So ist das Elternleben – ohne Filter und Pastell

*Werbung und Gewinnspiel*

Noch eine Weintraube abzupfen, waschen und mittig platzieren. Fertig ist das Obstmandala! Jetzt bloß nicht anstoßen, damit die Blaubeeren nicht durcheinanderkugeln und fotografieren, bevor meine Kinder das hübsche Arrangement wieder zerstören. Adrett gekleidet sitzen sie brav am Tisch und warten darauf, die tägliche Riesenportion Obst zu essen. Kein Fleck ziert ihre Pullis, in der Mitte des weißen Tisches steht ein Magnolienzweig in seiner langen schmalen Vase, an der hinteren Wand coole Schwarzweiß-Drucke, die Arbeitsplatte der Küche frei geräumt, die Gewürzdöschen stehen der Größe nach sortiert. Ich mache mein Instagramfoto, gleich noch ein gepflegtes Selfie hinterher – die Frisur sitzt, das weiße Shirt ist blitzesauber und die Fingernägel frisch manikürt. Ist das Elternleben nicht toll? Ja, das ist es. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als das Leben mit meinen Kindern, so wie es ist. Allerdings: Mein Leben als Mutter hat nichts, aber auch rein gar nicht mit dem zu tun, was ich gerade beschrieben habe. Das echte Elternleben ohne Filter? Sieht grad so aus:

Ich werfe das letzte Stück Apfel auf den Haufen Obst, der irgendwie schief und krumm auf dem Teller liegt, während meine Kinder schon die Hälfte weggeknabbert haben und mir die Ohren abkauen, dass sie eigentlich lieber Schokolade wollen. Der eine hat einen Tomatensoßenfleck auf dem Pulli, der andere gießt sich grad seinen Kakao über seine Hose, das Baby wirft seinen Löffel auf den Esszimmertisch, auf dem noch die Frühstücksbrettchen stehen, zwischen den Buntstiften und den Apfelschalen, die ich fürs Baby abgeschnitten habe. Blumenvasen? Tischdecken? Hier am Esstisch fliegen auch mal Ketchupflaschen tief, da gibt es schon lange keinen Tischdeko mehr, aber Haferbrei schmückt auch. Weiße T-Shirts? Besitze ich nicht. Das, was mal weiß war, ist grau verwaschen, wer 2 Meter hohe Wäscheberge bezwingen will, kann nicht nach Weiß- und Buntwäsche sortieren, Arbeitsoptimierung,  Ihr versteht, was ich meine. Die schwarze Jeans ist  fleckig, der Pulli war mal grün und beim Friseur war ich seit 8 Jahren nicht mehr, Nagelschere, klappt super. Maniküre?! Hört Ihr mich lachen?!

Nein, mein Elternleben hat herzlich wenig mit dem zu tun, was ich Tag für Tag in meinem Instagram-Feed sehe. Zeit für Obstmandalas? Woher nehmen und nicht stehlen? Aufgeräumte Küchen? Wir sind doch kein Küchenstudio. Hier leben echte Menschen. Was zur Folge hat, dass die Geschirrtürme auch mal bis zum Abend stehen bleiben. Und ja, auch mal bis zum nächsten Tag, wenn wir zu müde sind, den eigentlich rund um die Uhr laufenden Geschirrspüler auszuräumen. Ähnliches gilt für die Wäscheberge, die ich kaum noch bezwingen kann. Im Schlafzimmer ist das Bett zwischen all den nicht eingeräumten Kinderklamotten kaum noch zu finden. Ein Wunder, dass ich es jeden Abend noch hineinschaffe. Völlig übermüdet abends um 9.

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Der vorwurfsvolle Wäschekorb ist niemals leer.

Hier leben echte Menschen. Eine echte Familie. Auch in unserem Kinderzimmer übrigens. Da stapeln sich die Bücher kreuz und quer im Regal, Legos liegen ausgeschüttet auf dem Boden, an den Wänden hängen Medizini-Poster, in der Ecke steht ein Plastikmüllauto, das auf Knopfdruck tutet. Pastellfarben? Meine Jungs würden mir einen Vogel zeigen. Holzspielzeug? Fühlen sie sich/ sind sie zu alt für. Ordnung? Hier wird gespielt!

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Ich habe ja die Theorie, dass viele der Kinderzimmer, die auf diversen Social-Medie-Profilen gezeigt werden, Museen sind. Das Fotografierzimmer. Nebenan ist dann das richtige Kinderzimmer, in dem auch mal gespielt werden darf. Letztens stolperte ich über eines dieser schnieken Pastellzimmer in meinem Feed und da lagen doch tatsächlich vier Bauklötze schief auf dem Boden, darunter stand „Kreatives Chaos – Zwinkersmiley – aber im Kinderzimmer darf schließlich auch gespielt werden.“ Diese Ironie fand ich großartig und schrieb als Kommentar „so sieht es bei uns noch nicht mal aus, wenn aufgeräumt ist – lachender Smiley“. Ich bekam viele Likes für den Kommentar, bis er gelöscht wurde.

