Ein Familienauto? Wir haben den Volvo V90 getestet

*Werbung (Familienauto-Test)

Wie Ihr wisst, sind wir große Schwedenfans und verbringen seit zehn Jahren unsere Sommerurlaube in Schweden. Und was fährt ein echter Schwedenfan (so wie der Großteil der Schweden auch)? Einen Volvo natürlich. Wir fahren seit vielen Jahren Volvo, einen V70, einen Kombi mit viel Platz. Den wir nun als fünfköpfige Familie auch wirklich benötigen. Als ich das Angebot von Volvo bekam, den größeren Nachfolger des V70, den Volvo V90 auf seine Familienauto-Tauglichkeit zu testen, war mein Mann Feuer und Flamme und überzeugte mich, dass auch Familienautos zu einem Familienblog gehören. Nun – deshalb also eine Premiere: Mein erster Autotest! Aber wie Ihr wisst, bin ich keine Autojournalistin und deshalb wird dieser Test auch eher … weiblich ausfallen. Ein Autotest aus Mama-Gesichtspunkten. Denn ansonsten könntet Ihr Euch ja auch einfach eine Autozeitschrift kaufen!

Volvo hatte für mich immer ein positives Image. Klar, kommt aus Schweden, meinem Lieblingsurlaubsland, eine Art zweite Heimat, das Land, in dem ich mich so wohl fühle. Sollte ich einmal auswandern, wäre es das Land meiner Wahl. Schon allein das ist natürlich sympathisch. Wenn dann wie an den übrigens sehr bequemen Sitzen kleine Schwedenfahnen an den Ledernähten eingenäht sind, dann bin ich schon mal gleich positiv gestimmt. Blau-gelb, so wie der schwedische Himmel mit Sonne im Sommer.

Nun. Hatte ich nicht gesagt, dass dieser Autotestbericht ein wenig anders ist als in einer klassischen Autozeitschrift?!

der Volvo V90 im Test als Familienauto

Dieser Volvo V90 wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt – ist die Farbe nicht super?

Volvo-Kombi: Für mich schon immer das typische Familienauto

Das positive Volvo-Image. Genau. Ich mochte schon die älteren, damals noch kantigen Volvo-Modelle. Die riesigen Kombis mit dem unglaublich großen Kofferraum. Unser aktueller Volvo V70 ist da schon etwas abgerundeter, sportlicher, aber immer noch groß, geräumig.  Der Volvo V90 kommt da geschmeidiger daher, sportlicher, fließender in der Form, nicht mehr so kantig, was für mich eigentlich immer typisch Volvo war. Der geräumige, etwas eckige Riesenkofferraum ist einer windschnittigeren Form gewichen. Immer noch ausladender als bei vergleichbaren Kombimodellen, aber ich muss zugeben – ein wenig vermisse ich diesen großen, eckigen Kofferraum, der für mich jahrelang eben typisch Volvo war. Und so praktisch für Familien!

Der Volvo V90 im Test als Familienauto

Das Kofferraumvolumen misst dennoch mit 560 Litern nur 15 Liter weniger als beim V70 (wobei mit  Kindern jeder Liter zählt…). Sehr geräumig ist der Innenraum.  Noch sitze ich bei unserem Babymädchen auf der Rückbank, um es schnell zu beruhigen, wenn es sich meldet. Also ich in der Mitte, der Kleine und das Baby links und rechts von mir in ihren Kindersitzen, der Große vorn auf dem Beifahrersitz. Im Vergleich zu unserem V70 hat man hinten mehr Platz -sowohl was die Breite der Rückbank betrifft, als auch die Beinfreiheit.

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Die Beinfreiheit im V90 ist  super und selbst auf dem Mittelplatz hinten muss ich mich nicht schräg zwischen die Kindersitze quetschen, sondern kann mich recht bequem anlehnen. Witziges Ausstattungsdetail in diesem Zusammenhang: Die Vordersitze lassen sich per Knopfdruck elektrisch vor und zurückfahren. Was sofort die Begeisterung meines Großen weckte. Knöpfe sind ja sowieso klasse. Und endlich konnte er den Sitz alleine hin und herfahren lassen!

Ausstattungsdetails dieser Art hatte unser Testwagen V90 D5 AWD Inscription viele. Da wäre zu einem das riesige Panoramadach zum Durchschauen (nicht in der Serienausstattung). Das fand selbst das Babymädchen klasse: Sie staunte, wie die Wassertropfen während der Fahrt vom Dach flogen und die Baumwipfel über unseren Köpfen hinwegsausten. Ob das ein kinderhabender Autodesigner geplant hat?!

Ein anderes Detail, was die Kinder begeisterte (und mich und meinen Mann auch): die 360 Grad-Kamera im Armaturenbrett (nicht serienmäßig). Denn damit hatte man eine Rundumsicht ums Auto aus der Vogelperspektive. Beim Ein- und Ausparken natürlich ziemlich praktisch – und ebenfalls ein tolles Kinderunterhaltungsprogramm!


Natürlich hat der Volvo V90 noch viele andere Ausstattungsdetails, die aus ihm ein komfortables Familienauto machen. Nett im Winter ist zum Beispiel das optional dazu erwerbbare beheizbare Lenkrad – denn mit Handschuhen fahren ist einfach unangenehm und nicht besonders sicher.

