Wie es uns gelingt, uns in all den Anforderungen an uns nicht zu verlieren: Gastbeitrag von Lisa von Stadtlandmama

Ihr kennt sicher den famosen Blog stadtlandmama?! Und dass die beiden Autorinnen dahinter, Lisa und Katharina, nicht nur tolle Frauen sind, sondern auch das Buch „Wow Mom: Der Mutmacher fürs erste Jahr mit Kind“ geschrieben haben, das ich hier vorgestellt hatte, wisst Ihr sicher auch? Dann habe ich gute Nachrichten für Euch: Es gibt ein neues Buch von Lisa und Katharina. Wow Mom Teil 2, wenn man so will. Es heißt „Wow Mom: Der Mutmacher für mehr ich in dem Wir“ und ist sogar noch besser geworden als der erste Band, finde ich! Wie es zu dem Buch kam und wieso es so wichtig ist, das „ich“ in dem all dem „wir“ nicht zu verlieren, schreibt mir Lisa in einem Gastbeitrag, über den ich mich riesig freue. Schon allein wegen meines Lieblingssatzes „Wie lange hatte ICH mich in einem WIR aufgelöst, mich gab ́s ja noch!“ lesenswert, Buch und Gastartikel, aber lest ihn selbst in voller Länge:

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Gastbeitrag: So unterschiedlich ist das Familienleben in Ost & West

Ich freue mich immer, wenn ich hier auf dem Blog auch mal andere Mütter zu Wort kommen lassen kann (auch gerne mal Väter, übrigens!) – denn es gibt viele Aspekte, die ich gerne mal streifen würde, aber selbst nicht schreiben kann, mangels Erfahrungen auf dem Gebiet. Diesmal geht es um das spannende Thema „Familienleben ist Ost und West“ – passend zum Tag der Deutschen Einheit! Selbst 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es immer noch Unterschiede, aber lest selbst, was Nadine von Dresdenmutti schreibt, die selbst in Ostdeutschland aufwuchs, einen Mann „aus dem Westen“ heiratete, eine Zeitlang in Köln lebte und nun wieder mit ihrer Familie in Dresden lebt:

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Was Mütter von heute unter Druck setzt: Eine kleine Umfrage

Vorletzte Woche schrieb ich darüber, was Müttern von heute ein schlechtes Gewissen macht – und wieso wir kein schlechtes Gewissen haben müssen. Denn Kinder brauchen und wollen keine perfekten Mütter! Und sie verzeihen uns unsere Unperfektion. Doch es ist nicht nur das schlechte Gewissen, was Mütter unter Druck setzt. Es kommt auch viel von außen. „Es fühlt sich an, als würde ständig jemand auf mich schießen“ sagte mir ein Mutter. Eine andere schrieb mir „man kann es niemanden recht machen, das macht mich fertig“. Was setzt denn die Mütter von heute so unter Druck? Die Frage habe ich Euch einfach mal bei Instagram gestellt. Und hier kommen die Antworten:

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Was Müttern ein schlechtes Gewissen macht – und wieso sie keins haben müssen!

Spiele ich genug mit meinem Kind? Ist es ok, wenn mein Kind keine Obstmandalas kredenzt bekommt? Arbeite ich zu viel? Muss ich mehr arbeiten wegen der Rentenpunkte? Habe ich heute zu viel geschimpft? Zu wenig gespielt? Guckt mein Kind zu viel fern? Essen wir zu viel Fertiggerichte? Ist es egoistisch, auch mal etwas alleine zu unternehmen? Werde ich allen Kindern gerecht? Alles Fragen, die sich Mütter von heute stellen. Das schlechte Gewissen ist immer da, mal mehr, mal weniger ausgeprägt klopft es im Hinterkopf an, in den unmöglichsten Situationen. Als ich das neue Buch von meiner lieben Bloggerkollegin Bea von Tollabea las, schrieb ich Ihr, dass ich es sehr mag, wie sie Müttern dieses permanent schlechte Gewissen nehmen möchte. Etwas was ich ebenfalls mit meinen Büchern erreichen möchte – und was auch der Grund war, vor vielen Jahren diesen Blog zu starten.

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Kleine Kinder, kleine Sorgen – große Kinder, große Sorgen?

