Der Volvo XC60 als Familienauto? Ich SUV-Skeptikerin mache den Autotest (Werbung)

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Vor einiger Zeit hatte ich hier über unsere Testfahrten mit dem Volvo V90 geschrieben, den wir auf sein Eignung als Familienauto mit drei Kindern getestet haben. Ein etwas anderer Autotest als das, was man sonst so in Autozeitschriften liest – schließlich ist dies hier ein Familienblog und wir Mütter setzen ja manchmal (also ziemlich oft eigentlich) andere Prioritäten als Autojournalisten. Ich war positiv überrascht, wie gut mein Autotest der etwas anderen Art bei Euch ankam und zögerte deshalb nicht lange als Volvo mich fragte, ob ich nicht auch mal den Volvo XC60 testen möchte. Da ich SUVs eigentlich so gar nicht mag, sie für mich eher nervige „im Stau die Sicht Versperrer“ sind und ich die Notwendigkeit, so ein Riesending mit leicht protziger Attitüde zu fahren nicht wirklich erkenne (es sei denn, man wohnt irgendwo auf dem Lande, wo nur eine Schotterpiste hinführt), war ich erst skeptisch – doch dann überwog die Neugier. Es muss doch einen Grund geben, weshalb auf einmal alle SUV fahren wollen statt praktischem Kombi! Ich wollte der Sache mal auf den Grund gehen.  

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Wir fahren seit vielen Jahren Volvo. Den Kombi, wie es sich als Großfamilie gehört. Hier in Norddeutschland gehört es für einen Schwedenfan fast schon zum guten Ton, einen Volvo zu fahren :-) Und ganz ehrlich: Wir sind zufrieden. Unser V70 hat einen großen Kofferraum, ist gemütlich, es passen (mit Ach und Krach, aber es geht!) 2 Kindersitze und eine Babyschale auf die Rückbank, also drei Kinder ins Auto. Zurzeit sitze ich aber noch hinten in der Mitte beim Baby, denn sie ist kein großer Autofahrfan. Ich mag die Kombis, wenn ich auch beim V90 bedauert habe, dass die Kantigkeit des Kofferraums zugunsten von etwas windschnittigerem Design weichen musste. War es doch genau diese Kantigkeit und der damit verbundene Stauraum, den ich an der Marke Volvo schätze! Aber schick ist er schon der V90. Und ich mag Kombis einfach, finde sie als Familienwagen praktisch und verbinde mit der Marke Volvo viel Positives.

Bei den Volvo SUVs, dem kleineren XC60 und dem größeren XC90, war ich hingegen skeptisch. Der XC90 ist mir ganz ehrlich zu groß. Zu sehr SUV. Der XC60 kommt da schon etwas bescheidener daher und ist auch schon vom Preis her eher in die Kategorie Familienauto einzuordnen. Unser Testauto sollte in der Serienausstattung 46 250 Euro kosten (Volvo XC60 D4 AWD Momentun), in der Sonderausstattung 63 380 Euro. Immer noch viel Geld (weshalb wir überzeugte Gebrauchtwagenfahrer sind) – aber schon deutlich leistbarer als die XC90-Modelle.

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SUV oder Kombi: Was ist der bessere Familienwagen

Da stand er also auf unserem Parkplatz und das erste, was mir auffiel: Rückenfreundlich ist diese Höhe ja schon. Schön bequem kann man in so einen SUV einsteigen. Und Kinder in ihren Kindersitzen anschnallen ohne sich zu verrenken. Nach dem bequemen Ein- und Aussteigen begann ich zu verstehen, wieso ältere Leute gerne diese großen Geländewagen fahren. Der Rücken dankt! Aber trotzdem haben diese großen Autos ja auch unheimlichen Erfolg bei jüngeren Autofahrern. Das wollte ich nun ergründen.

Man hat auf jeden Fall eine gute Übersicht beim Fahren im XC60. Diese höhere Sitzposition gefiel mir. Man fühlt sich dadurch auch sehr sicher. Eine Sicherheit, die nicht nur subjektiv gefühlt ist, denn der XC60 hat eine ganze Reihe von Sicherheitsfeatures, die über Airbags weit hinausgehen: Lenkunterstützung, City Saftey System zur Kollisionsvemeidung, Kreuzungsbremsassistenz, Schleudertrauma-Gurtsystem, Assistent zum Spuralten, Aufmerksamkeitswarner, usw… Volvo setzt auf Sicherheit – etwas, das mir an der Marke sehr gefällt und ehrlich gesagt wichtiger ist als Fahrleistung. An der es auch nicht mangelt, wie ich beim Fahren feststellte (205 km/h Höchstgeschwindigkeit, von 0 auf 100 in 8,8 Sekunden). Soweit so gut. Was mir allerdings auffiel, wie bei vorherigen Mitfahrten in SUVs anderer Marken auch: Diese großen Wagen schaukeln. Und die Federung ist nicht so meins. Ich bin da etwas empfindlich, aber durch das Höherliegende ist so ein SUV einfach schaukeliger als ein Kombi.

