Drittes Kind, drittes Wochenbett – was ich seit dem letzten Mal ganz vergessen hatte

Zwei Wochen ist unsere Babymaus nun alt und wir sind zuhause gut angekommen – sind aber noch weit entfernt von „gut angekommen im Alltag“. Und das ist auch gut so. Denn gerade diese ersten Wochenbettwochen haben einen so besonderen Zauber, den ich so lange wie möglich erhalten möchte. Diese Zeitblase, dieses Dahintreibenlassen und Herunterkommen. Und ich stelle fest, es gibt so viele Dinge, die ich wieder ganz vergessen hatte, seit der Geburt unseres Kleinen vor vier Jahren. Wie gut Neugeborene riechen. Aber auch Dinge wie den Wochenfluss, Milcheinschuss und Co.

Dinge aus dem Wochenbett, die man schnell wieder vergisst

IMG_7402

Ich hatte ganz vergessen…

… wie klein so ein Neugeborenes ist.

Wie federleicht. Vor allem im Vergleich zu meinen großen Jungs. Dieser kleine Kopf, der noch gestützt werden muss (wobei das Stützen ganz automatisch kommt, all diese Handgriffe, die bei uns schon vier Jahre zurückliegen, sie waren sofort wieder präsent), diese kleinen Hände, diese feinen Fingernägel – ich konnte die ersten Tage stundenlang mein Babymädchen anschauen und staunen. Als ich mein Baby nach der Geburt an der Brust liegen hatte und sie mich neugierig anschaute, dachte ich: Wahnsinn, die ist ja mini. Die wiegt doch keine drei Kilo! Und dann wenig später wurde sie gewogen und es stellte sich heraus:  Mit 3680 Gramm kam sie keineswegs mini auf die Welt. Ich hatte es einfach nur vergessen, wie klein so ein Baby am Anfang ist!

… wie federweich sich die ersten Babyhaare anfühlen.

Wie ein Küken. So leicht und weich sind diese ersten Haare auf dem Kopf von Neugeborenen. So ganz anders als die Wuschelmähnen meiner Jungs. So federweich fühlen sich nur die Haare von ganz kleinen Babys an. Unvergleichlich.

…. wie gut so ein Neugeborenes riecht.

Das lässt sich gar nicht beschreiben. Man möchte diesen Duft einfach nur konservieren, inhalieren, sich immer dran erinnern.

… wie schnell sich so ein Neugeborenes verändert.

Zwei Wochen ist unsere Kleine heute alt. Und in diesen zwei Wochen hat sie sich unglaublich verändert! Nicht nur dass sie mittlerweile 3900 Gramm wiegt. Ihr ganzer Blick, das Gesicht – alles hat sich unglaublich verändert. Am Anfang noch dieses leicht verknitterte Antlitz, die feinen Wimpern, die sich im Laufe der letzten Tage entfalteten. Und heute die rosige, knuffige, weiche Babyhaut. Dazu der Blick, der sich so geändert hat. Mittlerweile fixiert sie einen immer länger mit ihren Augen, blickt immer wacher in die Welt. Als ich gestern die Fotos nach der Geburt mit meinem zwei Wochen alten Baby verglich, wurde mir wieder bewusst: Sie werden so schnell groß. Es geht in riesigen Schritten!

… wie viel Zeit man damit verbringen kann, sein Baby einfach nur anzuschauen.

Und es wird einem nicht langweilig dabei! Dieses warme Mutterliebegefühl, das sich dabei im Bauch ausbreitet, gemischt mit diesem Stolz und die Verwunderung „dieses Baby war wirklich in mir drin?“.

IMG_7407

Was einem vor dem ersten Wochenbett kaum jemand sagt

Ich habe aber auch vergessen…

… wie das mit Milcheinschuss ist.

Es gibt ja auch Dinge, die man vielleicht eher verdrängt als vergessen hat. Der Milcheinschuss ist so eine Sache. Diesmal ging es bei mir aber schneller als bei den beiden Jungs vonstatten und nach zwei Tagen war die Sache gegessen. Jetzt quelle ich eher über wie so ein Brunnen, auch das eine Sache, die ich vergessen hatte. Ich musste meinen Mann erstmal Stilleinlangenachschub kaufen gehen, weil ich einen viel zu kleinen Vorrat angelegt hatte – ich hatte ganz vergessen, wie viele man am Anfang davon benötigt!