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Ich erinnere mich noch gut an den Geburtsvorbereitungskurs, damals vor mehr als neun Jahren, als ich mit meinem ersten Kind schwanger war. „Ihr macht euch jetzt in der Schwangerschaft Sorgen um eure Kinder. Und ich sage euch: Das wird nicht aufhören. Ihr werdet euch immer Sorgen um eure Kinder machen. Immer.“ Die Dame ist ein bisschen arg theatralisch, dachte ich damals. Wie die anderen Teilnehmer wohl auch, wie die Blicke zeigten, die wir wechselten. Heute, mehr als neun Jahre später, weiß ich genau, was gemeint war. Denn die Sorgen um die Kinder hören nicht einfach auf, nur weil sie älter werden oder weil man beim zweiten oder dritten Kind mehr weiß. Denn auch, wenn sich einige Sorgen mit der Zeit auflösen, kommen andere Sorgen hinzu. Und auch, wenn man beim zweiten (oder dritten) Kind schon viel routinierter ist und deshalb viele Dinge besser einschätzen kann, bringt jedes Kind neue Sorgen mit. Weiterlesen

Weniger Kindergarten-Infekte und Co. – was wir von den Corona-Regeln mitnehmen können

Einen positiven Nebeneffekt hatte der Corona-Lockdown ja: Diese Spirale aus Kindergarten-Infekten war endlich unterbrochen. Dieser Winter hatte es echt in sich. Die üblichen Verdächtigen waren alle dabei: Neben unzähligen Schnupfenviren hatten wir Scharlach, Magen-Darm und Mittelohrentzündung zu Besuch. Bei drei Kindern kommt man auf wenige Wochen, wo mal alle drei Kinder ohne Schniefnase waren. Ich hielt tapfer durch, mich erwischte es erst an genau dem Tag, als die Schulen schlossen. Aber das war es dann auch: Seitdem gab es keine weiteren Infekte. Ist ja auch kein Wunder: Wir hatten ja niemanden, bei dem wir uns anstecken konnten! Und waren wir mal außerhalb des Hauses hielten wir Abstand. Das Händeschrubben tat sein Übriges. Und wird es hoffentlich auch weiterhin tun. Denn ich hoffe, dass wir einige der Corona-Regeln auch beibehalten können, wenn Corona „vorbei“ ist, auch wenn die zweite Welle ausbleibt und es einen Impfstoff gibt. Zum Beispiel Dinge wie Händewaschen (was ja eigentlich seit eh und je normal sein sollte!), in die Ellenbeuge niesen, bei Erkältung  zuhause zu bleiben und die Kinder nicht mit Ibuprofen „pimpen“, damit sie in den Kindergarten können und man selbst zur Arbeit. Und auch das Lüften find ich super – wenn ich daran denke, wie es oft im Kindergarten müffelte… da ist mehr frische Luft für alle gut! Weiterlesen

Weshalb ich nichts mehr aufschiebe: Gedanken zum 40.

40! In Worten vierzig. 40 bin ich heute geworden und was soll ich sagen: Es ist auch nur eine Zahl. Vielleicht ist da ein graues Haar mehr als gestern und vielleicht war das Fältchen in den Augenwinkel gestern noch etwas weniger ausgeprägt. Hab dann erstmal die Augencreme etwas dicker aufgetragen, frei nach dem Motto „viel hilft viel“. Aber im Ernst: War gar nicht schlimm. Das 40 werden. Auch wenn ich mich wirklich nicht so fühle. Mich etwas über die Zahl erschrecke. 40 waren doch früher immer „die Alten“. Aber alt komme ich mir wirklich nicht vor. Wenn man mich fragen würde, würde ich sagen, ich bin 31. Mal sehen, ob ich dann in 10 Jahren sage, „ich bin 41“. Oder immer noch 31?! Letztendlich ist es nur eine Zahl auf dem Papier und seit dem 18. Geburtstag ändert sich faktisch nicht mehr viel. Das tut es dann erst wieder mit 60, wenn man Seniorenrabatt bekommt. Moment mal, das ist ja schon in 20 Jahren?! Himmel. Stopp jetzt, darüber wollte ich gar nicht schreiben. Sondern darum, dass mich eben dieser Geburtstag daran erinnert, dass ich nichts mehr vor mir herschieben möchte. Weiterlesen

Die ungelesenen Zeitschriften-Stapel und Co: Meine Synonyme für „Ich komm zu nix“

