Silvester mit drei Kindern – und frohes Neues Jahr!

Ein frohes Neues Jahr Euch allen! Seid Ihr gut hineingekommen ins Jahr 2018? Wir ja. Und ich war um Mitternacht tatsächlich noch wach. An unserem ersten Silvester zu fünft. Silvester mit drei Kindern, also genauer gesagt, zwei Kindern und Baby ist etwas anderes als das Silvester früher in der Prä-Kind-Ära. Die große Silvesterfeierin war ich eh nie, aber mit Kindern sind meine Silvesteraktivitäten seit sechs Jahren auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Meinen Jungs war jedenfalls schon Tage vor Silvester klar: „Wir bleiben bis Mitternacht auf!“ Ich habe das noch angezweifelt und sollte eines Besseren belehrt werden…

Während unseres traditionellen Silvesterspaziergangs (habe ich schon als Kind gemacht) plapperten die Jungs ohne Unterlass nur davon, dass sie abends bis Mitternacht aufbleiben wollten, um aus dem Fenster das Feuerwerk in der Stadt anzuschauen. Ich musste lachen: „Ja, macht man. Ich geh früh mit Eurer Schwester ins Bett.“ Ihr kennt das, oder? Jede Sekunde Schlaf ist kostbar. Kostbarer als jeder Jahreswechsel und vor allem kostbarer als die Raketen, die über den Lübecker Nachthimmel fliegen. Da fassten die Jungs einen Plan: „Dann wecken wir dich und Papa eben auf, wenn es Mitternacht ist, damit ihr die Raketen nicht verpasst.“

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Raclette mit Kindern: Tortellini statt Käse in die Pfanne

Ich musste immer noch lachen bei der Vorstellung. Nun, der Tag war gemütlich. Berliner essen am Nachmittag, Monopoly spielen und dann Raclette. Was mit Kindern immer sehr drollige Züge annimmt. Da werden Tortellini ins Pfännchen geworfen und anschließend in Ketchup getaucht. Den Käse, um den es ja eigentlich irgendwie geht beim Raclette, den mögen sie gar nicht. Wollten aber trotzdem unbedingt Raclette essen. Konnten sich aber dann überraschend lange am Tisch aufhalten und amüsieren mit Pfännchen voller Mais, Speckwürfeln und Kartoffeln. Achja, die schwarzen Oliven mochten sie überraschenderweise auch. Alles in allem sehr gemütlich und der Ehegatte und ich hatten umso mehr Käse für uns. Bis wir kurz vorm Platzen waren, dieses angenehme Völlereigefühl, Ihr wisst schon!

Das Baby verschlief das Essen in der Babytrage, so dass ich, oh Wunder, endlich mal wieder mit zwei Händen essen konnte, ohne dass mein Mann mir alles in mundgerechte Stückchen schneiden musste! Das war ihr Silvestergeschenk an mich – unsere rücksichtsvolle Tochter!

Nach dem langen und wirklich gemütlichen Abendessen hatte unser Babymädchen aber genug vom Tragen und Kuscheln und wollte jetzt ihrerseits Abendbrot. Also Mamamilch, viel Mamamilch. Und anschließend wollte sie ein bisschen schreien. Ihr war dann doch alles zu viel und zu aufregend. Ich also ab ins Bett mit ihr. Kuscheln auf dem Bett, stillen, warten bis sie schlief. Und kurz darauf wieder aufwachte. Also tragen. Stillen.  Kuscheln. Was man halt so macht. Auch an Silvester. Silvester mit Baby ist anders, die Zeiten der großen Partys sind halt vorbei. Wobei ich nicht traurig drüber bin, ich habe schon früher nie groß Silvester gefeiert, es ist irgendwie ein Tag wie andere auch. Böllerei ist nicht so meins, war es nie, ich bin aus der „Brot statt Böller“-Generation. Rausgehen tu ich schon mal gar nicht, keine Lust auf Feinstaub und keine Lust darauf, von einem umherzischenden, herrenlosen Knaller in Brand gesetzt zu werden.

Wachbleiben bis Mitternacht: Silvesterparty mit kleinen Kindern

Also ändert sich irgendwie nicht so viel mit Kindern und Baby. Ich jedenfalls ging dann irgendwann um zehn mit dem Baby ins Bett. Machte mich bettfertig, kuschelte mich hin, stillte und nickte ein. Die Jungs derweil hartnäckig am Wachbleiben, sie wollten ihre Party! Als ich um halb zwölf aufwachte, weil das Baby Milchnachschub wollte, ging ich mit Baby ins Wohnzimmer und fand meine drei Männer vor dem Laptop sitzend vor. Sie schauten – ob Ihrs glaubt oder nicht! – Videos auf Youtube, wie verschiedene Lego Technic Sachen zusammengebaut werden und was die dann können. Der  Große hat zu Weihnachten Lego Technic bekommen und nun sind beide Jungs ganz scharf auf Zahnräder und Co. Besonders angetan hat es ihnen der große Lego Technic Schaufelradbagger, dessen Funktionen sie sich also Silvester kurz vor 12 ausführlichst in einem Video erklären ließen.

