Website-Icon Ganz normale Mama

Meine Ruhepausen: So tanke ich Kraft im Alltag

Es gibt so Tage, an denen habe ich das Gefühl, einfach nur hinterher zu rennen. Hinter allem. Hinter meinen Kindern. Hinter dem Bus. Hinter den Erzieherinnen. Hinter den Dingen auf der immer länger werdenden To-Do-Liste. Und hinter der Zeit. Dazu kommt die ständige Liste im Kopf, dieser „Mental Load“ (ich mag den Begriff nicht, ganz ehrlich, aber er trifft es), den man als Mutter so mit sich rumschleppt. Neben all dem, was man eh schon so für sich im Kopf hat, sei es den Beruf oder den Haushalt betreffend oder auch nur der eigene Zahnarzttermin) kommen noch so viele Dinge hinzu wie die neuen Windeln für die Krippe. Die Trinkflasche für den Kindergartenausflug. Das Kopiergeld für das Schulkind. Die Adventskalendergeschenke, die Abschiedskarte für die Lieblingserzieherin, die neuen Schuhe für die Kinder, die U-Untersuchungen, und und und … Pause? Eher selten. Weder für mich noch für die Gedanken, die immerzu kreisen. Der Kopf, der sich viel zu oft ein und dieselbe Frage stellt „Hast du nicht irgendwas Dringendes vergessen?“ Immer auf dem Sprung, nie so richtig angekommen, weil gleich schon wieder unterwegs oder zumindest im Kopf schon beim nächsten Termin. Ist doch so, oder?  

Halt! Stopp! Nein! Ist nicht so! Ich will das nicht mehr! Nicht so! Überhaupt nicht so!

Immer dieses Hamsterrad. Dieses Hinterherrennen. Das Gefühl, immer zu spät zu sein, zu wenig Zeit zu haben, für mich, für die Kinder, für überhaupt alles.

Immer diese ständige Müdigkeit.

Schluss.

Das geht so nicht weiter.

Hab ich mir schon vor einiger Zeit gesagt. Denn was passiert mit einem Motor, der immer auf Höchstdrehzahl läuft? Eben. Wobei sich viele ja bekanntlich um ihr Auto bessern kümmern als um den eigenen Körper.

Das ist bei mir nicht so, denn wenn ich mich so wenig um mich kümmern würde wie ums Auto, wäre es… sagen wir mal, suboptimal. Unser Auto ist nämlich Gebrauchsgegenstand.

Und ich – ich bin kein Gebrauchsgegenstand.

Weshalb ich mir kleine Ruheoasen gesucht habe. Ich habe mir sozusagen Pausen verordnet. Wie ein Arzt ein Medikament verschreibt, habe ich mir selbst Pausen verschrieben. Kleine Momente, die nur für mich sind. Dazu kommen noch die Momente, die ich mit meinen Kindern genieße, Pausen, die ich mit meinen Kindern mache. Um runterzukommen, Luft zu holen, aufzutanken. In meinem aktuellen Buch „Afterwork Familie“ schreibe ich ja, wie man seinen Nachmittag entrümpelt von allem Überflüssigen, um mehr Zeit fürs Wesentliche zu haben. Die Kinder, uns selbst. In „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ schrieb ich, wie wir Mütter mehr Zeit für uns selbst haben, um zu uns zu finden und gelassener durch den Familienalltag zu gehen.

Was ich gemerkt habe – ich brauche keine Riesenpausen. Allein die zu organisieren kostet zu viel Zeit. Ich bin auch viel zu gerne mit meinen Kindern zusammen, als dass mich ein Wellnesswochenende wirklich glücklich machen würde. Ich würde die Rasselbande viel zu sehr vermissen! Schon nach einem halben Tag Arbeiten freue ich mich auf sie. Und ein Nachmittag ohne sie reicht mir dann auch an Me-Time. Egal, wie doll sie mich in den Wahnsinn treiben – und glaubt mir, das machen sie oft genug. Also mehrmals täglich!

Ich brauche vor allem viele kleine Pausen. Viele kleine Fixpunkte im Alltag, in denen ich kurz Kraft tanken kann. In denen ich einfach mal den Kopf ausschalten kann. Kurz Ruhe habe. Das reicht, um die Akkus aufzuladen. Und ich finde es auch wichtiger, immer wieder im Alltag Kraft zu tanken, als mich monatelang auf ein Wochenende ohne Kinder zu freuen. Ihr habt gefragt, was denn nun solche kleinen Pausen für mich sind. Die Antwort: Gar keine großartigen Dinge. Sondern…

Das sind meine kleinen Ruhepausen, die allesamt nie lange dauern, aber Tempo rausnehmen aus dem Tag. Und tatsächlich das Hamsterrad mal eben kurz anhalten. Zum Verschnaufen. Nun fragt Ihr, ob das tatsächlich jeden Tag klappt? Nun ja. Nicht immer halte ich alle Pausen ein. Aber ich versuche es. Zumindest einige davon. Und ja, ich gebe zu: Und nicht immer gelingt es, die Zeit mit meinen Kindern als Ruhepause zu verstehen.  Ganz ehrlich: Wir sind ja alle nur Menschen und nicht immer kann ich das Abendessen als wirkliche Erholungspause sehen. Und wenn ich zum 20. Mal dasselbe Buch vorlesen muss und neben mir rumgezappelt wird – dann ist auch da nicht viel mit Verschnaufen.

Aber tatsächlich: An den meisten Tagen klappt es. Und sei es auch nur mit fünf Minuten Kaffeerunde statt 10. Hauptsache, irgendwie Kaffee.

illkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr familienfreundliche Reisetipps? Oderkinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus demMamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir per Email,  auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest– ich freue mich auf Euch!

Kennt Ihr schon meine Bücher?

  Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein: Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter 

Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder.“

Ganz neu: „Afterwork Familie: Wie du mit wenig Zeit dich und deine Familie glücklich machst.“

Die mobile Version verlassen