Buchempfehlung von Herzen: Die Einschwein-Bücher

*Werbung und Buchrezension*

Es gibt Bücher, die nehmen einen von der ersten Seite an gefangen. Die liest man einfach selbst gerne, bei denen bringt das Vorlesen doppelt Spaß. Weil die Sprache witzig ist, die Handlung Spaß bringt und originell ist. Und genau solche Kinderbücher sind die „Einschwein“-Bücher von Anna Böhm aus dem Oetinger Verlag. Bisher gibt es zwei Bände – und ich hoffe ganz stark auf Fortsetzungen. Wieso uns „Emmi und Einschwein. Einhorn kann jeder!“ und der zweite Band „Emmi und Einschwein: Im Herzen ein Held!(beides Affiliate Links)“ so gefallen haben? Wo soll ich anfangen: Beim liebenswürdigen Einschwein-Protagonisten? Dem Wortwitz? Der originellen Idee, die Geschichten in einer Stadt spielen zu lassen, wo jeder zum zehnten Geburtstag ein Fabelwesen bekommt, das ihn ein Leben lang begleitet? Bei der spannenden Handlung, die aber durch den Wortwitz so aufgelockert wird, dass es nie zu spannend wird? 

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Schon allein der Titel des ersten Einschwein-Bandes ist genial: Einhorn kann jeder„. Gefühlt haben ja Einhörner (dicht gefolgt von rosa Flamingos) nicht nur die Spielzeugläden sondern auch die Dekoabteilungen erobert. Neben Einhorn-Kuscheltieren und Kopfkissen gibt es Kaffeebecher mit Einhörnern und wer echt Eindruck schinden will, backt eine Einhorntorte. Ein Einhorn wünscht sich auch das Mädchen Emmi als Fabelwesen zum zehnten Geburtstag. Denn Einhörner sind selbst in einer Stadt voller abgedrehter Fabelwesen noch etwas Besonderes. Cooler als Drachen, backende Hasen, neunmalkluge Sitzfrösche, blütenstreuende Spatzen oder schwebende Flussjungfrauen. Wer richtig Pech hat, der bekommt einen gefürchteten zweiköpfigen Spuckewurm. Und den will Emmi auf keinen Fall.

Nun, zu ihrem zehnten Geburtstag bekommt sie tatsächlich ein Tier mit einem Horn auf der Stirn. Allerdings ist es ein eher kleines Tier, das bei jedem Schritt eher unelegant „plopp“ macht, ein rosa Klops, der sich so gar nicht vornehm benehmen kann. Nämlich ein: Einschwein. Ein Schweinchen mit Horn. Was, wie sich später herausstellt, auch zaubern kann: Kulinarische Magie nennt sich das und mit viel Glück kommt etwas Essbares heraus, meistens aber auch lecker schmeckender „Rutschimatschi“ oder Schokopudding in Schuhen.

Doof nur, dass Emmi in der Schule schon angegeben hat, dass sie ein Einhorn bekommt.

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Sie ist also gar nicht begeistert von dem unglaublich süßen Einschwein, das so tollpatschig daherkommt und so unfassbar liebenswert von der Autorin Anna Böhm beschrieben wird, dass man es sofort ins Herz schließt. Schon allein, die Art zu sprechen, die Beschreibung, wie sich Einschwein ploppend und grunzend fortbewegt – unglaublich lustig, niedlich und einfach zum Gernhaben! Findet Emmis Familie. Und finden wir beim Lesen. Nur Emmi nicht. Für sie ist es eine Katastrophe. Und so verkleidet sie ihr Einschwein in ein Einhornbaby und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Sie muss nun ihre Lüge aufrechterhalten, was natürlich nicht so einfach ist – wer schon mal versucht hat, ein grunzendes, rülpsendes und dickes Schweinchen als elegantes Einhorn zu verkaufen, weiß, wovon ich spreche.

