Willkommen in unserer Galerie für moderne Kinderkunst!

„Warte, Mama, ich muss noch meine Bilder holen!“ So werde ich jeden Tag im Kindergarten von meinem Großen begrüßt. Und schon flitzt er in den Werkraum und kommt mit einem Stapel Bilder und gebastelter Kunstwerk zurück. Was nicht in den Rucksack passt, kommt in meine Handtasche. Stopf. Stopf. Die sorgfältige Aufbewahrung ist sekundär. Hauptsache, alles kommt mit. Zuhause werden dann alle Bilder herausgeholt und bestaunt und erklärt. So mehren sich die Kunstwerke meiner Kinder hier zuhause, Tag für Tag. Wir könnten eine Galerie aufmachen: „Moderne Kunst von Gegenständlich bis Abstrakt“. Doch ich befürchte, unsere Wände reichen nicht aus, um die gesamte Bandbreite unserer Kunstwerke zu zeigen.

Denn meine Jungs sind Fließbandkünstler. Ihre Kreativität und Schaffenskraft ist unendlich. Wenn man denkt, das lässt sich doch nicht mehr steigern, dann kommt am nächsten Tag noch ein Bild mehr dazu. Und eine Klopapierrollenbastelei. Und nach dem Kindergarten ist ja nicht Schluss. Zuhause wird munter weitergemalt. Und gebastelt. Und ausgeschnitten. Und geklebt. Und wieder gemalt. Vor allem mein Großer produziert Bilder über Bilder. Seit kurzem ist mein Kleiner auch auf den Geschmack gekommen und nun habe ich zwei kleine Künstler im Haus. Vor allem nachmittags haben es meinem Kleinen die Fingerfarben angetan und er produziert unermüdlich expressionistische Kunst. Und so wächst er unser Berg an Kinderbildern und macht dem Mount Everest bald Konkurrenz.

Kommt alle her ins Basislager und erklimmt den Mount Kinderkunst!

Was tun mit all den Kinderkunstwerken? Meine Kinder malen viel - sehr viel. Ihre Kreativtät ist unermesslich. Doch was tun mit all den Bildern?

Die Bilder meiner Kinder werden immer mehr … immer mehr…

Morgens nach dem Aufstehen: Noch bevor die Schlafanzughose aus ist, greift der Große nach Stift und Papier und zaubert das erste Kunstwerk. Der Kleine sitzt derweile mit seiner Schere da und schnippelt konzentriert Konfetti, was er später am Tag aufkleben will. Nach dem Kindergarten geht es weiter. Und abends vor dem Essen wird auch noch eben schnell eine Idee zu Papier gebracht. Meine Kinder hören nicht auf zu malen!

Und so wächst unser Kunstarchiv im Hause ganznormalemama auf stattliche Größen.

Kinderkunstwerke - es werden immer mehr

Die Kartons voller Bilder nehmen zu. Ich schaffe es schon längst nicht mehr, alle Bilder in Mappen abzulegen, nach dem Datum sortiert.

Was mit einigen sorgfältig mit Datum versehenden Mappen begann, hat längst größere Ausmaße angekommen. Ich gebe es zu: Ich komme nicht mehr hinterher mit dem Datum und abheften. Nun sind es Kartons, wo draußen dransteht „Februar 2017“. Nur reichen auch die Kartons längst nicht mehr aus. Die Wände sind dekoriert und Oma und Opa werden großzügig mit Bildern beschenkt. Mein Büro ist längst eine Galerie für sich mit Regenbögen, Burgen und abstrakten Kreisen. Mein Mann hat seinen Schreibtisch auch schon in ein Museum für moderne Kunst verwandelt.

Wohin mit all den Kinder-Kunstwerken?