… wie das mit dem Wochenfluss war.

Auch das ist so etwas, was man schnell vergisst. Dabei gehört es zum Wochenbett halt einfach dazu. Kommt keine von uns drum herum. Aber das macht das Ganze nicht unbedingt angenehmer.

… wie sehr man in den ersten Tagen nach der Geburt schwitzt.

Könnt Ihr Euch daran noch erinnern? Das erzählt einem vor der  ersten Geburt auch keiner – und man vergisst es ganz schnell wieder. Das ganze Schwitzen in den ersten Tagen. Ich hatte es noch ein bisschen in Erinnerung und in weiser Voraussicht  ins Krankenhaus keinen dicken Flanellschlafanzug eingepackt – aber an dieses Ausmaß konnte ich mich nicht mehr erinnern!

… wie sich eine Nacht ohne Schlaf anfühlt.

Ohja, das hatte ich wirklich vergessen. Wie müde man sein kann. Und wie man erstaunlicherweise dann trotzdem durch den Tag kommt. Und ich muss sagen: Ich liebe es, dass ich jetzt wieder so viel Kaffee trinken kann, wie ich will… Aber bei allem Schlafmangel – noch geht es erstaunlicherweise.  Ich habe dazugelernt: Ich gehe einfach um Acht mit den Kindern ins Bett. Und bin dann morgens doch einigermaßen ausgeschlafen. Das werde ich jetzt einfach so durchziehen, bis die Kleine einen etwas besseren Schlafrhythmus hat.

Wickeln ist wie Radfahren – man verlernt es nicht

Zwei Wochen ist unsere Babymaus nun alt – und obwohl ich vieles vergessen hatte, kommt so vieles sofort wieder. Wie das richtige Halten, von dem ich schrieb. Es gibt Dinge, die verlernt man nicht. Wickeln zum Beispiel. Das ist wie Fahrradfahren. Einmal gelernt, für immer im Gehirn abgespeichert. Bodys anziehen und diese ganzen fitzeligen Miniknöpfe zu machen. Und dann natürlich alles mit einer Hand zu erledigen. Die Bewegungsabläufe sind sofort wieder da! Als ob ich zwischendrin nie die Gelegenheit hatte, meinen Alltag mit zwei Händen zu gestalten. Auf einmal kann ich es wieder: mit einer Hand Texte tippen. Mit einer Hand essen. Mit einer Hand Schuhe anziehen. Mit einer Hand eine Dose öffnen. Das ist ebenfalls wie Fahrrad fahren – man verlernt sowas einfach nicht!

Nun werde ich aber erst mal wieder an meinem Baby schnuppern und mich über diese kleinen Hände freuen. Ihr  versteht – ich habe noch ein wichtiges Date!

Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr  familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest – ich freue mich auf Euch!

Und wusste Ihr, dass mein neues Buch „Willkommen Geschwisterchen: Entspannte Eltern und glückliche Kinder auf dem Markt ist!? Ein undogmatischer Erziehungsratgeber zum Thema „Zweites Kind“ – humorvoll und praxisorientiert

Das Wochenbett und die erste Zeit mit Baby: was einem vorher keiner erzählt, was man vergisst.

 

 

5 Kommentare zu “Drittes Kind, drittes Wochenbett – was ich seit dem letzten Mal ganz vergessen hatte

  1. ❤lichen Glückwunsch auch hier. 😊
    Oh maaaaaan… ich habe heute eh so einen „Ich möchte jetzt unbedingt noch ein Baby“-Tag.
    Was soll ich nach Deinem Post sagen? 😁
    Ich möchte jetzt unbedingt noch ein 3. Baby…. 😍😍😍😉

    Gefällt mir

  2. Herzlichen Glückwunsch zum süssen baby no.3 !!! Lass es dir gut gehen und verwöhnen:-)
    Ich kann total mitfühlen wie du das so erzählst…dabei ist es bei mir auch schon 3 und 6 Jahre her !!!!
    Lieben Gruß

    Julia

    Gefällt mir

Was denkst Du?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s