Einen Monat Babymädchen – nun ist sie kein Neugeborenes mehr!

Hatte ich nicht gestern erst diesen riesigen Bauch? Habe ich nicht gerade erst Tag für Tag auf das Einsetzen der Wehen gewartet? Und war da nicht vorhin erst der positive Schwangerschaftstest?! Und nun ist unser Babymädchen schon mehr als einen Monat alt. Um genau zu sein: Heute Nacht sind es fünf Wochen. Fünf Wochen ist es her, dass wir mitten in der Nacht ins Krankenhaus gefahren sind und unsere Maus es so eilig hatte, auf die Welt zu kommen, dass sie noch schneller war als der Arzt. Und nun liegt sie neben mir, satt und zufrieden, mit diesem hinreißenden Babyspeck und dem ersten bewussten Lächeln, was einem als Mama das Herz aufgehen lässt!

Auch beim dritten  Kind ist es immer noch ein Wunder. Dass man sofort wieder das Gefühl hat „sie war schon immer bei uns“. Dass man sich sofort verliebt in dieses kleine, noch so hilflose Wesen. Dass auf einmal der ganze Alltag nach dem Baby ausgerichtet wird. Und obwohl so viel Routine ist (das Stillen, das Wickeln, das Anziehen, das Tragen, das einhändige Essen und und und), ist wieder alles neu und aufregend. Denn es ist ein neuer Mensch, der da auf die Welt gekommen ist, ein kleines Baby zwar, aber schon eine richtige Persönlichkeit! In die ich mich unweigerlich verliebt habe, mit Haut und Haaren. Ich könnte ewig knuddeln, kuscheln, das weiche (blonde!) Haar bestaunen. Ja richtig – blond! Wir haben nun ein rothaariges Kind, eins mit dunkelbraunen und  nun unsere kleine Blondine! Dazu ich mit meinen braunen Haaren und mein schwarzhaariger Mann – bei uns in der Familie ist alles vertreten.

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4 Zentimeter ist sie seit der Geburt gewachsen und 1200 Gramm hat sie zugenommen. An den Beinen und am Kinn hat sie schon richtig Babyspeck angesetzt – dieser süße knuffige Speck, der diese süßen Falten bildet. Sie wird immer aufmerksamer und kann einen immer länger mit ihren großen Augen fixieren. Unglaublich schnell ist sie „entknittert“ und hat das typische Neugeborenenaussehen abgelegt. Stattdessen sieht sie immer mehr wie unser Großer aus, als er ein Baby war. Was sich aber auch schnell ändern kann. Mal sehen, wie ihre Augen werden!

Tag für Tag hat sie längere Wachphasen und schaut neugierig in die Welt. Seit einer Woche schenkt sie einem ein bewusstes Lächeln, wenn man sie morgens begrüßt oder ihr etwas vorsingt. Überhaupt Singen – das mag sie. Manchmal versucht sie auch „zu sprechen“ – dann merkt man, wie sie sich anstrengt und konzentriert, die Stirn runzelt und dann kommt ein lustiges Geräusch ein „ouoh“ aus ihrem Mund und man kann richtig sehen, wie sie sich freut und dann begeistert über sich selbst mit den Armen rudert. Das ist so zuckersüß!

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Insgesamt ist sie ein pflegeleichtes Baby, was zufrieden ist, wenn es tagsüber viel gucken kann, gut trinkt und vor allem richtig gut schläft! Also für ein Neugeborenes jedenfalls. Da sind nachts tatsächlich drei bis vier Stunden Schlaf am Stück für mich drin! Was mir im Vergleich zu meinen Jungs wie Luxus vorkommt: Die beiden meldeten sich in den ersten drei Monaten alle zwei Stunden und brauchten dann ewig, um satt zu werden. Letztens schlief unsere Maus sogar fünf Stunden am Stück – nur ich lag zwei Stunden wach. Das war die Strafe für den Kaffee  um 18 Uhr. Aber ich will das jetzt nicht allzu euphorisch loben, denn ich weiß, wie schnell sich das Schlafverhalten von Babys ändern kann… Von daher genieße ich es grad, dass ich drei Stunden am Stück schlafen kann und versuche so viel Kraft wie möglich zu tanken. Noch gehe ich jeden Abend mit den Kindern ins Bett – und bin so morgens ziemlich fit und wach. Aber so langsam fehlen mir diese zwei Stunden für mich am Abend.

Auch das Schreien hält sich in Grenzen. Während meine Jungs die ersten zehn Wochen regelmäßig abends eine Stunde oder mehr schrien, hat unsere Maus sich bisher nur viermal total übermüdet mit längerem Schreien gemeldet. Das war unter anderem an Weihnachten und Silvester, wo ihr der ganze Trubel einfach zu viel war. Auch wenn ich nun beim dritten Kind dieses abendliche Schreien sehr viel besser einordnen kann und deshalb auch gelassener reagieren kann – es ist auch diesmal wieder schwer zu ertragen, wenn das Baby schreit und schreit und sich nicht beruhigen kann. Man will helfen, trösten, aber kommt gar nicht an das Baby heran, weil es sich so in Rage geschrien hat. Auch wenn es meinen Puls nicht mehr so in die Höhe treibt – das Schreien geht durch Mark und Bein, ist immer noch schwer zu ertragen. Aber dennoch fällt es viel leichter, das Schreien zu akzeptieren, für die Maus dazu sein und ruhig zu bleiben. Und was vor allem hilft: das Wissen, dass diese Phase vorbeigeht. Wie gerne hätte ich dieses Wissen und die Ruhe beim ersten Kind schon gehabt!

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Wir haben uns schnell eingelebt als fünfköpfige Familie. Unternehmen schon wieder Ausflüge an den Strand, haben die erste längere Autofahrt in unsere Ferienwohnung hinter uns gebracht (mit nur einer Stillpause in zwei Stunden – aber immer noch Schweiß auf der Stirn, als das Baby schrie) und die Wocheninkäufe mit drei Kindern. Morgen hat uns dann der Alltag vollends wieder, wenn Schule und Kindergarten wieder beginnen und ich morgens drei Kinder fertigmachen muss, weil der Mann schon vor uns ins Büro fährt. Dann ist auch der Wochenbettzauber vorbei…

Aber ich freue mich auf lange Spaziergänge mit dem Kinderwagen, auf die vielen Entwicklungsschritte unserer Babymaus und auch darauf, selbst fitter und fitter zu werden! Das Leben mit drei Kindern ist wunderschön, trubelig und oft auch anstrengend zugleich. Denn ganz ehrlich: Ich komme einfach zu nix. Außer zu den wirklich wichtigen Dingen. Wie Kuscheln. Und so.

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