Echt jetzt?! Unser Baby wird ein Jahr alt!

Und auf einmal brennt die erste Kerze auf dem Kuchen. Und auf einmal ist dieses kleine Mädchen offiziell kein Baby mehr. Und auf einmal habe ich da etwas im Auge. Der erste Geburtstag ist etwas besonderes. Nein, nicht fürs Baby. Das bekommt im Zweifel ja gar nichts mit, außer vielleicht, dass es an diesem Tag noch häufiger geknuddelt wird als sonst. Aber für uns Mütter ist der erste Geburtstag etwas besonderes. Auch beim dritten Kind sind da sofort wieder diese Erinnerungen. Diese Mischung aus Wehmut und Freude. Wehmut ist dieses Mal noch ein bisschen größer, denn es wird ja doch wahrscheinlich mein letztes Baby sein, das nun ein Jahr alt wird. Ist es wirklich erst ein Jahr her? Ein Jahr her, dass diese kleine Maus auf die Welt kam und uns sofort um den Finger wickelte? Dass sie im Eiltempo auf die Welt wollte, nachdem sie uns elf Tage hat warten lassen?

Die letzten Tage war die Erinnerung sehr präsent. Ständig musste ich an meinen dicken Bauch denken, der unwahrscheinlich dick war. Daran, wie wir nach dem Stichtag warteten. Und warteten. Wie die kleine Maus und warten ließ. Wie ich Unmengen von Ingwer, Zimt und Eisenkrauttee zu mir nahm, stramme Spaziergänge machte, warme Bäder und was man halt so alles macht, um den Wehen auf die Sprünge zu helfen. Nach elf Tagen  entschloss sie sich dann endlich zu kommen – und hatte es dafür dann so eilig, dass sie auf der Welt war, bevor der Arzt da war. Ich habe noch genau vor Augen, wie ich im Krankenhaus in die Badewanne stieg, die Fruchtblase platzte, ich nur noch rief „ich muss pressen“ und dann ehe ich mich versah innerhalb weniger Minuten unsere Babymaus in meinem Arm lag. Als der Arzt dazukam, tranken wir schon Kaffee und die Babymaus ihre erste Portion Mamamilch. Verrückt, und das soll alles ein Jahr her sein? Auf einmal ist da wieder das Gefühl da, aus dem Kreisssaal, den wir in der Nacht ganz für uns alleine hatten, eine 1 zu 1 Betreuung wie aus dem Bilderbuch. Nach zwei laaaaangen beschwerlichen Geburten der beiden Großen war das ein richtig versöhnlicher Abschluss.

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Abwarten und Tee trinken: Als das Bild gemacht wurde, war sie schon zehn Tage drüber…

Ich erinnere mich noch genau daran, wie mich diese kleine Maus aus ihren wachen Augen anblickte und wir beide die ganze Nacht nicht schliefen, sondern uns nur anschauten, kuschelten, sie trank wie eine Weltmeisterin und ich einfach nur ständig ihre weichen Wangen tätscheln und ihre kleinen Finger bestaunen musste. Sie kam um 2 auf die Welt und wir taten kein Auge zu. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ihre Brüder ins Zimmer kamen und mit großen Augen ans Bett traten und ihre kleine Schwester bestaunten. Ich erinnere mich noch genau an all diese Momente und es kommt mir vor wie gestern.

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Und dann war unsere Babymaus plötzlich auf der Welt!

Der Kindergarten und die Schule liegen direkt neben dem Krankenhaus, wo alle meine drei Kinder auf die Welt kamen. Und an ihren Geburtstagen ist es immer ein ganz besonderes Gefühl, wenn ich an der Krankenhausfassade hochblicke und ganz genau noch weiß, in welchen Zimmern ich bei welchem Kind lag. Ich glaube, dieses Gefühl hört nie auf. Ich hoffe es doch. Ich hoffe auch, die Erinnerungen bleiben immer so präsent.

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Und nun ist sie ein Jahr alt! Meine Babymaus. Da steht sie nun vor mir, ganz alleine schon, ohne Festhalten. Macht schon den ersten zaghaften Schritt alleine. Und unzählige viele, wenn sie dabei einen Wagen oder einen Stuhl schiebt. Sie plappert ohne Ende, lacht und klatscht, besonders, wenn ihre Brüder Quatsch machen. Sie kann schon drei Wörter sagen: Mama, Da und Hallo. Und wiederholt sie ohne Unterlass. Sie liebt es, zur Musik zu tanzen und am allermeisten liebt sie das Spielzeug ihrer Brüder!

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Und ihre Brüder lieben sie – morgens, wenn sie mit ihr kuscheln und herumalbern, kann ich mich tatsächlich in Ruhe im Bad fertig machen. Aber sie kann ihre Brüder auch herrlich nerven: „Mama, nimm sie weg, sie macht alles kaputt!“ Den Satz hört man hier nachmittags im Minutentakt. Lego ist ja auch was Tolles, wären da nur nicht die kleinen Steine. Sie macht mit einer Begeisterung alles kaputt. Und steckt sich alles in den Mund. Deshalb ist Lego leider tabu für sie, was zu richtigen Wutanfällen führt. Die ja ein Glück beim Baby noch sehr niedlich sind.

Und oh ja, niedlich ist sie. Ich könnte sie eigentlich nonstop knuddeln. Meine Babymaus ist ein Jahr alt. Drei Kinder? War die richtige Entscheidung, die beste Entscheidung. Und jede Anstrengung wert. Wobei unsere Maus mit jedem Lachen, jedem Lächeln, jedem süßen „Da!“-Rufen und jedem Babyklatschen alle Anstrengungen sofort wieder vergessen lässt. Ein Jahr alt. Kinder, wo ist die Zeit geblieben?!

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Da ist sie wieder die Wehmut. Gemischt mit der Freude, dieses Mädchen größer werden zu sehen, zu sehen, wie sie lernt, wie sie die Welt entdeckt. Ist es nicht einfach das Größte, Kinder beim Großwerden zu begleiten?!

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