Schritt für Schritt. Nur auf den nächsten Meter schauen. Nicht auf die ganze Straße.

Tagsüber lassen sich die Gedanken beiseite schieben. Im Dreikampf Home Office – Homeschooling – Kindergartenkinder bei Laune halten (plus die inoffizielle Disziplin Haushalt) bleibt kein Platz für Gedanken. Keine Zeit für Sorgen. Das Gehirn hat schlicht nicht die Kapazität, sich auch noch damit zu beschäftigen, wie lange es noch so weitergeht. Und was als nächstes kommt. Und ob es nicht wieder einen Schritt zurück. Vielleicht ist es auch ganz gut so, dass wir tagsüber so beschäftigt sind, dass kein Platz für Sorgen bleibt. Aber nachts, wenn alles schläft, wenn die Geräusche verstummen, kein Kind „Mama“ ruft und die Wäscheberge im Dunkel des Schlafzimmers verschwinden… dann kommen sie die Gedanken. Die Sorgen. Die offenen Fragen. Die Frage, die immer wieder kommt, die sich immer wieder in den Vordergrund drängt, egal wie oft ich sie in die hinterste Gehirnwindung verbanne, diese Frage ist: Wie lange geht es so weiter? Und eben das ist die Frage, die einem keiner beantworten kann. Und eben diese zeitliche Ungewissheit, diese fehlende Perspektive, die ist es, die einen verrückt machen kann. Die zermürbt. Kein Experte weiß eine Antwort, kein Politiker. Weil es eben keine Antwort gibt. Und die Schätzungen der Experten machen nicht gerade Mut: Monatelang kann es so weitergehen. Bis es einen Impfstoff gibt (im Frühjahr 2021?!) wird es nicht die Normalität geben, die wir kennen. Das kann einen wahnsinnig machen. Weil es wahnsinnig ist. Was mir hilft? Immer nur an den nächsten Schritt zu denken. Nicht an die ganze lange Straße, die vor einem liegt. Weiterlesen

Käsekuchen mit Kirschen – Rezept für einen bodenlosen Käsekuchen

Ich probiere gerne verschiedene Backrezepte aus – und in diesen Tagen bin ich besonders gefordert. Da muss ich mit dem klarkommen, was der Vorratsschrank und der Kühlschrank parat halten, denn es sind nicht die Zeiten, wo man wegen einer vergessenen Butter in den Supermarkt eilt. Und so kommen dann immer mal wieder Zutaten an unsere Kuchen, die ich sonst nicht verwenden würde – wie beimPolenta-Apfelkuchen von vergangener Woche. Letzte Woche wollte ich Käsekuchen backen, hatte dann aber nur Quark und keinen Frischkäse im Haus. Und vom Quark noch nicht mal besonders viel. Das Mehl ist grad eh knapp, dafür hatte ich noch Weizengrieß über. Die Kinder wünschten sich Mandarinen, doch es waren nur Kirschen da. Herauskam am Ende ein saftiger Käsekuchen ohne Boden und mit Kirschen. Lecker, saftig und überraschend schnell gebacken! Weiterlesen

„Mama! Kannst du mal!“ – Protokoll des ganz normalen Wahnsinns von #coronaeltern

Der Computer fährt hoch. Währenddessen: Das Schulkind packt seine Schulsachen aus. Es geht wieder los. Home Office mit parallelem Homeschooling und Unterhalten eines Vorschulkindes und Krippenkindes. Vorhang auf!

„Mama, was ist das Gegenteil von einfach?“

„Schwer.“

„Aber das ist ja schon das Gegenteil von leicht. Ich brauche ein anderes Wort.“

Ich als Journalistin sollte hier drauf eine Antwort geben können. Während ich angestrengt nach einer Lösung für die Deutschhausaufgaben suche, kräht es vom Töpfchen „Mama, hab AA gemacht.“ Beim Töpfchenauskippen rufe ich meinem Schulkind das Wort „schwierig“ zu, während der Mittlere eine Frage zu seiner Legoanleitung hat: „Kannst du mal den Nuppsi abmachen?“

Ich hatte ja schon mal geschrieben: Home Office mit drei Kindern und parallelem Homeschooling erfordert acht Arme und neun Gehirne wie ein Krake.

