In Warteposition… morgen ist Stichtag.

Da sitz ich nun mit meinem dicken Bauch und warte. Lausche auf die Signale meines Körpers. Ab und zu ein Ziehen. Ansonsten Ruhe. Morgen ist Stichtag und theoretisch kann es jederzeit soweit sein: Unser Baby kommt! Den Geburtstag meine Kleinen habe ich letzte Woche hinter mich gebracht, das Wochenende haben wir auch noch einmal genossen und waren lange am Strand spazieren – und eigentlich kann es jetzt mal losgehen. Wir sind bereit!

Mein Großer kam drei Tage zu früh, der Kleine vier Tage zu spät. Vielleicht wird es ja diesmal der Stichtag?! Bei jedem Ziehen im Bauch sofort der Gedanke: Geht es bald los?! Doch dann wieder Ruhe. Mein Rücken sagt mir, dass es ihm langsam reicht mit dem dicken Bauch. Jedes Umdrehen im Bett- mühsam. Kissen für den Bauch umbetten und dann wälz ich mich walrossgleich und wenig elegant von einer Seite zur anderen. Schnauf schnauf. Und wache dann wenig später wieder auf, weil die Seite weh tut und ich mich wieder umdrehen muss. Schnauf schnauf alles von vorn.

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Die Natur hat es clever eingerichtet, dass zum Ende der Schwangerschaft alles etwas mühsamer wird. Dann fällt der Abschied vom Babybauch nicht so schwer. Ich watschel so langsam durch die Stadt, dass mich Omas mit Rollatoren überholen!

Morgens denke ich immer: Jetzt könnte es im Laufe des Tages mal losgehen. Der  Ingwertee wird wieder gekocht und mittags gibt es dann Milchreis mit Zimt. Und noch nen Yogitee. Abends denke ich dann aber: Ach, jetzt mitten in der Nacht muss es nicht losgehen. Noch einmal durchschlafen, Kraft tanken, mit den Jungs kuscheln. Wobei man nicht wirklich von Durchschlafen sprechen kann – ist das nicht gemein, da könnte ich noch ein paarmal richtig schön das Durchschlafen genießen und wache ständig auf?!

Warten auf das Baby  – wenn die Welt ein wenig stillsteht

Letztlich steuern kann ich es ja eh nicht, wann die Wehen einsetzen. Morgen, am Stichtag, bin ich noch mal bei meiner Ärztin, mal sehen, ob sich schon irgendwas getan hat. Heute oder morgen wäre doch ein guter Tag für unsere Kleine, um aus dem Bauch zu schlüpfen. Ich habe eigentlich keine Lust auf das tägliche CTG und Warten, wenn der Stichtag verstrichen ist und man immer die drohende Einleitung vor Augen hat. So spannend muss es unsere Kleine doch nicht machen!

Naja.. nun heißt es erst einmal: Abwarten und Tee trinken. Und noch ein wenig die Babydecke fertigstricken. Vielleicht kommt unsere Kleine ja erst, wenn ich die letzten Maschen abgekettet habe!

Heute habe ich nun erst einmal den Kleinen hier zuhause, der wollte heute nicht in den Kindergarten. Das hatten wir noch nie, eigentlich geht er gerne hin. Aber irgendwie ging es heute gar nicht. Ich glaube, er merkt was und will noch einmal eine große Portion Mama tanken. Wir machen es uns jetzt gemütlich und dann koche ich mir nochmal einen schönen heißen Yogitee.

Es ist eine besondere Zeit, so kurz vor dem Stichtag, wenn sich die Welt ein wenig langsamer zu drehen scheint. man Verabredungen nur noch unter Vorbehalt trifft und sich einigelt, es sich gemütlich macht in seinen vier Wänden, nicht zu weit weg vom Krankenhaus (wir wohnen tatsächlich ziemlich gleich um die Ecke) und immer zusieht, dass man sein Handy in Reichweite hat. Nun genieße ich mal trotz meiner Ungeduld diese Entschleunigung, diese Nicht-Planbarkeit und die Zeit, die ich noch für mich und ungeteilt für meine Jungs habe!

Mal sehen, wann ich Euch echte News verkünden kann. Ich halte Euch auf dem Laufenden -auf jeden Fall auf Facebook oder Instagram. Und hier auf dem Blog natürlich auch. Ich habe auch schon einige tolle Verlosungen, Rezepte und Buchtipps für Euch vorbereitet – nicht, dass Euch das Lesefutter ausgeht 🙂

 

4 Kommentare zu “In Warteposition… morgen ist Stichtag.

  1. Ich wünsche Dir alles Gute für den Endspurt und für die Geburt! Mein Großer hat sich nach dem Stichtag noch zwei Wochen Zeit gelassen. Aber er war auch da noch so ein dünnes Hühnchen, dass das auch gut so war. Jetzt ist es bei mir in acht Wochen wieder so weit und ich bin gespannt, ob es diesmal früher losgeht…
    Auf jeden Fall immer schön, hier bei jemandem mitfiebern zu dürfen, der schon ein paar Wochen weiter ist. Das steigert die Vorfreude :-).

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  2. Du klingst wirklich herrlich entspannt. So viele Schwangere von denen man gegen Ende nur hört wie ätzend alles ist und dass das Kind endlich kommen soll, bei dir scheint es eine schöne Art der Vorfreude zu sein 🙂 Alles Gute für die Geburt!

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  3. Ich empfehle dir gaaanz viel Pfefferminztee 😉 Ich wusste es nicht und hab eine zeitlang in der Schwangerschaft sehr viel davon getrunken und plötzlich gemerkt, dass etwas stimmt. Dann erst hab ich gelesen, dass zu viel Pfefferminztee wehenfördernd ist. >< Na, gegen Ende meiner Schwangerschaft werde ich es auf jeden Fall nochmal damit versuchen, wenn meine Kleine sich auch so viel Zeit lassen sollte.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Liebe und Gute für die Geburt und die Zeit danach ❤
    Liebste Grüße, Nätty

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