Das muss man beim Kauf von Kinderschuhen beachten

*Werbung und Gewinnspiel

Wussstet Ihr, dass 98 Prozent der Menschen  mit gesunden Füßen zur Welt kommen – aber nicht einmal die Hälfte aller Erwachsenenfüßenoch gesund sind? Der Grund ist viel zu oft: falsch sitzende Schuhe! Gerade Babyfüße und Kinderfüße sind besonders weich und empfindlich, umso wichtiger ist es, von Anfang an auf die richtigen Schuhe zu achten und ganz wichtig: Die Kinder so oft es geht barfuß laufen zu lassen. Oder zumindest sockfuß statt in Hausschuhen. Was Ihr beim Kauf von Kinderschuhen beachten müsst, habe ich für Euch zusammengefasst – und es kommt noch besser: Ihr könnt ein Paar Gummistiefel vom dänischen Kinderschuhhersteller Bisgaard gewinnen!

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Wie kann ich meine Kinder zum Zähneputzen animieren?

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Achja, das liebe Theater beim Zähneputzen. Gerade Abends ist das Zähneputzen keine leichte Sache bei uns. Denn abgesehen davon, dass die Kinder eh nicht ins Bett wollen, ist das Zähneputzen noch zusätzlicher Nervkram. Verbunden mit allerhand kreativen Ausreden („Das hat meine Zunge schon gemacht“, „Das macht der Sandmann, wenn ich schlafe“) und einer großen Portion Gezeter, zumindest beim Kleinen, der den Zusammenhang Zähneputzen = keine Löcher = kein Bohrer noch nicht so ganz nachvollziehen kann (oder will). Ich habe die verschiedensten Tricks ausprobiert, um die Jungs zum Zähneputzen zu animieren und nun tatsächlich eine Lösung gefunden… Sie verbindet Zähneputzen mit Spielen. Das klappt tatsächlich! Neuerdings fragen meine Kinder den ganzen Tag, wann sie denn endlich wieder Zähneputzen dürfen.

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Die 10 witzigsten Warum-Fragen meiner Kinder

Meine Jungs sind beide mittendrin in der Warum-Phase. Der Große seit 3 Jahren, der Kleine seit einigen Monaten. Und beim Kleinen explodieren die Warum-Fragen gerade. Während der Große schon fast philosophische Fragen stellt, die manchmal nur mit der Hilfe von Google und Co. zu beantworten sind, stellt der Kleine zurzeit so herrliche, teils absurde, komische und irgendwie sehr clevere Fragen, die einen nicht nur zum Nachdenken, sondern immer wieder zum Lachen bringen. Eine Top 10 seiner Warum-Fragen habe ich mal für Euch aufgelistet…

Schlafmangel, Durchschlafen, Kaffee, Cappuccino

Pausen? Nein. Gibt es nicht in der Warum-Phase. Warum auch mit dem Warum-Fragen aufhören?!

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Gestatten? Mein Sohn und sein unsichtbarer Freund

Wir haben seit einiger Zeit einen Mitbewohner. Er heißt Olive. Und ist ein eher stiller, unauffälliger Zeitgenose. Meistens. Denn ab und zu leistet er sich so richtige Dinger. Kippt die Milch um und verteilt sie mit dem Löffel, dass sie auch wirklich den gesamten Tisch inklusive Tageszeitung bedeckt. Bringt Sand aus der Sandkiste mit und verteilt ihn auf dem Esszimmerteppich. Steckt heimlich die Steinesammlung in meine Stiefel. Oder zieht den kleinen Bruder mal eben am Ohr. Olive ist ein unsichtbarer Freund.

