiß, dass ich gerne mal etwas polemisch werde. Und mich auch gerne mal aufrege. Oder lustig mache. Aber ich kann auch anders. Denn bei aller Polemik gegenüber Supermüttern, Übermüttern, Rabenmüttern und was es sonst so an Mutter-Arten gibt: Uns alle verbindet, dass wir unsere Kinder lieben. So wie sie sind. Das tun wir jeden Tag, jede Zeit. Aber es gibt so Momente, wo diese Liebe einfach so groß ist ,dass es mich überkommt.

Neulich wieder. Als mein Baby links neben mir schlief. Und der Große rechts neben mir. Ich wachte auf, in der einen Hüfte piekste mich das spitze Knie meines Großen. Auf der anderen Seite kuschelte sich der Babyspeck des Kleinen. Das sind diese Momente, in denen man einfach die Zeit anhalten möchte, diese Momente, die man am liebsten immer wieder abrufen möchte, an die man sich immer wieder erinnern möchte.

Da ist mein Großer, der im Wachzustand auch mal ganz schön nerven kann! Ohja, diese Dreijährigen. Da sind diese kleinen Machtkämpfe, das Quengeln, das ständige Bestimmenwollen – was einen auch mal in den Wahnsinn treiben kann, wie ich auch mal hier geschrieben hatte. Aber wenn er schläft und sein Gesicht so friedlich ist, mit diesen langen Wimpern, dieser feinen Haut, dem leichten Lächeln. Die Mamaliebe überkommt einen, so ein warmes Gefühl. Mein Großer, was bist du schnell großgeworden. Du warst doch gerade erst der kleine Mann im Strampelanzug, der etwas ungelenk die ersten Greifversuche unternahm! Mein Großer, was kannst du mich zum Schimpfen bringen! Wenn du einfach nicht hören willst, zum fünften Mal das Spielzeug durch die Gegend wirfst und dich auf deinen kleinen Bruder setzt! Und jetzt liegst du hier so friedlich, so süß – was hab ich dich lieb!

Und dann das Baby neben mir. Die langen Wimpern, der Babyspeck, dieser Babygeruch. Die tiefen Babyatemzüge, die kleinen Seufzer. Acht Monate – und eben hatte ich doch noch den dicken Bauch! Jetzt ziehst du dich überall hoch, übst das Krabbeln: Bist du groß geworden! Es ist immer wieder ein Wunder, so ein Baby, wie ich schon hier geschrieben hatte. Ein Wunder, das ich auch beim zweiten Kind noch gar nicht richtig begreife. Ich bin Mama, ich habe zwei Kinder!

Es sind diese friedlichen Minuten, bevor der morgendliche Trubel beginnt und meine friedlich schlummernden Engelchen zu kleinen Quatschmacher-Bengeln mutieren, die ich genieße, die ich festhalten möchte. Und die ich nicht missen würde.

Allein diese Momente wiegen den ganzen Stress auf, den  man mit Kindern hat. Alle schlaflosen Nächte. Allen Trubel, alle Trotzanfälle, alle Sorgen. Und das Schöne: Es gibt nicht nur diese beschriebenen Momente am Morgen. Sie lauern überall diese schönen Momente. Und versöhnen einen, wenn man gerade wieder am Rande des Mama-Nervenzusammenbruchs entlangschlittert.

 

 

3 Kommentare zu “Mutterliebe: Oh Baby, du wirst so schnell groß!

  1. Sie lauern wirklich überall – diese Momente, die den Stress und Trubel aufwiegen: In einer mit strahlenden Augen und Gebrabbel- Aufforderung das Geben-Nehmen-Spiel mit meinem gerade 11monatigen Baby zu spielen. In einem Lachen, einer Umarmung meiner jetzt gerade oft „stacheligen“ 3jährigen Tochter. Diese Momente lauern auch bei Spaziergängen, wenn ich mich auf das Tempo und die Sichtweise meiner Kinder einlasse oder beim Buch vorlesen und ich mich zu ihnen kuschle. Diese Momente gibt es auch, wenn ich kurz weg von meinen Aufgaben gehe und statt dessen mich mit auf den Boden setze und meine Kinder beobachte. Und das Gefühl der Mutterliebe fließt über.

    LG
    Petra

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