Aber einer fällt auf die Einhorn-Maskerade herein: Ein griesgrämiger Gesell namens Herr Bockel, der seinen Spuckewurm gegen ein Einhorn eintauschen will. Gegen Emmis Einhorn. Das ja eigentlich ein Einschwein ist. Und so wird es am Ende richtig spannend – für meinen Vierjährigen fast ein bisschen zu spannend. Aber nur fast, denn der Humor, mit dem die Geschichte erzählt wird, lässt keinen Grusel aufkommen.

Spannend und lustig zugleich: Die Einschwein-Kinderbücher

Meine Jungs waren begeistert und hatten so wie ich dieses tollpatschige Schweinchen, was mit Vorliebe Pudding in Schuhe zaubert, sofort ins Herz geschlossen. Dem zweiten Band wurde entgegengefiebert und als der große Tag da war und „Im Herzen ein Held“ bei uns ankam, verschwand der Große sofort ins Kinderzimmer zum Lesen und der Kleine wollte plötzlich ganz früh ins Bett, damit ich vorm Schlafengehen aus dem zweiten Einschwein-Band vorlas.

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Und wieder ist Anna Böhm ein großartiges Kinderbuch gelungen, das lustig und spannend gleichzeitig ist und bei dem auch das Vorlesen einfach nur riesigen Spaß bringt! Beim zweiten Band geht es auch wieder um Herrn Bockel und seinen Spuckewurm, der allerdings am Ende des letzten Bandes durch einen nicht ganz klappenden Zauber das Fabeltier der eingebildeten Antonia wurde. Die will ihre Flussjungfrau zurück und den Spuckewurm auf keinen Fall behalten. Und das geht nur mit einem Rücktauschzauber – Pech nur, dass Herr Bockel seinen Wurm, der ebenso griesgrämig ist wie er, nicht zurückwill.

Aber Emmi, Einschwein und ihre Freunde geben nicht auf. Dabei kommen sie dem Geheimnis des Spuckewurms Spuckizucki auf die Spur – der nämlich noch viel mehr kann als Spucken, Meckern und Rumzetern. Und einem im Laufe der Geschichte tatsächlich irgendwie sympathisch wird.

Der zweite Band steht dem ersten Einschwein-Band in nichts nach und hat uns ebenfalls von der ersten Seite an begeistert. Meine Jungs lachten begeistert bei gefühlt jedem dritten Satz und erzählten allen, die es wissen wollten oder auch nicht wissen wollten, von ihrem neuen tollen Buch und dem Einschwein und dem Spuckewurm und dachten sich selbst die merkwürdigsten Fabelwesen aus, die sie gerne hätten. Natürlich mit den verrücktesten magischen Fähigkeiten.

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Das Innere zählt – und jeder hat seine guten Seiten

Die beiden Einschwein-Bücher von Anna Böhm möchte ich Euch wirklich wärmstens ans Herz legen, denn Einschwein wächst einem sofort in selbiges. Die Einschwein-Bücher haben einfach alles, was ein gutes Kinderbuch haben muss. Mir gefällt auch der Grundgedanke der beiden Bücher: Nicht das Äußere zählt, sondern das Innere. Und dass echte Freundschaft nichts mit Statussymbolen zu tun hat, sondern aus dem Herzen kommt. Und der schöne Gedanke: Jeder hat seine guten Seiten (sogar ein Spuckewurm!), man muss nur genau hinschauen und ihm eine Chance geben. Diese Gedanken kommen aber nicht mit der Moralkeule daher, sondern sind einfach ganz fein in den Geschichten verpackt – aber so, dass auch Kinder diese Grundgedanken schon begreifen. Die Bücher richten sich übrigens sowohl an Kindergartenkinder zum Vorlesen als auch an Grundschulkinder, die sie alleine lesen können.

Was soll ich sagen?! Rundum super, die Einschwein-Reihe! Und: Ich will ein Einschwein, sofort! Dafür nehme ich auch Rutschimatschi auf dem Wohnzimmerboden und Vanillepudding in den Schuhen in Kauf. Wir hoffen nun ganz stark, dass es bald einen dritten Band gibt und dann noch ganz viele weitere. Hau in die Tasten, Anna! Meine Jungs zählen auf Dich!

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