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Buchtipp: Petzi-Bücher, meine Lieblingsbücher aus meiner Kindheit

Habt Ihr das auch? Bücher, die Ihr als Kinder schon geliebt habt? Und bei denen Ihr Euch freut, dass Eure Kinder sie genauso lieben? Bücher, die Ihr damals verschlungen habt oder die Ihr so oft vorgelesen bekommen wolltet, dass Ihr sie schon auswendig konntet? Das waren für mich die Petzi-Bücher. Die Geschichtenwolke hat zu einer Blogparade zum Thema „Geliebte Kinderbuchschätze“ aufgerufen, der Papamithut zu einer ganz ähnlichen Parade zum Thema Leseabenteuer für unsere Kinder und in diesem Zusammenhang möchte ich Euch meine Lieblinge aus der Kindheit mal als Buchtipp vorstellen:

kinderbuch lieblingsbuch petzi

Petzi-Bücher haben mich schon in meiner Kindheit begleitet

Es gibt mittlerweile bestimmt 30 Folgen von den Petzi-Büchern. Petzi ist ein kleiner Bär mit einer niedlichen Hose und drolligen Freunden: Pingo, Pelle, der Pelikan, der einen Werkzeugkasten in seinem Schnabel hat – und noch viel mehr! –  und Seebär, der seine Hände nie aus den Taschen nimmt. Letzteres hat mein Großer übrigens grad von Seebär kopiert. Er würde am liebsten sogar ohne Hände aus den Taschen die Rutsche hochklettern – aber da schreite ich dann meistens ein.

Zurück zu Petzi. Er hat mit seinen Freunden ein Boot gebaut, die Mary, und zusammen umsegeln sie die Welt, erleben lustige Abenteuer und treffen ziemlich viele komische … äh… Menschen, Wesen, Tierchen. Mal einen Bärenkönig. Dann wieder ein Land mit lauter Tierchen, die dauernd einschlafen, dann ein Land voller Trolle und Schweinchen, mal geht es zu den Pyramiden oder an den Nordpol, dann wieder mit einem Ballon um die Welt, zur Robinsoninsel (Zitat: „Das ist die Insel von Robinson Crusoe. – Oh, ich hoffe, wir haben ihn nicht gestört. – Nein, der ist schon tot. – Uuhu. Ich bin so traurig. Robinson ist tot. – Aber doch schon 100 Jahre. – Aber ich habe es doch eben erst erfahren.“), wo die Palmen schneller wachsen, als man gucken kann. Auch zu den Dinosauriern geht es, dann unters Wasser im U-Boot oder in eine Zauberhöhle.

Kinderbücher mit Witz und viel Fantasie

Am Ende jeder Reise geht es zurück nach Hause, wo Petzis Mama einen Riesenberg Pfannkuchen gebacken hat. Die werden dann in der Hand zusammengerollt gegessen. So hab ich früher als ich klein war, meine Pfannkuchen auch immer essen wollen. Und durfte es sogar!

DAS ist also Petzi. Ein kleiner Held. Die Bücher haben viel Witz und Fantasie. Sie sind im Comic-Stil, also viele kleine Bilder und darunter wörtliche Rede. Wie ich jetzt ,wo ich die Bücher vorlesen muss, feststelle, ist das nicht wirklich vorlesefreundlich – ich gestehe: Ich drücke mich vorm Vorlesen. Als ich klein war, habe ich sie verschlungen. Und ich gestehe, obwohl ich diese Bücher echt liebe: Ich freue mich auf den Tag, an dem mein Großer lesen kann und diese Bücher so wie ich nachmittageweise wegliest. Denn so schön die Bücher sind: Sie sind lang. Mehr als 30 Seiten. Und haben viele viele Bilder. Schonmal 7 oder 8 auf einer Seite. Und jedes Bild hat ein paar Zeilen wörtliche Rede darunter. Und diese ganze wörtliche Rede liest sich einfach schlecht vor. Ist so. Mein Großer findet sie jedoch auch mit seinen drei Jahren schon große Klasse.

Empfehlen will ich diese Bücher trotzdem. Ich finde sie zauberhaft. Sie haben mich als Kind verzaubert und heute muss ich immer noch drüber lachen. Da ist der Kinderhumor. Und dann immer noch so ein Humor für Erwachsene mit drin, so eine Art zweite Ebene, die ich erst heute verstehe und die mich immer schmunzeln lässt.

Also: Ab an die Petzibücher! Leider findet man sie selten im Buchladen, jedenfalls in unserer Stadt, aber im Internet sind sie zb bei Amazon zu finden und kosten unschlagbare 3,90 Euro!

