Wieso wir nachsichtiger mit uns selbst sein sollten.

Nachsichtig sein. Wenn es etwas gibt, ohne dass es in diesen Tagen nicht geht, dann ist es nachsichtig zu sein. Nachsichtig mit mir selbst. Weil ich seit Tagen nicht zum Duschen komme (und auch keinen Sinn drin sehe, die Haare schön zu haben). Weil ich den ganzen Tag esse. Oder Essen mache. Oder überlege, was ich als Nächstes essen möchte. Nachsichtig mit mir selbst, weil ich in drei Wochen nur zu einer halben Stunde Yoga kam und auch in diesen 30 Minuten zwei Brote geschmiert und drei verschwundene Legoteile gesucht habe. Nachsichtig mit mir, weil ich nicht mal ein Viertel meiner Arbeit vom Schreibtisch geschafft habe. Weil ich im Haushalt gerade mal das Nötigste schaffe. Weil ich mit meinen Kindern in 3 Wochen kein einziges Mal gebastelt habe. Und auch keinen Regenbogen gemalt habe. Geschweige denn daran gedacht habe.

Es sind diese Tage, in denen ich auch nachsichtig mit meinen Kindern sein muss. Weil sie sich zum 10. Mal in einer Stunde streiten. Weil sie keine Lust auf Hausaufgaben haben. Weil sie weder basteln noch Regenbogen malen wollen. Weil sie schon wieder „was gucken“ wollen. Oder „was auf dem IPad spielen wollen“. (Und ich muss nachsichtig mit mir sein, weil ich es entgegen aller guten Vorsätze mal wieder erlaube). Ich bin nachsichtig mit ihnen, weil sie den ganzen Tag essen, oder fragen, wann es wieder essen gibt. Und ob es noch Schokolade gibt. Oder Gummibärchen. Oder Kekse.

Es sind diese Tage, an denen es ohne Nachsichtigkeit nicht geht. An denen wir mit uns, unseren Kindern und der Welt nachsichtig sein müssen. In diesen Tagen, in diesem Ausnahmezustand, dürfen Ausnahmen drin sein. Müssen Ausnahmen drin sein. Dürfen Ausnahmen zur Regel werden.

Weil diese Situation so noch nie da war. Weil sich die Welt innerhalb kürzester Zeit verändert hat. Nicht mehr wiederzuerkennen ist. Und weil uns grad niemand verlässlich sagen kann, wann dieser Spuk ein Ende hat. Ist es nicht völlig verrückt, was gerade passiert?! Und dafür dass es so eine völlige Ausnahmesituation für uns alle ist, machen wir es doch ganz gut! ♥️

Deshalb sollten wir einfach nachsichtig sein. Mit uns, mit den anderen, mit dieser Welt, die gerade stillsteht und sich irgendwie doch schneller dreht, verändert als je zuvor! Und ich stelle grad fest: Ich bin gut im Nachsichtigsein. Ich hätte es schon viel früher sein sollen. Nachsichtig mit mir, meinen Fehlern, meiner Inkonsequenz. Nachsichtig mit meinen Kindern. Nachsichtig mit dieser ganzen Situation. Es hilft, das Ganze gelassener und ohne Blessuren zu überstehen. Und ich wünsche mir, dass ich diese Gelassenheit, diese Nachsichtigkeit auch für die Zeit nach Corona weiter im Alltag bewahren kann. Denn sie macht das Leben leichter. Wirklich.

Kennt Ihr mein Kochbuch? „Das Familienkochbuch für nicht perfekte Mütter“ – dort findet Ihr viele weitere Rezepte – unkompliziert nachzukochen und zu backen!

Kennt Ihr auch  meine anderen Bücher?

 „Afterwork Familie: Wie du mit wenig Zeit dich und deine Familie glücklich machst.“

Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder.“

Und mein Kinderbuch: Der Blaubeerwichtel

Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest– ich freue mich auf Euch!

Ein Kommentar zu “Wieso wir nachsichtiger mit uns selbst sein sollten.

  1. Liebe Natalie,
    finde ich gut! Wir wollen uns immer viel zu viel verbessern und steigern. Perfektionismus ist anstrengend. Gerade in diesen Zeiten sollten wir einfach netter zu uns selbst sein. Wir sind alle Menschen. Wir müssen mit einer neuen, fremden Situation umgehen lernen. Das ist mitunter anstrengend genug.

    Viele Grüße
    Renate

Schreibe eine Antwort zu Renate Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.