Neun Monate Babymädchen, neun Monate Dreifachmama

Und schwupps ist sie neun Monate alt. Unsere Babymaus ist nun so lange auf der Welt wie ich sie bewusst im Bauch getragen habe. Denn ich habe diese Schwangerschaft in der fünften Woche festgestellt.  Neun Monate ist sie bei uns – und wir sagen immer noch immer wieder diesen Satz „als wäre sie schon immer bei uns gewesen„. Neun Monate bin ich nun Dreifachmama. Und immer noch ist die Babymaus ein Sonnenscheinbaby. Jeden Morgen strahlt sie mich an, liegt neben mir, rollt auf den Bauch, reckt ihren Kopf hoch und strahlt. Dieses unwiderstehliche Babylächeln. Da ist es egal, dass es halb sechs morgens ist und die Nacht viel zu kurz war: Ich kann gar nicht anders als zurückzulächeln. Ich wache auf von einer kleinen Babyhand, die sich auf mein Gesicht legt und einem leisen Glucksen, schaue in große blaue Augen und ein breites Babygrinsen und bekomme automatisch gute Laune. Kann ein Tag besser beginnen?!

Ich könnte – auch nach neun Monaten noch und auch beim dritten Kind – stundenlang damit verbringen das weiche Babyhaar (übrigens immer noch blond!) zu streicheln, den Babyspeck zu knuddeln und die kleinen Füße zu bewundern. Und ihrem süßen Babyplappern zuzuhören. Unser Baby hat übrigens nicht nur uns Eltern verzaubert, unsere beiden Jungs sind auch hin und weg. Morgens im Bett will jeder der erste sein, der mit seiner kleinen Schwester kuscheln kann, sie kommen ständig und streicheln ihren Kopf, wollen sie hochheben oder durch die Gegend schieben. Und ich denke immer wieder: „Wie schön muss das sein, zwei große Brüder zu haben und von Anfang an mit so viel Trubel aufzuwachsen.“

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Vormittags scheint sie ihre beiden großen Brüder geradezu zu vermissen – ich scheine ihr nicht Unterhaltung genug zu sein! Aber gleichzeitig schlägt vormittags auch ihre große Stunde: Da kann sie nämlich an die Spielsachen der Großen ohne dass sie ihr empört aus der Hand gerissen werden. Babyspielzeug?! Findet sie schon lange langweilig. Rasseln oder irgendwelche Knistertierchen? Nein, es muss die Eisenbahn der Großen sein, das große blinkende Müllauto, in das sie Bauklötze stopft oder das Glockenspiel. Am allerliebsten würde sie ja herzhaft in der Legokiste wühlen, aber die ist leider tabu, da sie alles, aber auch wirklich alles in den Mund stopft! Diese Phase hatten die Jungs nie. Bei ihr ist es doppelt anstrengend, denn natürlich lassen die Jungs trotz aller Ermahnungen ihre Legos und anderen Kleinteilchen in der Gegend herumfliegen.

Ich verbringe grob geschätzt 80 Prozent des Tages damit, den Boden abzuscannen und Dinge aufzusammeln.

Seit zwei Monaten robbt sie wie ein Weltmeister, immer schneller und mit einer lustigen Ein-Arm-Vorschieb-Technik. In den Sommerferien hat sie sich zum ersten Mal ganz alleine zum Sitzen aufgerichtet und seit ein paar Wochen zieht sie sich an allem hoch. Kurz: Es ist nichts mehr vor ihr sicher. Einmal umgedreht und schwupps ist sie auf der zweiten Treppenstufe! Seit ein paar Tagen geht sie auch unermüdlich in den Vierfüßlerstand und kommt auch schonmal zwei, drei Krabbelschritte vorwärts, fällt dann aber doch wieder auf den Bauch und robbt im Affentempo an ihr Ziel.

Es geht so schnell! Es ist wirklich so: Bei jedem Kind vergeht die Zeit schneller.  Und wieder ist es dieser Zwiespalt zwischen Wehmütigkeit und Freude über die Entwicklung. Dieses Alter ist einfach so zuckersüß! Aber das Gute: Ich weiß ja nun, dass die Kinder so süß bleiben und jedes Alter süß ist. Wenn sie erstmal die ersten tapsigen Schritte macht. Oder anfängt zu plappern… Hach, eines der schönsten Dinge auf der Welt ist eindeutig: Den eigenen Kindern beim Großwerden zuzuschauen!

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Nun habe ich also seit neun Monaten drei Kinder und ich kann mir nicht mehr vorstellen, wie es mal mit nur zwei Kindern war! Die Eifersucht der großen Brüder blieb aus (bis auf eine leichte Reggressionsphase des Kleinen, der manchmal vergisst, wie man sich alleine anzieht und aus heiterem Himmel beim Essen gefüttert werden will – was ok ist, er darf auch klein sein), die Jungs sind nicht nur in ihre kleine Schwester vernarrt, sie sind auch beide als Team noch mal zusammengerückt. Und ich versuche nebenher zu arbeiten (was mir mal besser mal schlechter gelingt), lasse im Haushalt gerne mal Fünfe grade sein und war ja sogar mit den Dreien schon alleine im Urlaubmit den Dreien schon alleine im Urlaub. Man wächst mit seinen Aufgaben – das zeigen einem Kinder immer wieder. Denn natürlich ist das Leben trubelig, natürlich fühle ich mich immer mal wieder gestresst oder platze vor Genervtsein – aber ist das nicht auch ganz normal?! Solange die guten Momente überwiegen, darf das auch mal sein. Und das Gute ist ganz eindeutig in der Mehrzahl!

 

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