Erschienen sind sie im Carlsen Verlag, geschrieben wurden sie von Carla und Vilhelm Hansen. Es sind übrigens ursprünglich dänische Bücher. Auch diese Bücher habe ich seit ich ein kleines Kind bin, sie wurden mir nicht vom einem Verlag zugeschickt.

Silvester mit Baby und Kleinkind: Warten auf die Raketen

Na, habt Ihr es bis Mitternacht geschafft? Ich ja! Bis eins bin ich aufgeblieben. Aber das hätte ich ohne meinen Großen wohl kaum geschafft. Denn der wollte Silvester unbedingt mal Raketen sehen. Im letzten Jahr bin ich um 10 ins Bett – da war mein Kleiner grad 6 Wochen alt und wollte alle zwei Stunden an die Milchbar (mein Text über Schlafentzug als Foltermethode stammt aus dieser Zeit). Dieses Jahr wollte ich dann aber mal wieder die zwölf Glockenschläge schaffen. Wie Erwachsene das halt so machen. Eigentlich. Wenn sie nicht gerade kleine Kinder haben. Der Kleine bekommt zwar grad drei Backenzähne auf einmal und hat deshalb wieder den Zwei-Stunden-Rhythmus für sich entdeckt, aber egal. Mal einen drauf machen. Oder so. Eher oder so.

Nun aber erst mal: Frohes Neues Jahr! Ich hoffe, Ihr seid gut reingekommen!

Silvester mit Baby – eine ganz eigene Party

Bei uns gab es seit dem Aufstehen kein anderes Thema: Raketen sehen! Unser Großer wusste gar nicht wirklich, was das eigentlich war, diese ominösen Rakenten, aber er wollte sie unbedingt sehen. Am liebsten auch gleich ganz lange aufbleiben. Den ganzen Tag fragte er, wann es denn endlich losgeht. Aber da stand ja nun erst mal noch das Abendessen bevor. Fondue hatten wir uns überlegt, das machen doch Erwachsene so, wenn sie Silvester feiern. Fleisch und Gemüse in Brühe kochen – das kann man eigentlich auch in Form einer Suppe, aber wir hatten ja nun noch ein paar Dips gezaubert, das findet man in der Suppe eher selten.

Wir stellten es uns recht gemütlich vor. Unsere Fleisch- und Gemüsestücke Stückchen für Stückchen essen, dazwischen Brot in Aioli dippen, uns unterhalten und für mich so was Ausgeflipptes wie Zitronenlimonade, was stillende Mütter halt so trinken, wenn sie mal einen drauf machen.

Fondue mit Kindern: Finden sie langweilig

Tja. Wir haben nur vergessen, dass Kinder das, was wir am Fondue so gemütlich finden, eben das lange Am-Tisch-sitzen nicht so prickelnd finden. Nämlich so überhaupt nicht. Natürlich wackelten und zappelten beide nach kürzester Zeit herum. Unser Großer fand das überhaupt nicht toll, wenn wir ihm das Fleisch aufpieksten (er durfte da nicht ran an die heiße Brühe), er aß seine Nudeln mit Ketchup, denn unsere Dips fand er noch weniger toll. Nach einer Viertelstunde war er satt, der Kleine auch und beide wollten spielen. Aber da das Verlängerungskabel, an dem die Heizplatte für das Fonduetöpfchen war, quer durch den Raum hing, durften sie nicht auf dem Boden spielen. Ich sah vor meinem inneren Auge eh nur die ganze Zeit, den Topf umfallen und die heiße Brühe wie einen reißenden Fluss auf meine beiden Jungs zu laufen…

Um es kurz zu machen: Ich benutzte fast alle Spieße gleichzeitig, schlang das Essen runter und ging mit den beiden Jungs ins Schlafzimmer, sie bettfertig machen, während mein Mann noch die Reste aufaß. Ich glaube, er genoss diese Minuten für sich. Mal in Ruhe essen. Vielleicht las er dabei auch eine Autozeitschrift. Hach, lesen. So ganz in Ruhe. Das wäre meine Vorstellung von einer gr0ßen Silvesterparty gewesen!