Das hatte übrigens einen massiven Trotzanfall des Kleinen zur Folge – heute morgen nach dem Aufstehen. Denn er will nun auch diesen Schaufelradbagger. Mit 3000 bis 4000 Teilen und einer Aufbauanleitung so dick wie ein Telefonbuch. Schon klar. Er wollte ihn heute morgen kaufen gehen, dass die Geschäfte zu haben, war kein Argument.

ganznormalemama Nathalie Klüver

Ich kuschelte mich mit dem Babymädchen früh ins Bett.

Aber zurück zu gestern. Die Jungs schafften es tatsächlich bis nach Mitternacht aufzubleiben und drückten sich die Nasen an den Fenstern platt, bis vom Feuerwerk  nichts mehr zu sehen war. Ich ging übrigens vor ihnen ins Bett. Heute morgen wurden wir dann dafür belohnt, dass wir unsere Jungs solange aufbleiben ließen, wie sie wollten: Um halb zehn wurde der erste wach. Da hatte ich das Baby schon mehrfach gestillt und gewickelt. Um zehn wurde der zweite wach. Um elf saß schließlich die ganze Familie beim Frühstück. Fast so wie in alten Partyzeiten, damals, als man noch kinderlos bis in die Puppen schlief!

Nur ohne Kater und den Kaffee konnte man auch ordentlich genießen. Und überraschend ausgeschlafen bin ich auch.

Ist super so ein Silvester mit drei Kindern, finde ich!

Wie war Euer Silvester? Ich hoffe, Ihr seid gut ins neue Jahr gekommen, ob mit oder ohne Party. Ich fand es alles sehr gemütlich, bin heute gut ausgeschlafen und freue mich, dass alle Wünsche erfüllt worden: Die Jungs konnten bis Mitternacht aufbleiben, ich hab geschlafen, aber trotzdem den Jahreswechsel mitbekommen und ausschlafen konnte die ganze Familie samt Baby auch. Besser geht kaum, oder? Nur ein Wunsch konnte leider bisher nicht erfüllt werden (trotz ewig andauernden Trotzanfall) – mein Kleiner hat den Riesenschaufelradbagger von Lego Technic heute nicht geschenkt bekommen.

Nathalue klüver, ganz normalemama

Spaziergang am Neujahrstag: ausgeschlafen und gut gelaunt.

Ich wünsche Euch ein supertolles 2018, dass Eure Wünsche in Erfüllung gehen und Ihr gesund bleibt! Ich freue mich darauf, Euch auch dieses Jahr aus meinem ganz normalen Alltag mit drei Kindern zu erzählen, Bücher und Reiseziele vorzustellen und Euch mitzunehmen, zumindest ein kleines bisschen, in mein Leben als ganznormaleMama.

Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr  familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest – ich freue mich auf Euch!

Und wusste Ihr, dass mein neues Buch „Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder auf dem Markt ist!? Ein undogmatischer Erziehungsratgeber zum Thema „Zweites Kind“ – humorvoll und praxisorientiert

 

5 Kommentare zu “Silvester mit drei Kindern – und frohes Neues Jahr!

  1. Ich wünsche dir und deiner Familie auch ein wunderschönes neues Jahr und alles Gute für 2018.
    Wir lagen um Mitternacht zwar im Bett, aber unsere Kleine (1 Jahr) war ab 23:15 Uhr wach und ist wegen der Knallerei erst gegen 1 Uhr wieder eingeschlafen. Aber es war ein sehr gemütlicher Jahreswechsel und einigermaßen ausgeschlafen waren wir am nächsten Tag auch.
    Liebe Grüße

  2. Das klingt super :)
    Ich hab ins neue Jahr gearbeitet und Silvester im Kinderheim gefeiert.
    Schön war’s und auch dort habe ich außergewöhnlich lange morgens Ruhe gehabt, weil alle Kinder so lange aufbleiben konnten :D
    Dir und deiner Familie ein frohes, glückliches und gesundes neues Jahr!
    Liebe Grüße
    Steffi

  3. Hallo und ein frohes neues Jahr. Unser Sohn möchte auch so gern den Schaufelrad Bagger haben- er ist 3 1/2 Jahre alt :-)
    Mittlerweile konnte ich ihm aber beibringen, dass das erst was für größere Schulkinder ist.
    LG aus Greifswald.
    Franziska

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