Wie soll ich das bloß schaffen? Indem du dich erinnerst, was du schon alles geschafft hast!

Zu sagen, dass es grad einfach ist, wäre gelogen. Zu sagen, dass es bombig läuft, erst recht. Zu sagen, wir bekommen das schon hin, wäre wahrscheinlich zu optimistisch gedacht. Zu sagen, es kommen schon noch bessere Tage, wirkt an manchen diesen Tagen wie blanker Hohn – denn ganz ehrlich: Das Licht am Ende des Tunnels ist weit weg. Sehr weit weg. Und die Tatsache, dass einem niemand sagen kann, wie weit dieses Licht eigentlich weg ist, macht es auch nicht besser. Kurz: Die Dinge standen schon mal besser für uns Eltern! „Wie soll ich es bloß schaffen?“ Ja, es gibt Tage, an denen ist das der letzte Satz, der vor dem Einschlafen durch den Kopf geht – und der erste Satz, der morgens vorm Aufstehen aufpoppt. Zermürbend. Ohne Zweifel. Was hilft? Mich zu erinnern, was ich alles schon geschafft habe.

Erinnert ihr euch an die Übelkeit in der Schwangerschaft? „Wie soll ich das bloß schaffen?“ – Ihr habt es geschafft.

Erinnert ihr euch an die Geburt eurer Kinder? „Wie soll ich das nur schaffen?“ kreiste dabei permanent in meinem Kopf – und ich habe es geschafft.

Erinnert ihr euch noch an die ersten Tage und Nächte mit eurem Baby? An die Nächte, in denen ihr kein Auge zutun konntet? Die Nächten, in denen das Baby schrie und sich nicht beruhigen ließ? „Wie soll ich das nur schaffen?“ – Ihr habt es geschafft.

Erinnert ihr euch an all die schlaflosen Nächte, in denen ihr dachtet „wie soll ich den nächsten Tag bloß überstehen? Wie soll ich das schaffen?“ – Ihr habt es geschafft. Und es ist egal wie. Was zählt: Ihr habt den nächsten Tag überstanden. Und auch den übernächsten.

Erinnert ihr euch an die Wutanfälle eurer Kinder? Den Supermarktbesuch, als sich euer Kind auf dem Boden wälzte, euch der Schweiß ausbrach und die Blicke der anderen Supermarktkunden sich anfühlten wie kleine Dolche? „Wie soll ich das bloß schaffen?“ – Ihr habt es geschafft. Ihr seid aus diesem verdammten Supermarkt rausgekommen.

Erinnert ihr euch an die Abende, an denen ihr nichts weiter wolltet, als faul auf dem Sofa herumzuhängen – und eure Kinder alles wollten nur nicht einschlafen. „Wie soll ich das bloß schaffen?“ – Ihr habt es geschafft. Und sei es auch, dass ihr selbst mit eingeschlafen seid. Auch das war ok. Denn dann habt ihr auf euren Körper gehört.

Erinnert ihr euch an den ersten Lockdown? „Wie soll ich das nur schaffen, hört es jemals auf?“ – Ihr habt es geschafft. Es hörte auf. Wir konnten durchatmen im Sommer. Mit Kollateralschäden, aber das ist normal. Aber wir haben es geschafft!

Und deshalb werden wir es auch diesmal schaffen!

Irgendwie schafft man es immer. Naja. Meistens. Und selbst, wenn man es nicht schafft – es ist ok. Es ist ok, Dinge nicht zu schaffen. Es ist ok, wenn man auch einfach mal aufgibt. Resigniert. Gerade in diesen verrückten, herausfordernden Zeiten, die von uns Eltern alles abverlangen. Es hilft, mir zu sagen: „Es ist ok, wenn das jetzt nicht klappt.“ Es ist ok, wenn die Kinder auch mal nicht ihren Homeschooling-Wochenplan schaffen. Es ist ok, wenn wir den Tag nur überstehen, weil unsere Kinder viel zu viel vor den digitalen Medien abhängen. Es ist ok, wenn wir tagelang nur Nudeln mit Tomatensoße kochen, weil erstens nichts anderes gegessen wird und zweitens die Kraft nicht für aufwändigere Gerichte reicht. Es ist ok, wenn wir den Wäscheberg Wäscheberg sein lassen. Ganz ehrlich: Wer braucht in diesen Tagen schon saubere Kleidung?!

Es ist ok, nicht alles zu schaffen. Die Erkenntnis hilft! Denn es nimmt den Druck, die Dinge unbedingt schaffen zu müssen.

Aber: Die meisten Sachen schaffen wir ja. Wir haben so viel geschafft. Dinge, von denen wir dachten, sie sind unmöglich. „Das schaffe ich nie!“ Und dann blickst du zurück und stellst fest: „Hey, ich habe es geschafft.“ Egal, ob es perfekt war. Egal, ob dabei einige neue Wunden hinzugekommen sind. Es ist geschafft. Und das ist schon mal eine ganze Menge. Denn – und das ist das wirklich Gute: Wir können mehr als wir denken.

Deshalb: Schaut zurück auf das, was ihr geschafft habt! Wir werden es auch diesmal schaffen. Irgendwie.

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