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Das Frauenbild in Märchen am Beispiel von Aschenputtel. Was für einen Mist muten wir unseren Kindern zu?!

castle near trees during day

Photo by Mark Neal on Pexels.com

Meine Tochter hat sich ein Aschenputtel-Hörspiel angehört. Ich hörte mit. Und dachte: Was für ein verdammter frauenfeindlicher, rückständiger Mist! Am liebsten hätte ich ausgestellt, aber ich entschied mich, mitzuhören und am Ende mit meiner Tochter zu reden. Darüber, wie Frauen in Märchen dargestellt werden. Und wieso ich das anders sehe. (Spoiler: Sieht sie auch so) Aschenputtel jedenfalls ist das beste Beispiel dafür, wieso Grimms Märchen aus der Zeit gefallen sind. Wieso es neuer Märchen bedarf. Denn: Viel frauenfeindlicher als Aschenputtel geht kaum! Was für einen Mist muten wir unseren Kindern zu? Und wieso machen wir das?! Weil Märchen Allgemeinbildung sind? Teil der Kultur? Oh no, irgendwo muss man eine Grenze ziehen. Aschenputtel ist nur ein Beispiel für viele Märchen, aber ein besonders Gutes:

Was mir bei Aschenputtel besonders negativ auffiel:

So viel Frauenfeindliches in einem Märchen. Und das ist ja nicht das einzige Märchen. Die Message, die sich durch viele dieser Märchen zieht, ist ja oft dieselbe: Stiefmütter sind per se böse und gemein. Schönheit ist das Wichtigste. Dicht gefolgt von Reichtum. Männer suchen sich Frauen aus. Und zwar nach dem Aussehen. Man verliebt sich, ohne sich zu kennen. Frauen haben sittsam und brav zu sein. Und Kinder, die nicht brav sind, werden bestraft. Aufgefressen, in den Ofen geworfen, sowas halt.

Was für ein Frauen- und Gesellschaftsbild wird durch solche Märchen vermittelt? Was muten wir unseren Kindern zu? Und wieso muten wir ihnen das zu? Es gibt doch Alternativen. Aber einfach zu sagen, diese Märchen sind Kulturgut oder Allgemeinbildung sind kein Grund, sie unseren Kindern zu erzählen.

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