In der Zwischenzeit sind vier Emails aufgepoppt. Ich schaffe es, zwei davon zu lesen, dann der Schrei: „Mama, sie hat das Wasser ausgekippt!“

„Mama, wie schreibt man desorientiert?“

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So könnt Ihr Euch in der Schwangerschaft aufs Stillen vorbereiten: Tipps für werdende Mütter

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Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich im Geburtsvorbereitungskurs, damals, vor neun Jahren, als ich mit meinem Großen schwanger war, mich zum ersten Mal direkt mit dem Thema Stillen auseinandersetzte. Mir war immer klar, dass ich unbedingt stillen wollte – mich hatten die gesundheitlichen Vorteile des Stillens von Anfang an überzeugt. Aber mehr als dieses theoretische Wissen hatte ich nicht. Ehrlich gesagt, hatte ich keine rechte Vorstellung davon, wie das eigentlich so ist mit dem Stillen. Geschweige denn, dass es Probleme beim Stillen geben könnte. Woher auch?! Man hat ja vor dem ersten Kind eher selten Berührung mit dem Thema Stillen. Ich ging ehrlich gesagt davon aus, damals in der ersten Schwangerschaft, dass es ein körperlicher Vorgang ist, der einfach so klappt. Baby andocken und die Sache läuft! Dass es nicht immer so einfach ist, dass jedes Kind anders ist oder dass das Stillen bei jeder Mutter anders abläuft, hätte ich nicht erwartet. Schon gar nicht war ich darauf vorbereitet, dass das Stillen schmerzen könnte! Über meine Stillerfahrungen beim ersten Kind und was mir gegen die schmerzenden Brustwarzen half, habe ich hier schon mal berichtet. Die Schmerzen beim Stillen waren ein Glück beim zweiten und dritten Kind so gut wie nicht mehr vorhanden. Kann man denn etwas machen, um die Brust schon in der Schwangerschaft aufs Stillen vorzubereiten? Weiterlesen

Wieso wir nachsichtiger mit uns selbst sein sollten.

Nachsichtig sein. Wenn es etwas gibt, ohne dass es in diesen Tagen nicht geht, dann ist es nachsichtig zu sein. Nachsichtig mit mir selbst. Weil ich seit Tagen nicht zum Duschen komme (und auch keinen Sinn drin sehe, die Haare schön zu haben). Weil ich den ganzen Tag esse. Oder Essen mache. Oder überlege, was ich als Nächstes essen möchte. Nachsichtig mit mir selbst, weil ich in drei Wochen nur zu einer halben Stunde Yoga kam und auch in diesen 30 Minuten zwei Brote geschmiert und drei verschwundene Legoteile gesucht habe. Nachsichtig mit mir, weil ich nicht mal ein Viertel meiner Arbeit vom Schreibtisch geschafft habe. Weil ich im Haushalt gerade mal das Nötigste schaffe. Weil ich mit meinen Kindern in 3 Wochen kein einziges Mal gebastelt habe. Und auch keinen Regenbogen gemalt habe. Geschweige denn daran gedacht habe. Weiterlesen

Buchtipps für Kleinere: 3 Bilderbücher ab 3 Jahren

Zeit für Büchernachschub! Ich finde: Bücher kann man nie genug haben. In diesen Zeiten, wo wir alle zuhause sitzen, lesen wir viel. Also, ich lese viel vor. Zu meinen eigenen Büchern komme ich eher weniger. Aber das ist eine andere Geschichte. Das Kinderzimmerregal quillt über vor lauter Büchern, aber lieber werden ein paar (eh nicht mehr vollständige Puzzle) aussortiert, als Bücher. Geht es Euch auch so? Meine Kleine entdeckt gerade die ersten Bilderbücher mit richtigen Geschichten und liebt es, wenn man ihr vorliest. Und bei etwas längeren Bilderbüchern kuscheln sich auch die großen Brüder noch mal gerne dazu. Wir haben drei neue Bücher in unserem Bücherregal und die möchte ich Euch gerne vorstellen – damit Ihr Euren Bestand schnell  nachfüllen könnt. Weiterlesen

Spagat hoch 10! Home Office mit Kindern: Was mir dabei hilft

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Man sollte ja meinen, ich habe Erfahrung in Sachen Home Office mit Kindern. Ich mache das schon eine ganze Weile. Seit 13 Jahren arbeite ich als freiberufliche Journalistin und Autorin von zuhause aus. Und seit neun Jahren ist da auch immer mal wieder ein Kind dabei, während ich arbeite. Seit zwei Jahren auch immer mal wieder alle 3. Ich habe bei allen drei Kindern in den Elternzeiten gearbeitet. Ich kann auf Knopfdruck in genau der einen Stunde Mittagsschlaf Texte tippen. Ich kann kranke Kinder unterhalten und nebenher Telefoninterviews führen. Aber das war immer alles temporär. Ich wusste, zwei, drei Tage, dann ist das Kind gesund und ich habe wieder meinen Vormittag am PC. Und es war meistens nur ein Kind zurzeit, das mich brauchte. Nun aber, seit einem Monat ist das alles etwas anders. Es sind alle drei Kinder zuhause. Ich kann sie mal nicht eben mit meinem Mann auf den Spielplatz schicken oder sie mit Freunden spielen lassen. Und eins von ihnen musste zumindest in den ersten Wochen vor den Ferien auch noch Hausaufgaben machen. Jeden Tag. Verbunden mit entsprechenden Fragen und Hilfestellungen. Dazwischen wuselten die kleinen Geschwister, die natürlich immer ausgerechnet in diesen Momenten etwas von mir wollen, das aus unerfindlichen Gründen auch nur ich erledigen kann oder sich so furchtbar streiten, dass man einschreiten muss. (ist es nicht erstaunlich, was für ein Gespür fürs richtige Timing Kinder haben?!) Und schwupps bin ich aus der Arbeit gerissen – und selbst, wenn die Unterbrechung nur 5 Minuten dauert, dauert es ewig, bis ich wieder im Arbeitsfluss bin. Weiterlesen