Es gibt so einige Dinge im Haus, die mich immer wieder daran erinnern, dass ich einfach zu nix komme. Diese Dinge, die als Stellvertreter für meine persönlichen Grenzen stehen. Die mich daran erinnern, dass ich mal dringend eine kleine Auszeit bräuchte, einen Moment für mich selbst. Die mir durchs Haus zurufen „setz dich hin, kümmere dich mal um dich selbst!“ oder die leise und vorwurfsvoll raunen „streng dich an, du hast zu viel aufgeschoben“. Kennt Ihr sie auch, diese Synonyme des täglichen „Ich komme einfach zu nichts“?   Weiterlesen

Um auch mal was Positives zu sagen: Die guten Seiten des Lockdowns

Diese Wochen seit Mitte März, seit dem Corona-Lockdown sind eine einzige Herausforderung. Wir Eltern jonglieren mit unseren Kapazitäten, mit unseren Kräften und stoßen bei täglichen Spagat zwischen Home Office und Homeschooling und Kinderbetreuung regelmäßig an unsere Grenzen. Was mich bedrückt besonders mangels der Perspektive, wie es weitergeht, hatte ich hier geschrieben. Und welche Sorgen sich andere Eltern machen und welche teilweise drastischen Konsequenzen sie gezogen haben, habe ich hier geschrieben. Beide Texte wurden mehrere tausend Mal in den sozialen Netzwerken geteilt, was mich freute – denn ich wollte mit ihnen uns Eltern eine Stimme verleihen. Und das ist hoffentlich gelungen! Vielleicht  können wir so ja gemeinsam etwas bewegen. Doch bei all den Nerven, die uns diese Zeit kostet, die bei uns blank liegen – es gibt auch positive Aspekte! Ich habe mir vorgenommen, mein Augenmerk mehr auf die guten Seiten zu richten. Und je genauer man hinschaut, umso mehr positive Dinge bemerkt man. Umso besser geht es einem. Ich möchte, dass diese guten Seiten Oberhand gewinnen! Deshalb kommt hier ein Artikel voller positiver Gedanken. Und zwar nicht nur mit meinen Gedanken, sondern auch mit Euren, denn ich habe erneut bei Instagram in den Stories um Eure Zitate gebeten! Es kamen ganz viele positive Seiten, die Ihr dieser verrückten Zeit abgewinnen könnt. In diesem Sinne: Lasst uns heute den Fokus auf das Positive lenken :-) Weiterlesen

„Dann hättet ihr halt keine Kinder bekommen sollen“ – ein Satz, der mich so wütend macht

Die sozialen Medien sind voll mit Wasserstandsmeldungen von Eltern, die verzweifeln am täglichen Spagat zwischen Kinderbetreuung und Home Office. Das Geld will verdient werden, die Kinder wollen betreut werden. Dann wären da ja auch noch die Hausaufgaben der Schulkinder, die gemacht werden wollen. Vom Haushalt, der ebenfalls dazwischen grätscht, will ich gar nicht erst anfangen. Der ist auf der Prioritätenliste längst ganz ans Ende gerutscht. Viele Eltern sind mit den Nerven am Ende. Und machen sich Luft. Besonders hilfreich sind dann die Kommentare, die in letzter Zeit immer wieder aufpoppen, egal ob bei Facebook, Instagram oder Twitter (nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen, vielen anderen Eltern, die sich Luft machen): „Das hättet ihr vorher wissen müssen, bevor ihr euch für Kinder entscheidet.“ Oder „dann hättet ihr halt keine Kinder bekommen sollen“. Uff! Das sitzt. Totschlagargument. Auch immer wieder gern genannt: „Wer sich nicht um seine Kinder kümmern möchte und von der Fremdbetreuung abhängig ist, sollte keine bekommen.“ Uff. Darf ich mal kurz schreien?! Danke. Ich würde jetzt auch gerne ein schlimmes Wort benutzen, dass ich sonst eher selten sage (empfindliche Ohren bitte weghören!): Ich könnte kotzen. Ja, ich könnte kotzen. KOTZEN. Wenn ich solche Kommentare lese. Das Problem: Diese Kommentare werden immer mehr. Nicht nur bei meinen Posts. Sie greifen um sich und man hat fast den Eindruck, als spalte sich die Gesellschaft. Kinderlose vs. Eltern. Oder haben diese Trolle gar Kinder? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur: Es nervt kolossal. Weiterlesen