Das beste Spielzeug? Natürlich das von den großen Geschwistern!

Es ist ja nicht so, dass wir kein altersgerechtes Spielzeug haben. Natürlich hat meine kleine Maus ein paar Bauklötze, Kuscheltiere, Steckspiele, Stapelspiele, Duplosteine – was man für so eine knapp Anderthalbjährige halt so hat. Bilderbücher aus stabiler Pappe und so. Aber so ein Bilderbuch nimmt sie, schleudert es weg und wendet sich dann doch lieber interessiert dem Fantasyroman des Großen zu. Blättert drin herum und gibt Laute von sich, als ob sie liest. Die Duplosteine stapelt sie kurz, fegt sie dann zur Seite, um sich über die Legoschubladen ihrer Brüder her zu machen. Die richtigen Legos, versteht sich. Die kleinen. Gerne auch die Lego Technik Zahnräder. Und wenn ich dann denke, ich muss ja meiner Maus etwas Gutes tun und bastel dann voll motiviert Montessori-Spielzeug, wird es eher nicht beachtet. Also eher gar nicht. Denn die Konkurrenz ist einfach zu groß. Und altersgerechtes Spielzeug ist ja was für … Babys. Wieso soll man sich damit abgeben, wenn es doch Legofahrzeuge zu zerstören gibt, ferngesteuerte Autos und Walkie Talkies, mit denen man so tun kann, als ob man telefoniert?

Wer große Geschwister hat, braucht kein Babyspielzeug. Das war überhaupt nur beim ersten Kind im Einsatz. Knistertücher, hupende Kinderrasseln oder was es so gab – fand meine Kleine selbst im Babyalter nur bedingt lustig und interessant. Das große Müllauto der Jungs, das, was so furchtbar hupt und tutet, ist da schon spannender. Aber auch nur solange, wie die Großen damit spielten. Die sind nämlich mittlerweile zu alt dafür (meistens jedenfalls, glauben sie, jedenfalls…) und somit hat sich das Müllauto auch für die kleine Schwester erledigt.

Was bei mir wiederum leichte Wehmutgefühle aufkommen lässt. Sie werden so schnell groß und so.

Was bei den großen Brüdern mittlere bis hohe Gereiztheit aufkommen lässt. Denn natürlich will die kleine Schwester immer genau dann ihre Spielsachen haben, wenn sie damit spielen. Ich habe aufgehört mitzuzählen, wie oft die Kinderzimmertür zugeknallt wird, damit die kleine Schwester nicht alles zerstört. Und dann steht die kleine Maus vor der Tür und heult herzzereißend. Ich habe aufgehört mitzuzählen, wie oft ein „Mama, nimm sie weg!“ durchs Haus hallt. Und eine schreiende, tobende kleine Schwester, die von den großen Brüdern einfach hochgehoben und weggetragen wird. Ich weiß nicht, wie oft ich schon gebrüllt habe „dann lasst sie doch mitspielen“ (plus ein gedachtes „verdammt noch mal“). Ja, ich weiß, sie sollen ihre Freiheiten haben, ihre Spiele und ihr Kinderzimmer ohne die kleine Schwester, jedes Kind seine eigenen Spielräume und so weiter und so fort. ABER: Es war gerade so schön ruhig, als sie alle zusammenspielten. Und ich konnte einmal durchatmen. Bis die kleine Maus sich auf das Legohaus setzte und das Gejaule losging.

Aber das Ganze hat auch Vorteile: Ich kann die ganzen Kleinkindsachen ausmisten und auf dem Flohmarkt verkaufen. Werden ja eh nicht gebraucht. Schafft Platz im Kinderzimmer und auf dem Dachboden. Und richtig großartig ist es vormittags, wenn die Brüder in der Schule und im Kindergarten sind: Dann öffne ich die Tür vom Jungszimmer und die kleine Maus geht mit großen Augen hinein und spielt seelig mit all dem, was sie sonst nicht haben darf. Achja. So fünf bis zehn Minuten herrscht dann Ruhe. Bis sie den Legoroboter zerstören möchte. Aber he, in 5 bis 10 Minuten kann man ja schon fast eine Zeitschrift lesen! Oder einen Kaffee trinken, noch halbwegs warm! Man wird ja bescheiden mit der Zeit und freut sich über die kleinen Freiheiten :-)

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2 Kommentare zu “Das beste Spielzeug? Natürlich das von den großen Geschwistern!

  1. Mein Kleiner hat das Spielzeug vom Großen geerbt. Allerdings reicht dem Kleinen meist eine Decke, ein Eimer oder ein Karton und er hat den tollsten Spaß.

  2. Oh echt süß <3 Meine beiden Kinder spielen immer mit den gleichen Spielsachen. Die Große (6) ist natürlich einen Ticken weiter als die Kleine (4,5), aber sie holt immer schnell auf.

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