Der Große ließ sich überzeugen, doch um halb neun ins Bett zu gehen – wir mussten ihm versprechen, ihn rechtzeitig zu wecken. Er schlief schnell ein. Der Kleine nicht. Als er dann endlich eingeschlafen war und mein Mann und ich übers Fernsehprogramm verzweifelten, meldete er sich wieder und trank und trank und trank und schlief schließlich auf dem Sofa ein. Wir trauten uns nicht, ihn in sein Bett zu legen.

Feuerwerk mit Kindern: Die glitzernden Augen um Mitternacht

Irgendwann, meine Augen fielen schon zu, war es schließlich halb zwölf und wir weckten den Großen. Bis er wach war, war es tatsächlich Mitternacht und wir saßen mit dem Großen am Wohnzimmerfenster. Und sein Gesicht, wie er das Feuerwerk anschaute, das war das ganzen Aufbleiben wert. Seine großen staunenden Augen, der offene Mund, dieser ehrfürchtige, beeindruckte und gleichzeitig ein wenig eingeschüchterte Blick: Das werde ich nie vergessen. Ich begann selbst, das eher profane Feuerwerk mit anderen Augen zu sehen. Die bunten Lichter, wie sie sich auf dem Wasser spiegelten. Es war toll.

Um eins lagen wir dann im Bett. Am nächsten Morgen durften wir bis halb zehn schlafen, der Kleine hielt sich in der Nacht auch wohltuend zurück und nach dem Frühstück malte der Große Feuerwerk.

Tipps für die Silvesterparty mit Kind?

Und Euer Silvester so? Wer von Euch hat eine Party mit Kleinkindern gemacht – wie habt Ihr sowas bewerkstelligt?! Ich würde nächstes Jahr gerne wieder unter Menschen und bin jetzt schon am Überlegen, wie das gehen soll. Habt Ihr Tipps?

Das Baby wird 1 Jahr alt – wie die Zeit rast!

Auf einmal stellen wir die erste Kerze auf den Kuchen. Unser Kleiner ist ein Jahr alt. 1 Jahr! Der erste Geburtstag! Er ist damit kein Baby mehr. Sondern ganz offiziell ein Kleinkind. Ich kann nun also nicht mehr über „das Baby“ und „den Großen“ schreiben. Ab sofort heißt es: der Kleine und der Große.

Der erste Geburtstag: Das ist vor allem für uns Mamas ein besonderer Tag. Das Baby weiß ja gar nicht ,was los ist.

Der erste Geburtstag ist für Mamas etwas Besonderes

Schon die letzten Tage ging es mir ständig im Kopf herum: Vor einem Jahr, da hatte ich noch diesen Riesenbauch…

Und jetzt ist es also schon ein Jahr her, dass mitten in der Nacht die Wehen einsetzten, wir ins Krankenhaus gefahren sind und nach ein paar Stunden dann dieser kleine Mann auf meiner Brust lag und es so war, als ob er schon immer da war. Nach all den Monaten, in denen man sich fragte, wie er wohl aussieht, was er wohl für ein Typ ist… auf einmal war dieser kleine Mann da und gehörte von nun an zu uns dreien.

Und jetzt ist er 77 Zentimeter groß, 1 kg schwer und damit recht unspektakulär genau auf der 50er Perzentile. Ja, so ein Ausdruck, den auch nur Kleinkindeltern kennen!

Er weiß ja gar nicht, was für ein Tag ist. Wieso da jetzt so eine Kerze steht und was er damit eigentlich soll. Auspusten? Nee, anfassen, Mama, natürlich. Das Geschenk packt sein großer Bruder für ihn aus ,der ist schon echt aufgeregt. Er hat auch – sehr süß – zwei alte ausrangierte Spielzeuge von sich ausgesucht und für seinen Bruder eingepackt.

Kinder werden so schnell groß

Ja, jetzt ist es also ein Jahr her, dass dieser kleine Mann auf die Welt kam und mir kommt es vor, als war es gestern. Wie die Zeit rast – das sieht man erst, wenn man Kinder hat. Und erst wenn man Kinder hat, kommt einem dieser abgedroschene Satz gar nicht mehr abgedroschen vor. Denn er ist einfach: wahr.

