Silvester mit drei Kindern – und frohes Neues Jahr!

Ein frohes Neues Jahr Euch allen! Seid Ihr gut hineingekommen ins Jahr 2018? Wir ja. Und ich war um Mitternacht tatsächlich noch wach. An unserem ersten Silvester zu fünft. Silvester mit drei Kindern, also genauer gesagt, zwei Kindern und Baby ist etwas anderes als das Silvester früher in der Prä-Kind-Ära. Die große Silvesterfeierin war ich eh nie, aber mit Kindern sind meine Silvesteraktivitäten seit sechs Jahren auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Meinen Jungs war jedenfalls schon Tage vor Silvester klar: „Wir bleiben bis Mitternacht auf!“ Ich habe das noch angezweifelt und sollte eines Besseren belehrt werden…

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Silvester mit Baby und Kleinkind: Warten auf die Raketen

Na, habt Ihr es bis Mitternacht geschafft? Ich ja! Bis eins bin ich aufgeblieben. Aber das hätte ich ohne meinen Großen wohl kaum geschafft. Denn der wollte Silvester unbedingt mal Raketen sehen. Im letzten Jahr bin ich um 10 ins Bett – da war mein Kleiner grad 6 Wochen alt und wollte alle zwei Stunden an die Milchbar (mein Text über Schlafentzug als Foltermethode stammt aus dieser Zeit). Dieses Jahr wollte ich dann aber mal wieder die zwölf Glockenschläge schaffen. Wie Erwachsene das halt so machen. Eigentlich. Wenn sie nicht gerade kleine Kinder haben. Der Kleine bekommt zwar grad drei Backenzähne auf einmal und hat deshalb wieder den Zwei-Stunden-Rhythmus für sich entdeckt, aber egal. Mal einen drauf machen. Oder so. Eher oder so.

Nun aber erst mal: Frohes Neues Jahr! Ich hoffe, Ihr seid gut reingekommen!

Silvester mit Baby – eine ganz eigene Party

Bei uns gab es seit dem Aufstehen kein anderes Thema: Raketen sehen! Unser Großer wusste gar nicht wirklich, was das eigentlich war, diese ominösen Rakenten, aber er wollte sie unbedingt sehen. Am liebsten auch gleich ganz lange aufbleiben. Den ganzen Tag fragte er, wann es denn endlich losgeht. Aber da stand ja nun erst mal noch das Abendessen bevor. Fondue hatten wir uns überlegt, das machen doch Erwachsene so, wenn sie Silvester feiern. Fleisch und Gemüse in Brühe kochen – das kann man eigentlich auch in Form einer Suppe, aber wir hatten ja nun noch ein paar Dips gezaubert, das findet man in der Suppe eher selten.

Wir stellten es uns recht gemütlich vor. Unsere Fleisch- und Gemüsestücke Stückchen für Stückchen essen, dazwischen Brot in Aioli dippen, uns unterhalten und für mich so was Ausgeflipptes wie Zitronenlimonade, was stillende Mütter halt so trinken, wenn sie mal einen drauf machen.

Fondue mit Kindern: Finden sie langweilig

Tja. Wir haben nur vergessen, dass Kinder das, was wir am Fondue so gemütlich finden, eben das lange Am-Tisch-sitzen nicht so prickelnd finden. Nämlich so überhaupt nicht. Natürlich wackelten und zappelten beide nach kürzester Zeit herum. Unser Großer fand das überhaupt nicht toll, wenn wir ihm das Fleisch aufpieksten (er durfte da nicht ran an die heiße Brühe), er aß seine Nudeln mit Ketchup, denn unsere Dips fand er noch weniger toll. Nach einer Viertelstunde war er satt, der Kleine auch und beide wollten spielen. Aber da das Verlängerungskabel, an dem die Heizplatte für das Fonduetöpfchen war, quer durch den Raum hing, durften sie nicht auf dem Boden spielen. Ich sah vor meinem inneren Auge eh nur die ganze Zeit, den Topf umfallen und die heiße Brühe wie einen reißenden Fluss auf meine beiden Jungs zu laufen…

Um es kurz zu machen: Ich benutzte fast alle Spieße gleichzeitig, schlang das Essen runter und ging mit den beiden Jungs ins Schlafzimmer, sie bettfertig machen, während mein Mann noch die Reste aufaß. Ich glaube, er genoss diese Minuten für sich. Mal in Ruhe essen. Vielleicht las er dabei auch eine Autozeitschrift. Hach, lesen. So ganz in Ruhe. Das wäre meine Vorstellung von einer gr0ßen Silvesterparty gewesen!

Der Große ließ sich überzeugen, doch um halb neun ins Bett zu gehen – wir mussten ihm versprechen, ihn rechtzeitig zu wecken. Er schlief schnell ein. Der Kleine nicht. Als er dann endlich eingeschlafen war und mein Mann und ich übers Fernsehprogramm verzweifelten, meldete er sich wieder und trank und trank und trank und schlief schließlich auf dem Sofa ein. Wir trauten uns nicht, ihn in sein Bett zu legen.

Feuerwerk mit Kindern: Die glitzernden Augen um Mitternacht

Irgendwann, meine Augen fielen schon zu, war es schließlich halb zwölf und wir weckten den Großen. Bis er wach war, war es tatsächlich Mitternacht und wir saßen mit dem Großen am Wohnzimmerfenster. Und sein Gesicht, wie er das Feuerwerk anschaute, das war das ganzen Aufbleiben wert. Seine großen staunenden Augen, der offene Mund, dieser ehrfürchtige, beeindruckte und gleichzeitig ein wenig eingeschüchterte Blick: Das werde ich nie vergessen. Ich begann selbst, das eher profane Feuerwerk mit anderen Augen zu sehen. Die bunten Lichter, wie sie sich auf dem Wasser spiegelten. Es war toll.

Um eins lagen wir dann im Bett. Am nächsten Morgen durften wir bis halb zehn schlafen, der Kleine hielt sich in der Nacht auch wohltuend zurück und nach dem Frühstück malte der Große Feuerwerk.

Tipps für die Silvesterparty mit Kind?

Und Euer Silvester so? Wer von Euch hat eine Party mit Kleinkindern gemacht – wie habt Ihr sowas bewerkstelligt?! Ich würde nächstes Jahr gerne wieder unter Menschen und bin jetzt schon am Überlegen, wie das gehen soll. Habt Ihr Tipps?