Dritte Schwangerschaft: Rückblick auf das erste Trimester – was ist diesmal anders?

Der Bauch wächst gigantisch schnell und ich hatte Euch ja versprochen, Euch ab und zu über meine Schwangerschaften und die Gedanken übers dritte Kind auf dem Laufenden zu halten. Wir sind gerade eine Woche in Frankreich gewesen (mehr dazu ganz bald, denn es war WUNDERBAR!) und nun bin ich herrlich entspannt. Dem Bauch geht’s gut. Mir auch. Aber erst einmal möchte ich zurückblicken auf das erste Trimester. Denn obwohl es die dritte Schwangerschaft ist und man meinen sollte, man wäre ja längst Profi – nee, ist nicht so. Jede Schwangerschaft ist anders und die Aufregung ist tatsächlich wieder dieselbe (und die Freude auch!). Und diesmal ist tatsächlich einiges anders – weshalb man mir ständig prophezeit, dass es ein Mädchen wird…

Lustigerweise hatte ich kurz bevor ich merkte, dass ich schwanger bin, extra noch eine neue Packung Tampons gekauft. Das ist irgendwie typisch, oder?! Als ich die dann aber zuhause ins Regal räumte, rechnete ich nach und stellte fest, dass ich ein paar  Tage drüber bin. Ich machte mir aber nicht viele Gedanken, denn seit ich meinen Kleinen abgestillt hatte (das war erst im Dezember!) hatte sich der Rhythmus noch nicht wieder so eingependelt. Als mir ein paar Tage später aber ein bisschen übel wurde, als ich den Müll rausbringen wollte und der „Duft“ einer gefüllten Mülltonne an meine Nase drang, meldete sich eine kleine Stimme im Hinterkopf: „Dir ist doch sonst nie schlecht.“

Da mir aber bei meinen ersten Schwangerschaften nie so richtig übel war, nahm ich dieses Zeichen nicht weiter ernst. Einen Tag später erfuhr ich, dass eine gute Freundin mit ihrem dritten Kind schwanger ist. Und da begann ich innerlich zu rechnen und stellte fest: Mehr als eine Woche drüber! Am nächsten Morgen ich also ab zum Drogeriemarkt. Test gekauft. Test gemacht. Zwei Striche. Eindeutiger als sie bei meinen beiden ersten Schwangerschaften waren.

Dritte Schwangerschaft: Was ist diesmal im ersten Trimester anders? Gedanken zum Babybauch, zum dritten Kind und zum Mutter-Sein von drei Kindern.

Im Gegensatz zu den ersten Schwangerschaften beließ ich es bei einem Test. Falsch positiv ist eher unwahrscheinlich, diesmal sparte ich mir das Geld. Ich rief also meine Ärztin an – es war Freitag kurz vor 12 – und konnte schon am Dienstag hin. Da war ich dann 6+3 und es war eine wunderschöne Fruchthöhle mit Punkt zu sehen! Obwohl ich das Prozedere kannte und wusste, was man zu diesem Zeitpunkt sehen und nicht sehen konnte – es war wieder aufregend, es war wieder wunderschön.

Schwangerschaftsübelkeit kannte ich bis dato noch nicht

Und dann begann ein paar Tage später die Schwangerschaftsübelkeit. Sie erinnerte mich jeden Morgen daran, dass da ein kleines Baby in mir heranwuchs. Bei den ersten Schwangerschaften wurde mir vielleicht manchmal bei bestimmten Gerüchen etwas flau im Magen. Aber diesmal war es anders. Das kannte ich gar nicht: Eine permanente Übelkeit von morgens bis abends. Mal mehr, mal weniger. Nein, ich habe mich nie übergeben. Aber es war immer irgendwie kurz davor. Bei bestimmten Gerüchen musste ich würgen. Bestimmtes Essen ging gar nicht (Fleisch, Fleisch war ganz schlimm. Ich esse eh nur einmal die Woche Geflügel – aber selbst das ging nicht mehr). An  manchen Tagen gingen nur Cornflakes mit eiskalter Milch und zum Nachtisch Kinder Schoko Bons. Manchmal ging nur Salat.

Und dann klingelte drei Tage nach der ersten Untersuchung das Telefon: Meine Blutwerte hatten ergeben, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion hatte. Das hatte ich noch nie! Kann sich aber ergeben durch die erhöhten Östrogenwerte in der Schwangerschaft und es kann auch wieder weggehen, wenn das Baby da ist. Mein erster Gedanke: „Ich werde alt.“ Ich bin halt diesmal 36 und somit eine Risikoschwangere! Da ist halt alles anders. Ein Glück ist so eine Schilddrüsenunterfunktion leicht behandelbar (unbehandelt kann sie allerdings Fehlgeburten oder Fehlentwicklungen beim Baby auslösen, also besser, man tut was dagegen) und ich muss jetzt eine Tablette am Tag nehmen.

Allerdings: Diese Schilddrüsenhormone muss man morgens nehmen. Auf nüchternen Magen. Mit einem Glas Wasser. Eine halbe Stunde vorm Frühstück. Mach das mal bei Morgenübelkeit. All die tollen Tricks von wegen „schon im Liegen vor dem Aufstehen ein Knäckebrot knabbern“ fielen somit weg.

Die dritte Schwangerschaft: Das erste Trimester - was diesmal anders ist

SSW15: Morgenübelkeit ist weg, der Bauch ist da!