Wir brauchen mehr echtes #Elternleben

Das echte Elternleben ist oft dreckig, es ist voller Ketchupflecken und Legosteinen, die sich schmerzhaft in die Sohle bohren. Das Elternleben ist kunterbunt, denn Pastell lässt sich schwer sauberhalten. Das Elternleben macht müde, manchmal graue Haare und Augenringe, aber es macht glücklich, so wie es ist! Manchmal ist man völlig fertig, manchmal geht einem das ganze Chaos auf die Nerven und viel zu oft meckert man zu lange, zu laut und aus viel zu nichtigen Gründen. Aber: Es ist das beste Leben, was ich mir vorstellen kann – eben, weil es so unperfekt perfekt ist, wie es ist. Es ist wirklich, es fühlt sich echt an, wirklich an, mit jeder Faser des Körpers.

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Kochen mit Küchenhilfe.

Und deshalb möchte ich Euch auf das Projekt #Elternleben von WaterWipes hinweisen, eine Kampagne, die ich vom ganzen Herzen unterstütze. Fast die Hälfte der Mütter hat das Gefühl, den eigenen Erwartungen nicht gerecht zu werden. 7  von 10 Eltern wünschen sich  mehr Realität und Ehrlichkeit, wenn es um Elternschaft geht. Und ich finde das verdammt wichtig – denn wer immer einem falschen Bild hinterläuft und falsche Ideale erfüllen will (die man gar nicht erfüllen kann), geht irgendwann kaputt, scheitert an den eigenen Ansprüchen, am eigenen Druck. Was mich dazu bewogen hatte, mein Buch „Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein“ zu schreiben.

#Elternleben ist ein Projekt, mit dem die Feuchttuchmarke WaterWipes das ehrliche, ungeschminkte Elternleben zeigen möchte, um Eltern in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, den Druck von ihnen zu nehmen, perfekt sein zu müssen. Eltern müssen nicht perfekt sein, gut genug reicht. Und was das ist, bestimmen wir selbst. Unter dem Hashtag #elternleben könnt Ihr Eure echten Elternmomente teilen und anderen zeigen, wie das Elternsein ist. Und beim Anschauen der anderen Bilder sehen: Ihr seid nicht allein. Niemand ist allein. Je mehr von uns unsere unperfekten Momente teilen, ohne Filter, umso mehr fällt der Druck von uns ab. Das Elternleben besteht nun mal nicht nur aus Pastell.

Das Projekt #elternleben beruht auf einer weltweiten Studie, zu der mehr als 13 000 Eltern aus aller Welt befragt wurden. Dazu gibt es eine Dokumentation, 12 Kurzfilme und eine Fotoserie, die WaterWipes zusammen mit der britischen  Regisseurin Lucy Cohen ins Leben gerufen hat. Gezeigt wird das echte, reale Elternleben, damit sollen Eltern ermuntert werden, ehrlich über die Höhen und Tiefen des Elternlebens zu sprechen. Die sehenswerte Dokumentation findet Ihr übrigens bei Youtube.

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Yoga? Geht hier nur mit Baby. Und das ist dabei besser als ich.

Verlosung: Feuchttücher-Vorrat und Wickelunterlage gewinnen

Und damit Ihr kleine Windelunglücke und klebrige Münder und Hände ganz einfach sauber machen könnt, verlose ich ein großes Paket mit sechs Packungen WaterWipes-Feuchttüchern (zu je 60 Tuch), einer Wickelunterlage und flauschigem Kuschelteddy an Euch! Das ist mal ein praktischer Gewinn, finde ich! Ich mag diese Feuchttücher sehr, denn sie bestehen tatsächlich nur aus 2 Inhaltsstoffen: 99,9 Prozent Wasser und 1 Tropfen Fruchtextrakt (Grapefruitkernextrakt). So sanft, dass sie sogar für Neugeborene geeignet sind. Was ich an ihnen so mag, hatte ich mal in einem Blogpost hier für Euch aufgeschrieben.

Wie Ihr in den Lostopf kommt? Ganz einfach: Hinterlasst mir bitte bis Sonntag, 21. April 2019, 22 Uhr einen Kommentar unter diesem Text, verratet mir darin, einen typischen Moment aus Eurem Elternleben  und seid schwupps bei der Verlosung dabei!

Der Gewinner wird ausgelost und per Mail benachrichtigt. Keine Barauszahlung, kein Umtausch. Keine Weitergabe von Adressen an Dritte. Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit sozialen Medien wie Facebook oder Instagram. Es gelten meine Datenschutzbestimmungen.

Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr  familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir per Email,  auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest – ich freue mich auf Euch!

Kennt Ihr schon meine Bücher?

  Die Kunst, keine perfekte Mutter zu sein: Das Selbsthilfebuch für gerade noch nicht ausgebrannte Mütter 

Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder.“

„Afterwork Familie: Wie du mit wenig Zeit dich und deine Familie glücklich machst.“

56 Kommentare zu “So ist das Elternleben – ohne Filter und Pastell

  1. Was für ein toller Beitrag und so Wahres dran.
    Man findet sich wieder. Überall wird einem die perfekte Welt vorgezeigt und hinter den Türen haben wir doch alle mit den normalen Dingen des Elternseins zu tun.