Nun gehört er also zu unserer Familie und er hält uns ordentlich auf Trab. Aus dem Baby, das viel schlief, nur dann nicht, wenn er sollte (nämlich nachts, siehe auch Schlafentzug als Foltermethode) wurde ein Kleinkind, das das mit dem Schlafen immer noch nicht richtig drauf hat, aber dafür vieles andere gelernt hat. Wahnsinn, wenn wir unser Leben lang in dem Tempo lernen würden ,wie im ersten Lebensjahr. Wir wären alle Genies! Unser Mann kann krabbeln, an der Hand laufen. Und Bitte, danke sagen etwa! Mit drei wird er es sicherlich verlernt haben und ein „Mama, schenk mir Apfelschorle ein!“ rüberrotzen, aber immerhin mit 1 ist er ein höflicher junger Mann. Davon kann man zehren. Und er ist eine Person geworden. Einer, der seine Meinung ausdrücken kann, der mit dem Zeigefinger deutlich zeigt, was er will und was nicht.

Nun haben wir also zwei Persönchen im Haus. Den Großen und den Kleinen und sie halten uns gut auf Trab.

Und der Kleine ist nun 1 Jahr alt. Ich kann immer noch nicht so richtig glauben. Die Zeit ist vorbeigerast und da sitzt er nun in seinem Hochstuhl, vor ihm der Kuchen mit der Kerze und daneben ich ,die Mama, mit den etwas feuchten Augen vor lauter Rührung. Herzlichen Glückwunsch, kleine Maus – wir haben Dich ganz arg lieb!

Dreijährige: So liebenswert und so anstrengend

Manche sagen ja, es ist so eine Art erste Pubertät. Das vierte Lebensjahr. Wenn ich meinen Großen so anschaue (3 Jahre und 3 Monate alt), dann kann ich nur zustimmen. Ich will es mal so ausdrücken: Der Wutzwerg ist bei uns recht häufig zu Besuch!

Es ist so ein tolles Alter: Sie haben ihre Augen überall, freuen sich über Kleinigkeiten wie ein Löwenzahn im Kopfsteinpflaster, an denen wir achtlos vorbeigehen. Sie können sich alleine anziehen (theoretisch zumindest), sie können alleine auf Klo gehen und man muss keine Windelkartons mehr schleppen. Sie können mit Löffel und Gabel essen (auch das theoretisch zumindest) und aus ganz normalen Wasserflaschen trinken, so dass man diese Kinderbecher nicht mehr mit sich rumschleppen muss. Sie lachen viel, haben ihren eigenen Kinderhumor entwickelt, können auch schon mal alleine spielen und einen mitnehmen auf Entdeckungsreise in ihre kleine Welt, die für sie so groß und aufregend ist.

Dreijährige sind anstrengend – und einfach toll!

Und sie sind so süß, diese Dreijährigen! Sie sind richtige kleine Persönlichkeiten geworden, haben einen eigenen Charakter entwickelt. Sie können reden und man kann sich mit ihnen unterhalten.

Und damit fängt aber auch das Dilemma an.

Denn sie wollen eine eigene Persönlichkeit sein. Nur weiß diese eigene Persönlichkeit nicht immer, was sie eigentlich wirklich will. Oder wieso sie etwas nicht will.

Tatsache ist nur: ICH WILL! Oder wahlweise: ICH WILL ABER NICHT!

Dahinter kann man jetzt ganz beliebig setzen: … Schuhe anziehen. Schuhe ausziehen. In den Kindergarten. Aus dem Kindergarten zurück nach Hause. Zum Einkaufen. Aus dem Supermarkt wieder raus.

