Das Ding mit dem Fruchtzucker: Wie ist das mit dem Obst essen bei Kindern?

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Obst ist gesund. Das wissen wir alle. „An apple a day keeps the doctor away“ können die meisten von uns wohl im Schlaf aufsagen. Obst ist voller Vitamine und Nährstoffe, es ist ballaststoffreich – also gut für Groß und Klein. Aber es kommt tatsächlich darauf an, in welcher Form man Obst zu sich nimmt. „Meine Kinder trinken morgens ein Glas Orangensaft und abends ein Glas Apfelsaft“, sagte eine befreundete Mutter neulich zu mir. Damit hätten sie schon zwei von den empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag intus. Clevere Lösung für Kinder, die alles Gesunde verweigern? So einfach ist es leider nicht. Natürlich ist Obst super! Aber es ist halt noch „superer“, wenn es im Ganzen gegessen wird und nicht entsaftet. Denn im Saft fehlen die gesunden Ballaststoffe, von denen wir in unseren Breitengraden übrigens zu wenige verzehren. Dafür enthält Saft mehr Zucker – und auch, wenn es Fruchtzucker ist, es ist immer noch Zucker! Der ist bekanntlich nicht gut und zwar nicht nur, wegen des Kariesrisikos. Paradox eigentlich, da wollen Eltern ihren Kindern etwas Gutes tun und erziehen sie in den ersten Jahren weitgehend zuckerfrei – und dann kommt der Zucker durch eine Hintertür mit dem Apfelsaft, der übrigens auch gerne zum vermeintlich gesunden Süßem vom Tomatensoße und Co. verwendet wird. Aber wie ist das nun genau mit Fruktose, wie viel Obst ist gut und was ist mit Fruchtbrei, der beim Beikoststart gerne gefüttert wird? Gibt es da Alternativen zu Apfelmus und Co? (kleiner Spoiler: Ja, es gibt Alternativen!) Das mit der Fruktose will ich euch nun mal genauer aufdröseln…

Oft liest man ja auf Lebensmitteln „nur mit Fruktose“: Hey, zuckerfrei, Fruktose kommt doch aus Früchten, alles gut! Nö. In diesem Fall leider nicht. Denn nur weil Fruktose, also Fruchtzucker, in Früchten steckt, ist das noch lange kein Freifahrtschein, einfach alles mit Fruktose statt mit Zucker zu süßen. Denn Fruktose ist auch einfach nur eine Zuckerart. Und beeinflusst unseren Blutzuckerspiegel genau wie weißer Zucker, mit all den negativen Folgen. Und enthält ebenfalls keine nennenswerten Nährstoffe, da ändert auch die Silbe „Frucht“ im Namen nichts! Fruktose ist sogar schädlicher als weißer Zucker, weshalb man auf mit Fruktose gesüßte Lebensmittel vermeiden sollte.

Übermäßiger Fruktoseverzehr kann zu einer Fettleber führen

Wieso das so ist? Da muss man in den Körper schauen: Der kann aus der Fruktose nämlich nicht wie aus der Glukose, dem Traubenzucker, direkt die Energie gewinnen. Fruktose muss erst in den Dünndarm, dann in die Leber, wo sie verarbeitet und als Fett gespeichert wird. Ja, als Fett! Ein übermäßiger Fruktoseverzehr kann also zu einer Fettleber führen! Sehr viel Fruktose ist übrigens im beliebten Apfelsaft enthalten. Deshalb: Apfelschorle lieber selbst mischen und stark verdünnen, dass die Kinder sich gar nicht erst an den süßen Geschmack gewöhnen. Oder noch besser: Nur Wasser trinken und den Apfel lieber im Ganzen servieren.

Aber was macht man nun, wenn die Kinder gerade erst mit der Beikost starten und einfach zu klein sind, um an einem Apfelschnitz zu kauen? Auch so gesunde Qi SDS Axa Obstsorten wie Blaubeeren oder Weintrauben sollte man ja kleineren Kinder wegen der Verschluckungsgefahr nicht zu früh im Ganzen geben.

Kinder nicht zu früh an süßen Geschmack gewöhnen

Da bleibt also nur, das Obst zu pürieren? Jein. Pürierter Obstbrei ist süß, sehr süß. Füttert man den Babys und Kleinkindern zu viel davon, gewöhnen sie sich an diesen süßen Geschmack. Selbst wenn der Apfelbrei ungesüßt ist, ist er doch viel süßer als ein ganzer Apfel – probiert es mal selbst aus! In vielen fertigen Obstbreis ist zudem auch noch Fruchtsaft enthalten, achtet mal auf die Zutatenliste. Die Folge: Der Brei schmeckt noch süßer und das Baby gewöhnt sich noch mehr an diesen süßen Geschmack und will irgendwann gar nichts anderes mehr und empfindet Gemüse als bitter. Abgesehen davon, dass durch diese Fruchtsaftzutat noch mehr Fruktose ohne Ballaststoffe in den Mus kommt. Mit all den bekannten schädlichen Folgen für die Leber. Fruchtsaftzugaben in Obstbrei sind quasi nichts anderes als versteckter Zucker.