Rhabarberkuchen vom Blech: Ein schnelles Frühlingsrezept

Der erste Rhabarber! Das fällt in die Kategorie „die ersten Erdbeeren“ oder „der erste Spargel“. Ich freue mich jedes Jahr darauf: dieser feine säuerliche Geschmack! Rhabarber macht jeden Kuchen saftig – da braucht es gar keinen besonders komplizierten Kuchen. Die einfachsten Dinge sind ja oft die besten. Und was diesen Rhabarberkuchen betrifft: Diesen Blechkuchen mögen auch meine Kinder. Eher als die Rhabarbertarte oder den Rhabarberstreuselkuchen, deren Rezepte ich Euch auch schon mal vorgestellt hatte. Der Vorteil an Blechkuchen ist, dass er schnell fertig ist und bei uns auch locker zwei Tage hält. Man kann diesen Kuchen mit Rhabarber auch sehr gut mit zu einem Kuchenbuffet nehmen oder zu einer Gartenparty. Am besten schmeckt er frisch und lauwarm aus dem Ofen und mit frischer Schlagsahne – und das am besten noch auf der Terrasse mit einer Tasse Kaffee! So liebe ich den Frühling. Achso: Habe ich schon erwähnt, dass dieser Rhabarberblechkuchen ganz einfach zu backen ist?! Weiterlesen

Fast hätte ich Ostern vergessen..

Was für ein merkwürdiges Osterfest ist es dieses Jahr! Das ganze Leben ist auf den Kopf gestellt, die Welt nicht mehr die, die wir kennen. Und irgendwie mitten in diesen Ausnahmezustand, diesen Stillstand der Welt und zwar der ganzen Welt, kommt Ostern. Und es ist ein merkwürdiges Ostern dieses Jahr, finde ich. Es hat sich angeschlichen in den letzten Tagen, lautlos und irgendwie hätte ich fast vergessen, dass Ostern ist. Ja, wirklich! Erst hatte ich Ostern auf eine Woche früher datiert. Ehrlich: Bis vor zwei Wochen dachte ich tatsächlich Ostern wäre letztes Wochenende. Naja. Klärte sich dann auf. Und obwohl ich nun das richtige Datum im Kopf habe, ist das merkwürdige Gefühl geblieben. Es ist nicht dasselbe wie in den letzten Jahren. Angefangen damit, dass ich die Osterschokolade für die Kinder beim Lieferdienst des Supermarktes bestellte, statt sie selbst im Laden auszusuchen. Um das anstrengende Eier-Auspusten kam ich dieses Jahr auch herum. Es hatte schlicht niemand Lust drauf. Ich schwöre, ich habe es versucht! Ich habe mehrmals in die Runde gefragt, wer Lust hat, Eier anzumalen. Die Begeisterung ging gen 0. Also sparte ich mir das Auspusten und das damit verbundene schwarz vor Augen Werden. Weiterlesen

Saftiger Apfelkuchen mit Polenta (glutenfrei) oder Grieß

Schon wieder ein Backrezept! Ich backe zurzeit ständig. Es ist Ablenkung und Seelenfutter gleichermaßen. Und da es mit den Mehlvorräten zur Neige geht, muss ich ein wenig improvisieren. Aber es gibt eine Sache, die ich sehr mag: Polenta (Maisgrieß) oder Grieß! Und damit kann man sehr leckere, saftige Kuchen zaubern. Bei diesem Polentakuchen habe ich Äpfel in den Kuchen getan, am besten schmecken da säuerliche Äpfel. Aber alternativ schmecken auch Birnen. Oder Pflaumen. Oder aber auch Pfirsiche oder Mandarinen aus der Dose, die sollte man dann aber gut abtropfen. Das Backen mit Polenta oder Grieß ist gar nicht so aufwändig, wie es zuerst scheint. Klar, da muss der Polentabrei oder Grießbrei vorher gekocht werden, aber das geht schnell, schneller als man denkt. Ihr könnt für diesen Polentakuchen Polenta oder Weizengrieß nehmen. Ich mag Polenta sehr, denn dann bekommt der Kuchen eine schöne gelbe Farbe. Wenn Ihr Polenta nehmt, ist der Kuchen übrigens glutenfrei, denn außer dem Maisbrei kommen nur noch gemahlene Mandeln in den Teig. Weiterlesen