A propos Supermarkt: Hier gibt es viel, was man will. Mein Großer leitet das immer mit dem schönen, noch ganz harmlos klingenden Satz ein:

Ich wollte doch heute eigentlich noch…

Auch hier kann man diese optionalen Textbausteine setzen:

Schokoladenpudding essen, Eis essen, Gummibärchen kaufen. Das harmloseste ist, wenn er im März unbedingt Weintrauben essen will. Ich kaufe eigentlich keine Weintrauben, die einmal um die Erde geflogen werden, aber auf diesen Wunsch gehe ich gerne noch ein. Es gibt Schlimmeres.

Wutanfälle und Trotzphase: Große Herausforderungen

Wie zum Beispiel diese unglaublichen Wutanfälle, die diese kleinen süßen Kinder von null auf hundert entwickeln können. Gerade noch lustige Kinderscherze gemacht und so niedlich glucksend gelacht und schon verzieht sich das Gesicht, öffnet sich der Mund und Achtung! Die Heulboje legt los. Ein laaaanggezogener Heulton. UUUUUUUU. AAAAAAAA. Dann ein gejammertes „Ich will aber so gerne“. Kurzes Warten. Gucken zu Mama. Reagiert sie? Nein? Okay. Lautstärke steigern. Da geht noch was. UUUUUUUUAAAAAAA: „Ich wollte aber doch heute so gerne Schokopudding essen.“ Und was macht Mama? Sagt einfach „Ich esse auch gerne Schokoladenpudding, aber heute gibt es keinen.“ Frechheit! Also nochmal ein bisschen am Lautstärkeregler drehen. UUUUAAAA: „Ich will aber so gerne.“

Ich sage nur so viel: Er kann verdammt laut sein. Und es kann verdammt nerven. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft am Tag ich diesen Heulbojenton höre. Beim Schuhe anziehen. Beim Schuhe ausziehen. Beim Brot schmieren. Ach, es fängt schon beim Aufstehen an. Und endet, wenn es ins Bett geht (über DIESEN täglichen Spaß mehr in meinem Post hier).

Ja, ich weiß. Erste Abgrenzung von den Eltern. Entdeckung des eigenen Ichs. Des eigenen Willens. Wichtiger Schritt in die Selbständigkeit. Wäre schlimm, wenn diese Phase nicht da wäre.

Aber das ändert nichts daran, dass man manchmal einfach nicht mehr kann. Keine Lust mehr hat auf das ständige Theater. Sie sind so süß und so anstrengend! Wichtige Phase für die Entwicklung schön und gut. Aber muss sie so lang sein?! Kann das nicht an zwei, drei Tagen fertig entwickelt sein?!

Dreijährige testen Grenzen aus – immer. Ständig. Überall.

Ständig dieses Grenzenaustesten. Der Große hüpft auf dem Bett rum. Fröhlich, macht Faxen, wir haben Spaß. Sein kleiner Babybruder liegt in einer Ecke auf dem Bett, guckt zu, gluckst und findet das auch klasse. Doch von einer Minute auf die andere kippt der Spaß: Der Große hüpft mit einem frechen Grinsen zu seinem Bruder und lässt sich auf ihn plumpsen. Mit voller Absicht. AHHHHH!

Muss das denn sein?!

Ich will das nicht, ständig Nein sagen, schimpfen und ermahnen.

Manchmal denke ich abends: Jetzt habe ich wieder so furchtbar viel gemeckert heute. Ich bin doch die Art Mama geworden, die ich nie sein wollte. Wer will schon eine alte Keifschachtel sein?

Ich habe es auch mit Ignorieren probiert. Funktioniert nicht auch nicht.

Es ist nur eine Phase! Aber was für eine!

Es hilft wohl nix: Zähne zusammenbeißen. Durch diese Phase müssen wir Eltern durch. Man merkt sich ja selektiv das, was einem grad in den Plan passt. In meinem Fall ist das eine Studie, die besagte, dass Kinder mit heftigen Trotzanfällen intelligent sind. Das ist nun mein Mantra, wenn der Wutzwerg wieder zu Besuch ist und mein niedlicher Kleiner, der so lieb kuscheln kann und so witzige Dinge sagen kann, zu einem jaulenden, ja, ich nenne es jetzt mal Monsterchen, mutiert: Es ist eine Phase. Er ist ja nur so intelligent. Er bildet grad seine Persönlichkeit. Ganz wichtig. Ein großer Schritt in die Selbständigkeit. Es ist nur eine Phase. Ganz wichtig in der Entwicklung. Nur eine Phase, nur eine…. AHHHHH NUN REICHT ES ABER!