Gewöhnen wir also unsere Babys und Kleinkinder in dieser prägenden Beikoststartzeit an süße Obstbreis, dann entwickeln sie eine Abneigung gegenüber Gemüse, was meist viel bitterer schmeckt. Das kann den Geschmack für die gesamte weitere Zeit prägen! Und diese Abneigung wieder abzugewöhnen, das ist viel, viel schwieriger als sie gar nicht erst anzugewöhnen. Kennt ihr selbst von eigenen schlechten Angewohnheiten, stimmt’s?

Augen auf bei der Brei-Auswahl!

Was können wir Eltern also machen, um unsere Kinder früh an Gemüse und möglichst vielfältige Geschmäcker heranzuführen und sie gar nicht erst auf den süßen Geschmack zu bringen? Indem wir ihnen von Anfang an viele verschiedene Gemüsesorten anbieten – und zwar immer wieder. Bis zu 15 Mal kann es dauern, bis Babys und Kinder bestimmte Geschmacksrichtungen akzeptieren. Also Geduld!

Außerdem heißt es: Augen auf bei der Brei-Auswahl! Der erste Blick sollte immer auf die Zutatenliste gehen, Produkte mit Apfelsaftzusatz sind, wie wir nun wissen, eher suboptimal. Kinder brauchen eigentlich keine zusätzliche Süße in ihrem Essen. Richtig clever finde ich es, wenn dem süßen Obstbrei verschiedene Gemüsesorten beigemischt sind, wie bei den Breisorten und Quetschies von Pumpkin Organics, die daraus ihre Unternehmensphilosophie entwickelt haben und möglichst wenig Obst und möglichst viel Gemüse in ihren Beikostprodukten unterbringen. Da gibt es dann den Quetschie mit Kürbis, Karotte, Apfel, Banane und Pfirsich, in dem 61 Prozent Gemüse und 39 Prozent Früchte enthalten sind. Oder Süßkartoffel, Apfel, Spinat, Mais und Erbsen mit 69 Prozent Gemüse und 31 Prozent Früchten.

Ich gebe es zu: Ich hatte erst meinen Zweifel, ob meine Kinder diese Mischung annehmen. Aber tatsächlich: Alle drei fanden die Quetschies ziemlich lecker und putzten sie so weg! Und ich habe meine Zweifel auch schnell überwunden, als ich selbst die Mischung Karotte, Birne, Spinat, Trockenpflaume und Erbsen probierte: superlecker! Übrigens gibt es von Pumpkin Organics nicht nur Quetschies, die ich unterwegs praktisch finde, aber ansonsten der Umwelt zuliebe lieber vermeide, sondern auch Getreidebrei, Riegel, Linsenpuffs zum Knabbern oder Suppen aus dem Glas (unser Favorit: Kürbis, Süßkartoffel, Kokosmilch mit Ingwer, ja, so sanft gewürzt, dass es auch ganz Kleine mögen – und wir Großen).

Klar, Selbstkochen beim Beikoststart ist immer gut, aber ich weiß aus eigener Erfahrung mit drei Kindern, dass das praktisch und zeitlich immer eine Herausforderung ist und gerade unterwegs oder im Urlaub eine noch größere Herausforderung. Fürs Selbstkochen findet ihr übrigens bei Pumpkin Organics auch noch eine ganze Reihe von Rezeptideen, in denen, na klar, eine Extraportion Gemüse enthalten ist.

Apfelsaft am besten nur als verdünnte Schorle und bei besonderen Anlässen

Den Apfelsaft habe ich hier jedenfalls aus dem Haus verbannt. Er kommt nur noch zu Kindergeburtstagen und zu Weihnachten auf den Tisch – dann in Form von stark verdünnter Apfelschorle. Wenn man nur Wasser im Haus hat, fragt übrigens auch schon ganz bald keiner mehr nach Saft, selbst meine beiden Großen greifen nun ganz selbstverständlich zum Wasser. Klar kann man im Restaurant den Kindern ein Glas Apfelschorle bestellen – aber ich mache mir nun immer dabei noch mal deutlich, dass es, was den Zuckergehalt betrifft, keinen Deut besser ist, als wenn sie ein Glas Limonade trinken.

Aber ist das „Kind in den Brunnen“ gefallen, wenn die Kinder älter sind und der Geschmack sich schon ausgeprägt hat? Die Frage beantwortet Nina auf ihrem Blog Frau Mutter. Sie sagt nämlich, dass ihre Kinder „gute Esser“ sind! Und da frage ich mich: Wie hast du das hinbekommen, liebe Nina? Und Patricia von Mom’s Blog erklärt euch, wieso die ersten 1000 Lebenstage so entscheidend für das spätere Essverhalten sind.

Kennt Ihr mein Kochbuch? „Das Familienkochbuch für nicht perfekte Mütter“ – dort findet Ihr viele weitere Rezepte – unkompliziert nachzukochen und zu backen!

Kennt Ihr auch  meine anderen Bücher?

 „Afterwork Familie: Wie du mit wenig Zeit dich und deine Familie glücklich machst.“
  Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein: Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter 

Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder.“

Und mein Kinderbuch: Der Blaubeerwichtel

3 Kommentare zu “Das Ding mit dem Fruchtzucker: Wie ist das mit dem Obst essen bei Kindern?

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