Bleiernde Müdigkeit im ersten Trimester

Bei den letzten Schwangerschaften war mir zwar nicht übel, aber ich hatte im ersten Trimester eine furchtbare Müdigkeit. Ab 20 Uhr war ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Das war diesmal am Anfang nicht so und ich ulkte schon: „Ich würde die Übelkeit ja gern gegen die Müdigkeit tauschen.“ Zu früh gefreut, so ab der 8. Woche kam auch diese bleiernde Müdigkeit und ich ging regelmäßig mit den Kindern ins Bett. Ja, deshalb war es abends so still bei mir!

Der zweite Ultraschall kam, ein Glück in der achten Woche, vor dem Osterurlaub meiner Frauenärztin, die so nett war und mich vorher noch dazwischenschob. Ich war sowas von aufgeregt. Ein Glück wurde der Blutdruck erst nach dem Ultraschall gemessen. Nix mit Routine und Gelassenheit. Auch beim dritten Mal ist sie groß, die Anspannung, ob man das Herzchen schlagen sieht. Ich starrte auf den Monitor und Ihr glaubt nicht, wie erleichtert ich war, als ich diesen kleinen Punkt pulsieren war. Meine Frauenärztin sagte: „Herzlichen Glückwunsch!“ Denn sie gratuliert immer erst, wenn das Herzchen schlägt und somit das Risiko für eine Fehlgeburt enorm sinkt.

Nun fühlte ich mich wirklich schwanger. Schlagendes Herz, Dauerübelkeit und Müdigkeit. Herzlichen Glückwunsch.

Bei der dritten Schwangerschaft wächst der Bauch noch schneller

Und dann begann der Bauch zu wachsen. Da ich ja seit der zweiten Schwangerschaft so ungefähr 0 Bauchmuskeln über hatte, hatte der Bauch leichtes Spiel. In der 7. Woche passten die Hosen nicht mehr. Ich trug also Röcke und superdehnbare Strumpfhosen. In der zehnten Woche musste ich auf größere BHS zurückgreifen (sowas hat man ja ein Glück nach zwei Schwangerschaften noch herumliegen) und mein Kleiner fing an sich zu erinnern, dass da ja mal „seine“ Milch rauskam: Er fragte dauernd nach der „Milchpackung“. Und bekam dann ein gutes Glas Kuhmilch vorgesetzt 🙂

Der Bauch wuchs in einem Wahnsinnstempo. Als ich in der 12. Schwangerschaftswoche den nächsten Ultraschall hatte und alles okay war, sagten wir es den Kindern. Die sich tierisch freuten und nun endlich eine Erklärung hatten, wieso Mama etwas dick geworden war und außerdem ständig so komisch vor sich hinwürgte, wenn es irgendwo stank.

Und dann ganz plötzlich, war das erste Trimester vorbei und schwupps verschwanden Übelkeit und Müdigkeit! Stattdessen bin ich nun ein bisschen kurzatmig, aber ich will mich ja nicht beschweren.

Der Bauch wächst in einem atemberaubenden Tempo und ich werde oft gefragt, ob ich im fünften oder sechsten Monat bin. Nee, vierter Monat. Nur die dritte Schwangerschaft. Es bleibt spannend, wo dieser Bauch noch hinwachsen will. Bei den letzten Malen hatte ich mehr als 20 Kilo zugenommen, was Rücken und Kniegelenke am Ende nicht so lustig fanden. Diesmal möchte ich das eigentlich nicht. Aber irgendwie muss der Po wohl ein Gegengewicht zum Bauch entwickeln – scheint ein Gesetz zu sein – und die Waage zeigt stetig nach oben.

Ich freue mich sehr, meine drei Männer auch. Und in den nächsten Tagen steht die nächste Untersuchung an. Vielleicht lässt sich das Baby ja dann zwischen die Beinchen schauen und wir wissen, was für einen Namen wir uns überlegen müssen. Mir wurde von allen Seiten prophezeit, dass es ein Mädchen wird, da mir diesmal im Gegensatz zu den beiden ersten Schwangerschaften immerzu übel war. Was sagen da Eure Erfahrungen?!

Ganz ehrlich: Mir ist es egal, was es wird. Die Jungsnamen gehen uns langsam aus, da müssten wir echt kreativ sein. Aber auch da würde uns was einfallen. Meine Jungs wünschen sich eine Schwester. Aber ich… freue mich einfach nur aufs Baby, egal, was es nun wird! Spannend ist es aber trotzdem 🙂

Herzlich Willkommen bei der ganznormalenMama! Wollt Ihr  familienfreundliche Reisetipps? Oder kinderleichte Rezepte? Oder Lustiges, Nachdenkliches aus dem Mamaalltag? Dann stöbert im Archiv und folgt mir auf Facebook, bei Instagram oder Pinterest – ich freue mich auf Euch!

 

 

7 Kommentare zu “Dritte Schwangerschaft: Rückblick auf das erste Trimester – was ist diesmal anders?

  1. Schwangerschaftsbäuche sind soooo schön ❤
    Mir war drei Monate lang schlecht, leider mit allem was dazu gehörte. Das hilft übrigens am Anfang nicht sooo viel zuzunehmen.. Ich habe sogar abgenommen. Jetzt holt mich aber der Bauch langsam ein 😉
    Um es kurz zu machen, in meinem Bauch zappelt ein kleines Mädchen.
    Welches Geschlecht es auch wird, ich wünsche dir alles, alles Gute für deine Schwangerschaft!

    Gefällt mir

  2. Gut dass es dir jetzt besser geht 🙂 Bei den Fotos dachte ich auch schon du seist weiter, aber so ein Schwangerschaftsbauch sieht im Sommerkleid auch einfach hübsch aus 🙂

    Gefällt mir

Was denkst Du?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s