Fahrtkomfort und Sicherheit im Volvo V90

Und wie fuhr sich der Volvo V90? Wir hatten einen V90 D5 AWD Inscription zum Testen. Mit  Allradantrieb und einem Dieselmotor. Wir fahren auch unseren V70 mit Dieselmotor. Ich finde unseren V70 für einen Diesel recht ruhig – aber der V90 fuhr sich noch einmal ruhiger. Auch bei hohen Geschwindigkeit hörte man vor allem den Fahrtwind und die Fahrbahngeräusche. Ich will Euch nun aber nicht mit technischen Daten langweilen, wer es genauer wissen will, erhält alle Infos auf der Volvo-Webseite.

Der Volvo V90 im Test als Familienauto

Aber den Fahrkomfort beschreibe ich gerne. Mein Mann war begeistert und probierte allerhand aus – das ganze Auto sei schon ein Unterschied zum V70 lobte er. Beschleunigung: top (der Testwagen hatte 235 PS und beschleunigte von 0 af 100 in 7,2 Sekunden). Auch wenn ich meinen Mann nur kurz ordentlich Gas auf der Autobahn geben ließ („jetzt reicht es auch, wir haben Kinder an Bord!“), stellten wir beide fest: Der Wagen liegt ruhig wie ein Brett auf der Straße. Selbst der typisch norddeutsche Wind konnte ihm nichts anhaben. Ich merkte gar nicht, dass wir so schnell dahinsausten, bis ein Blick aufs Tacho mir zeigte „200!“. Upps, das hätte ich jetzt gar nicht gedacht. Auch die Kurven nahm der V90 ruhig und elegant.

Der Volvo V90 im Test als Familienauto

Sitzt sich gut und fährt sich gut. Der V90 im Ganznormale-Mama-Test.

Bis 2020 keine Verkehrstoten im Volvo mehr: Volvos Pläne für die Sicherheit

Volvo setzt ja bekanntlich sehr auf die Sicherheit im Auto und hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass bis 2020 kein Autofahrer mehr in einem Volvo sterben soll. Ein ehrgeiziges Ziel, was sich am ehesten wohl noch in Volvos Heimatland Schweden durchsetzen lässt, wo das Autofahren so fantastisch entspannt ist. Auch im V90 gibt es neben den Airbags rundherum allerhand technische Spielereien, die  das Fahren sicherer machen wie einen elektronischen Spurassistenten, Bremsassistenten, Fahrspurerkennung, Abstandsautomatik, usw – übrigens alles serienmäßig.

Der Volvo V90 im Test als Familienauto

Ein schönes Familienauto ist dieser Volvo V90. Design, Funktionalität, Sicherheit, Bequemlichkeit, Fahrverhalten, Platz – alles klasse! Wieso wir ihn nicht gleich sofort gekauft haben und dennoch eine Weile noch bei unserem V70 bleiben?

Nun, ich will es Euch nicht verschweigen und Ihr habt es wahrscheinlich schon vermutet: So ein Wagen kostet. Und zwar eine ganze Menge. Ab 42 950 Euro erhält man den Volvo V90, den V90 D5 AWD Inscription gibt es serienmäßig ab 61 900 Euro. Und natürlich kann man je nach Ausstattung noch eine Menge drauflegen. Unser Testwagen hätte mit seinen ganzen Ausstattungsextras sage und schreibe 84 780 Euro gekostet. Man bekommt eine ganze Menge für dieses Geld – gerade die Sicherheit und der Platz sind wirklich gute Argumente. Aber 42 950 Euro ist natürlich kein Betrag, den man als Familie mal so eben auf den Tisch legt oder finanziert. Geschweige denn 61 900 Euro.

Ich sag es mal so: Es ist verdammt viel Geld. Deshalb bleiben wir erst einmal bei unserem V70 und ich träume noch ein wenig vom V90. Vielleicht in ein paar Jahren als Gebrauchter?!

*Dieser Test entstand in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Volvo, das mir das Auto zum Testen zur Verfügung stellte. Herzlichen Dank dafür! Meine Meinung bleibt hiervon unberührt – ich nehme nur Kooperationen an, die zu mir, meinem Blog und meinen Leserinnen passen.

7 Kommentare zu “Ein Familienauto? Wir haben den Volvo V90 getestet

  1. Hallo Nathalie,
    es geht mir wie euch – Lieblingsland und positiv besetztes Auto-Image. Daher lieben wir unseren V70. Unsere Zwilingskarre hätten wir damals nur schwer in andere Autos samt Gepäck untergebracht. Positiv fand ich wirklich die ausgesprochen große Beinfreiheit hinten. Das ist ein Weg in die richtige Richtung. Ich gehe schon mal Sparen.

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  2. „Appe Ecken“
    Ja damit passt sicherokee auch der V90 den anderen Fahrzeugbauern an.
    Ich finde das sehr schade, da dadurch wie schon bei den V70 Modellen die Geräumigkeit des Kofferraums vertan wurde.
    Aber, neue Zeiten- neue Menschen.
    Gebaut wird was gefragt ist.
    Übrigens, auch wenn der V90 mit den Maßen der 900er Serie beinhalten möchte,-
    das Platzangebot für den kräftigen Fahrer wie im 700er, oder 900er hat der V90 bei einem Messebesuch mir bei weitem leider nicht bieten können.
    Das hat mich wohl sehr erstaunt.
    Aber, seit ich meinen ersten Volvo gefahren habe, hat mich kein anderer Fahrzeugbauer überzeugen können.
    Eben einmal Volvo-im er Volvo 👍

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