Ein Netz, das einen auffängt: So sollten die sozialen Netzwerke sein

So oft habe ich mich hier darüber aufgeregt, dass es im Internet so viel Missgunst, so viel Draufhauen, Lästern und Belehren gibt. Wenn man in den sozialen Netzwerken herumsurft, hat man manchmal das Gefühl, in eine Schlangengrube gefallen zu sein. Da wird ganz direkt mit Wörtern um sich geworfen, die ich meinen Kindern verbiete, oder aber man verpackt es „subtil“ wie „Liebes, du siehst ja so furchtbar müde aus“ und weißt netterweise auf die Augenringe und grauen Haare hin. Ohja, Mütter können echt fies sein! Und die Anonymität des Internets scheint bei vielen dafür zu sorgen, dass die letzten Hemmungen fallen. ABER: Es geht auch anders. Das habe ich gemerkt, als ich mir vorherige Woche meine Sorgen vom Herzen schrieb, beschrieb, wie es ist, wenn der Autopilot streikt. Es kamen so unglaublich viele, liebe Emails, es gab so viele aufmunternde Kommentare, so viel Verständnis, mein Text wurde so oft geteilt mit den Worten „es geht uns allen so“ oder „wir sind nicht allein“ oder „lasst uns alle gemeinsam mal Nathalie aufmuntern“. Da war es auf einmal: Das Sicherheitsnetz. Denn das sollten soziale Netzwerke sein: Netze, die einen auffangen. Netze, die im wahrsten Sinne des Wortes „sozial“ sind. Weiterlesen