Was mich aufrecht hält, ist dass es allen Eltern von Dreijährigen so zu gehen scheint. Auch der abendliche Kampf ums Zu-Bett-Gehen scheint nicht nur in unserem Haus so ausgefochten zu werden. Tut es gut, zu wissen, dass man nicht alleine ist…

Und wenn er dann wieder seine dünnen Ärmchen um mich schlingt und sagt „Mama, ich hab dich lieb“, dann schmilzt einem das Herz. Sie sind ja so süß! Und weil sie oft schon so groß und vernünftig wirken, vergisst man oft, dass sie ja noch so kleine Kinder sind. Drei Jahre alt!

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Multimedia-Kompetenz der Zweijährigen

Als ich klein war, waren Telefone mit einem Kabel in der Wand befestigt und hatten so eine Ringelschnur dran. Die fand ich ziemlich lustig, weil man sie ganz lang ziehen und dann wieder zurückschnellen lassen konnte. Meinen Sohn interessiert so etwas weniger. Denn die Kinder von heute wachsen im Zeitalter von Handy, Smartphone und Tablet PC auf. Einen Touchscreen hielt ich vor gar nicht mal so wenigen Jahren noch für Science Fiction Gedöns. Mein Sohn denkt, dass auch mein Laptop oder das Display meiner Kamera einen Touchscreen haben und fährt wie verrückt mit dem Finger auf dem Bildschirm auf und ab.

Ich will blättern.“

Funktioniert nur nicht. Da tut sich gar nichts.

Der Computer ist wohl kaputt“, sagt er enttäuscht.

Kinder bedienen Smartphones intuitiv – und richtig

Da ist mein Smartphone schon spannender, da konnte er schon mit einem Jahr die Tastensperre lösen (was seine Oma immer noch nicht, liebe Mama entschuldige, wenn ich das hier so schreibe, aber es stimmt doch, oder?!) . Mittlerweile weiß er genau, wo die Pixi-Buch-Apps versteckt sind, die ich für lange Autofahrten runtergeladen habe. Er findet die nur so toll, dass er sie längst nicht nur im Auto anschauen will, sondern am liebsten ständig. Mein Handy ist seitdem ganz oft „kaputt“ oder ich habe  es „zufällig“ irgendwo vergessen…

Neulich war eine Freundin von mir zu Besuch, sie hatte ein Ipad dabei und wollte mir einige Fotos zeigen. Mein Sohn begriff sofort, dass es dasselbe wie mein Telefon nur in Groß war und fing an, begeistert die Tastensperre zu lösen. Nur blöd, dass es mit einem Pin Code gesichert war, den er dann auch gleich mal knacken wollte. Ein Glück haben wir ihn von dem dritten vergeblichen Versuch abhalten können.

Medienkompetenz: Kinder richtig an digitale Medien heranführen

Man könnte jetzt sagen, die Geräte sind doch genial konstruiert, intuitiv bedienbar und so etwas. Aber das erklärt nicht, wieso sich genug Erwachsene mit ihrer Bedienung schwer tun, während die Kinder zack, wisch, klick, genau wissen, wie sie an die Pixi-Buch-App kommen. Sie wachsen einfach anders auf, beobachten uns und vielleicht werden sie ja schon während der Schwangerschaft geprägt?! Keine Ahnung, aber es ist wirklich erstaunlich. Schon die Kleinsten halten sich längliche Bauklötze ans Ohr und spielen Telefonieren. Das wäre uns doch nie eingefallen, dass so ein Bauklotz ein Telefon sein könnte, mit dem man auch noch im Kreis herumflitzen kann!

Aber manchmal frage ich mich schon, was stellt diese Medienkompetenz mit unseren Kindern an? Wird ihr Gehirn irgendwie anders geprägt als unseres? Ich weiß es nicht, aber vorstellen könnte ich es mir irgendwie schon.