Aber wie familientauglich ist er nun, der XC60?

Unsere drei Kindersitze würden ähnlich wie bei unserem V70 knapp auf die Rückbank passen. Und wie ist das Stauraumangebot im XC60? Wenn wir mit drei Kindern unterwegs sind, haben wir viel Gepäck dabei. Da wird jeder Liter Kofferraumvolumen benötigt. Unser V70 hat ein Volumen von 575 Litern im Kofferraum (bis zur Sichtkante, bis oben bepackt rund 1000 Liter). Das bei einem Wochenendurlaub schon gut gefüllt ist (bei umgeklappter Rückbank 1600 Liter). Der XC60 hat nur 505 Liter (bei umgeklappter Rückbank 1400 Liter). 70 Liter Unterschied, die uns als fünfköpfiger Familie ehrlichgesagt fehlen. Dafür ist der V70 auch gut 20 Zentimeter länger mit 4,83 Metern. Die Beinfreiheit hinten empfinde ich bei beiden Modellen recht ähnlich.

Von innen hat mich der XC60 nicht so begeistert wie der V90, der innen sehr edel und modern daher kam, aber dennoch ist es der sehr gefällige Volvo-Look – und eine hochwertige Haptik und Optik. Man sitzt da schon sehr gut und bequem in den Sitzen und hat eine tolle Aussicht auf die Straße. Da kann ich die SUV-Fahrer sehr verstehen! Und die Extras, diese zusätzlichen netten Spielereien, sind schon nett. Natürlich braucht man in unseren Breitengraden nicht so oft ein beheizbares Lenkrad, aber wenn man es braucht, ist es schon angenehm. Und dank der Sonderausstattung Akustikverglasung konnten wir uns trotz hoher Geschwindigkeit und Kinderhörspiel noch ohne Brüllen unterhalten. Und Sicherheitsfeatures wie die Heckaufprallabschwächung sind grad mit Kindern auf der Rückbank beruhigend. Bleibt noch ein Kriterium: der Verbrauch. Unser Testwagen war ein Diesel, ein Schalter und laut Unterlagen hat er einen Verbrauch von 6,3 Litern innerorts und 4,8 Litern außerorts.

Und mein Fazit zu unserem SUV-Test?

Es hat schon Spaß gebracht und für unseren Wochenendurlaub mit dem XC60 war auch genug Platz vorhanden. Der XC60 ist ein schönes Auto – und kommt für einen SUV auch nicht so protzig und sichtraubend daher wie andere SUV-Modelle. Was mir gefällt an dem Schweden, ich mag ja Understatement. Aber im direkten Vergleich zum (teureren, das will ich nicht verschweigen) V90 hat mich der V90 doch mehr überzeugt. Ich werde nicht mehr zum SUV-Fan mutieren – das bequemere Einsteigen und die höhere Fahrposition sind zwar wirklich angenehm, aber die Vorteile eines Kombis überwiegen für mich doch. Und ich mag diese SUV-Attitüde nach wie vor nicht. Und wenn man so wie wir mitten in der Stadt wohnt und nicht grad auf dem  Bauernhof, dann tut so ein SUV doch auch nicht Not, ganz ehrlich. In Schweden schon eher :-)

Also mein Fazit: ein schickes Auto, das Spaß macht! Volvo ist Volvo – das merkt man beim Einsteigen und Fahren einfach. Und wer SUVs mag, der wird den XC60 sehr mögen! Aber wer wie ich ein Kombifan ist, der sollte bei den Volvo-Kombimodellen bleiben. Die sind übrigens auch gebraucht von guter Qualität und sehr langlebig! Und deshalb satteln wir nicht auf dem SUV-Trend auf und bleiben unserem V70 treu. Und träumen noch ein bisschen vom V90, der mich bei unserem Test im Winter doch sehr überzeugte…

Mehr technische Informationen, Ausstattungen und Preislisten findet Ihr auf der Volvo-Webseite. Der Wagen wurde uns von Volvo zum Testen zur Verfügung gestellt, weshalb dieser Beitrag mit Werbung gekennzeichnet ist. Vielen Dank an Volvo für den Autotest!

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