    Wie mich doch die Wäscheberge verfolgen. Ich komme kaum hinterher, geschweige denn dass es gewaschene Wäsche in den Schrank schafft. Jeden Tag zupft man sich mühevoll die Sachen aus dem Wäschekorb heraus, die man benötigt. Und jeden Tag kommt gefühlt mehr dazu. Ich sortiere beim Abnehmen der Wäsche nach Erwachsenensachen und KinderKlamotten um wenigstens so „Ordnung“ zu halten. Und was macht man, wenn die Körbe voll sind?! Also ich freute mich wie Bolle als ich stolz mit 2 neu gekauften Wäschekörben heim kam. Einfach ein Traum! ;)))

  2. Ja, prima, da kann ich nur zustimmen ☺️
    Mein momentaner Elternleben-Moment: In der Küche stapelt sich Geschirr, Wäschewannen im Wohnzimmer, das 2 Wochen alte Baby schläft grad mal in der Federwiege und der Zweijährige guckt „Maus“ auf dem Pad, damit Mama einen Kaffee trinken kann 🙈 aber hey, immerhin sind wir alle angezogen und haben sogar Zähne geputzt.

  3. Einfach nur – DANKE!
    Man weiß es ja, keiner ist allein. Trotzdem tut es so gut, es zu hören….

    Mein Elternleben-Moment dieser Woche: Wir hatten gerade Eier gefärbt. Meine fast Dreijährige mit vollem Eifer, die 16-Monatige mit ebenso vollem Eifer und viel künstlerischem Einsatz, was heißt Fingerfarbe überall. Es hat Spaß gemacht, aber wieder einmal – wer kennt es nicht – mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant. Ein schnelles Mittagessen (Nudeln von gestern mit Tomatensoße) kredenzte ich beiden Ladies in Unterhosen bzw. Windel um tomatenverschmierte Kleidung zu vermeiden. Beide waren schon quengelig und müde, am Ende aber mit tomatenverschmierten Bäuchen sehr zufrieden. Ich steckte sie noch in der Küche ins Waschbecken (da war eh schon alles tomatig, warum das Bad auch noch versauen?), zuerst die Kleine, weil großflächiger tomatisiert, stellte die dann ohne Windel neben mich. Weil sie müde war natürlich heulend. Die Große musste auch noch ins Wasser, nur kurz hatten wir ausgemacht, da die Kleine ja ohne Windel rumlief. Als ich das Wasser abließ begann auch die Große zu schreien. Nun im Chor mit der kleinen Schwester, die immer noch auf meinen Arm wollte. Ich erklärte, tröstete, schimpfte, total genervt weil ich auch noch den Geschirrberg zu beseitigen hatte und eigentlich meine halbe Stunde Mittagspause schon dringend notwendig hatte, als plötzlich die Kleine verstummte und mitten in dem Chaos neben mir eine riesige Lache hinbieselte. Kurz gesagt, die Große aus dem Waschbecken, die Kleine wieder hinein, schnell das Notwendigste aufgetrocknet und dann beide ins Bett verfrachtet.
    Und aufgeräumt und geputzt hab ich erst nach einer (großen) Portion Schokolade, ***** auf die Fastenzeit.
    Und jetzt les ich das durch und muss grinsen. Es wird nie langweilig mit den beiden und lieber erleb ich hundert, tausend solcher Tage, als mich im Job zu langweilen.
    Also danke, schön, dass es anderen auch ab und zu so geht. Genießt es, das sind später die Geschichten, die man mit anderen Mitwissern teilen und dann herzhaft miteinander drüber lachen, oder Noch-Nicht-Eltern schocken kann:-).
    Liebe Grüße
    Verena

  4. Danke für den ehrlichen Artikel. Hier wird gelebt und wer das nicht mag, der darf gerne wegbleiben.
    Ich finde z.B. auch ganz furchtbar, wenn Kinder ständig ermahnt werden, weil man erst ins neue Haus gezogen ist und nirgends ein Kratzerchen dran kommen darf. Natürlich soll niemand absichtlich kaputt machen, aber vieles passiert einfach so im Eifer des Gefechts. Meine Kinder werden sich hoffentlich später an viele lustige Momente mit uns erinnern und nicht daran, wie der Boden geglänzt hat und wie schön immer aufgeräumt war.

    Typisch für uns: das Baby verteilt hingebungsvoll die Brotkrümel auf dem Boden, wo der Kater schon drauf wartet sie zu fressen. Der Große sortiert währenddessen aus, was er nicht mag und wirft es je nach Laune ebenfalls dem Kater zu. Papa kratzt sich derweil die Butter von der Jeans um nach dem Essen schnell zur Arbeit zu können. Mama bereitet in der Zwischenzeit Sonderwünsche zu, weil das große Kind gerade eine bislang unerkannte Erbsenallergie diagnostiziert hat, bei der jeglicher Kontakt mit Erbsen sofort tödlich enden würde und folgedessen das kontaminierte Essen ersetzt werden muss. Noch Fragen ^^

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