Endspurt! Schwangerschaftsupdate SSW 34

Und schwupps hat auch schon der Mutterschutz begonnen. 35. Woche und ich frag mich im Rückblick: Wo sind die letzten Wochen geblieben? Wurde nicht gerade erst mein Großer eingeschult? Und jetzt hat er schon wieder Herbstferien! Waren wir nicht gerade erst noch im T-Shirt spazieren? Und jetzt färben sich auf einmal die Blätter bunt. Habe ich nicht gerade erst meine Schwangerschaft verkündet? Und jetzt bin ich schon in SSW34, hatte das Vorgespräch mit meiner Belegärztin für die Entbindung und blicke hinunter auf eine riesige Kugel, die mir so langsam jede Sitz- und Liegeposition ungemütlich macht.

Wisst Ihr, was tatsächlich aktuell die bequemste Sitzposition ist? Hier am Schreibtisch vor dem Computer! Verrückt, oder? Aber auch ganz praktisch, so kann ich ohne mich zu verrenken, noch ein paar Blogbeiträge schreiben. Abends auf dem Sofa schiebe ich mittlerweile die Kissen hin und her und versuche so lange, eine bequeme Position zu finden, bis ich entnervt ins Bett gehe. Und dort dann alle Naslang aufwache, mich hin und her wälze und wie ein Walross dabei schnaufe. Wer noch nie schwanger war, ahnt nicht, wie anstrengend ein banales Sich-im-Bett-Umdrehen sein kann! Dazu kommt diese verflixte Kurzatmigkeit, weil das Baby direkt unterm Zwerchfell liegt.

Schwangerschaftsupdate SSW 34

An manchen Tagen überraschend vital!

Beim Laufen habe ich mittlerweile auch diesen Watschelgang drauf und über das Tempo will ich gar nicht reden. Ich bin froh, wenn ich mit meinem Kleinen unterwegs bin und mein Tempo seinem anpassen kann – dann fällt es nicht so auf WIE langsam ich geworden bin . Watschel. Watschel.  Dafür sind Ischias und Symphyse wieder besser geworden. Es ist wirklich tagesformabhängig: An manchen Tagen meldet sich der Ischias stärker, dann zieht es durch das ganze Bein, an anderen geht es ganz gut. Halt alles etwas schwerfälliger und langsamer, aber das ist vielleicht auch ganz gut, wenn einen der eigene Körper runterbremst und sagt: Einen Gang runterschalten!

Das letzte Trimester: Es wird beschwerlich

Aber ich will nicht jammern. Alles in allem geht es mir wirklich gut. Zwischendrin tauchte mal eine Wehe auf, wo keine sein sollte und ich habe alles ein bisschen ruhiger angehen lassen. Das mache ich jetzt sehr viel bewusster: Immer wieder Pausen einlegen. Nicht immer gleich springen, wenn die Kinder meckern (sie müssen sich eh dran gewöhnen, wenn das Baby da ist), den Haushalt einfach auch mal Haushalt sein zu lassen und den Staubsauger nicht hervorzuholen. Die Ruhe tut mir gut und ich versuche auch, mich weniger aufzuregen und weniger zu schimpfen (gelingt nicht immer, Ihr kennt das wahrscheinlich!) – und dann kommt noch der kleine Wutzwerg dazu, der auf einmal wieder aufgetaucht ist.

Diese Woche war dann beim CTG alles ruhig und das mit den Wehen schien sich gelegt zu haben. Dafür hatte ich das Vorgespräch zur Geburt mit der Belegärztin, die auch schon meine beiden Jungs entbunden hat. Sie schallte noch mal – und das Baby ist zwar groß und mit 2400 Gramm auch schon gut im Gewicht, aber der Kopf ist kleiner als der meiner Jungs zu diesem Zeitpunkt war. Da die beide mit einem echten Dickschädel auf die Welt kamen (den sie im übertragenen Sinne heute immer noch haben), bin ich froh zu hören, dass es diesmal vielleicht etwas leichter gehen könnte.

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Mit der 35. Woche ist nun aber auch die Endspurtphase im dritten Trimester gekommen, in der es irgendwann auch mal reicht. Mit Bauchwachstum, mit  juckender Haut auf dem Bauch, mit Kurzatmigkeit, unbequemen Sitzpositionen und Rückenschmerzen. Aber gleichzeitig ist es auch ein Zwiespalt der Gefühle: Kennt Ihr das? Die Vorfreude auf das Baby und gleichzeitig die Wehmut, dass der Bauch dann wieder leer ist? Die Vorfreude darauf, dass der Körper wieder einem selbst gehört (bis auf die Milch) und die gleichzeitige Wehmut, dass einen keiner mehr von innen tritt? Diese dritte Schwangerschaft wird ja aller Wahrscheinlichkeit nach meine letzte sein. Schwangersein ist schön! Aber auch doch anstrengend, vor allem zum Ende hin.

Ich habe nun die 60 Kilo-Marke überschritten, was 14 Kilo mehr auf den Rippen bedeutet – aber im Vergleich zu meinen letzten beiden Schwangerschaften habe ich doch etwas weniger zugenommen. Beim letzten Mal hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch schon etwas Wassereinlagerungen, die gibt es diesmal noch gar nicht. Dafür ist der Bauchumfang gigantisch und von Senkwehen ist noch nichts zu sehen und zu spüren. Meine Hebamme meinte, dass es bei der dritten Schwangerschaft auch erst kurz vor der Geburt geschehen kann. Dann muss ich diese Kurzatmigkeit wohl noch ein bisschen durchhalten …

Was ich im Mutterschutz noch alles erledigen möchte

Nun, da ich weniger arbeite, bin ich am Planen, was ich im Mutterschutz eigentlich noch so alles erledigen möchte. Da wären ja noch diverse Fotobücher, die auf mich warten. Oder Weihnachtsgeschenke, die ich schon mal erledigen könnte, denn wer weiß, ob ich im Wochenbett dazu komme. Langweilig wird mir nicht werden. Zumal am Nachmittag dann ja auch immer die Jungs da sind und mich auf Trab halten!

Was hattet Ihr für Pläne für den Mutterschutz? Und habt Ihr alles geschafft? Ich kenne mich ja inzwischen und bin mir sicher: Ich werde nur halb so viel schaffen, wie ich mir vornehme 🙂

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Dritte Schwangerschaft, SSW34: Der Mutterschutz hat begonnen. #schwangerschaft

2 Kommentare zu “Endspurt! Schwangerschaftsupdate SSW 34

  1. Für mich sind die letzten zwei Wochen angebrochen und ich habe mir zu Beginn des Mutterschutzes auch ganz viel vorgenommen. Ich wollte noch einiges für die Wintergarderobe der Kinder nähen, ich wollte auch Fotobücher fertig machen, ich wollte die Adventsvorbereitungen vorziehen und alle Weihnachtsgeschenke beisammen haben. Naja…das bisher habe ich nicht annähernd alles geschafft. Wenn ich ehrlich bin fast gar nichts. Aber es wird auch so gehen und irgendwie wird doch immer alles irgendwann fertig.
    Ich wünsche dir eine schöne restliche Schwangerschaft!
    Liebe Grüße,
    Lila

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