Und es sind ja nicht nur die Bilder! Die „Objekte“ sind ja eine Ausstellungsklasse für sich. Wir haben hier Eulen aus Klopapierrollen, Raupen aus Eierkartons, kleine Drachen mit bunten Schleifen, Königskronen in allen Größen, gefaltete Polizeiautos, bunt bemalte Hampelmänner und und und. Dazu die Objekte, die so abstrakt sind, dass ich nicht weiß, was sie darstellen sollen. Das Problem dieser Objekte: Sie lassen sich nur suboptimal in Kartons verstauen. Und aufhängen kann man sie auch nicht. Und so haben wir auf den Fensterbänken eine Wechselausstellung einziehen lassen, die zudem stets ergänzt wird.

Basteln mit Klopapierrollen

Besonders angesagt: Kunstobjekte aus Klopapierrollen.

Ab und zu gelingt es mir, mich von einem Bild zu lösen und es mit in den Altpapiercontainer zu geben. Das hört sich herzlos an, aber angesichts von gefühlten 10 000 Exemplaren muss so eine Trennung manchmal sein. Aber da mein Herz an jedem einzelnen dieser Bilder hängt und meine Söhne auch äußerst sorgfältig darauf achten, dass eben nichts im Altpapiercontainer landet, sind diese Wegwerfversuche nicht sehr erfolgreich und vor allem so gar nicht zahlreich. Ich hatte mir mal vorgenommen, nur die schönsten Kunstwerke aufzuheben – aber beim Durchblättern dieser Riesenstapel, war jedes einzelne Kunstwerk für mich irgendwie das schönste. Und so wachsen diese Riesenstapel weiter.

Ich setze mich nun intensiv mit dem Thema auseinander, wie man die Kunstwerke seiner Kinder geschickt aufbewahren kann und sie vielleicht sogar in etwas Sinnvolles verwandeln kann. Diverse Methoden und Ideen habe ich schon – es fehlt, wie immer, die Zeit, sie umzusetzen. Wenn ich soweit bin, werde ich es Euch wissen lassen. Bis dahin sammel ich weiter, sentimental wie ich bin. Und versuche ab und zu zumindest mal die zwanzigste Variante des Regenbogens mit Baum drunter in einem Altpapier-Zeitschriftenstapel verschwinden zu lassen…

Was macht Ihr mit den Kunstwerken Eurer Kinder? Bringt Ihr es übers Herz, sie wegzuwerfen? Veschenkt Ihr sie weiter oder habt Ihr kreative Ideen, was man damit anstellen kann?

6 Kommentare zu “Willkommen in unserer Galerie für moderne Kinderkunst!

  1. Bei uns lagern auch schon diverse Ikeakisten voll mit Bildern und Bastelarbeiten auf dem Dachboden. Wir werden aber auch dazu übergehen die Bastelarbeiten zu fotografieren. Einige besonders tolle Stücke werden wir aufheben. Aber da eine Auswahl zu treffen ist sehr schwer 😦 Irgendwie sind alle toll… Die Bilder lassen sich da doch einfacher archivieren 😉

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  2. Meine zwei malen bisher noch nicht ununterbrochen und deshalb schaffe ich es tatsächlich nur die schönsten Sachen aufzubewahren. Alles kommt in einer Mappe und bisher reichen diese auch noch… Mal sehen wie lange. Aber ich tue mich jetzt auch nicht sooo schwer damit auch mal „Bilder“ wegzuschmeißen… Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob die Jungs selbst sie sooo interessant finden werden wenn sie größer sind und ich habe ja selbst genug zu gucken auch wenn ich „nur“ die schönsten behalte. Sie selbst hängen auch Gott sei Dank nicht all zu sehr daran… 😉

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  3. Kennen wir auch diese Problematik!
    Jemand hat mir mal geraten alles abzufotografieren so geht nichts verloren!
    Ähnlich ist es ja auch bei schöner oder liebevoll selbstgenähter Kleidung!
    Auf schönen Bildern hat man immer eine nette Erinnerung daran!
    Ich habe zwei süße Hobbykünstler!

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  4. Meine Jungs sind eher die Gelegenheitskünstler. Dennoch hat sich kistenweise bemaltes Papier angesammelt. Einen Bruchteil typischer Exmplare sammle ich mit Datum in einer Mappe oder wird verschenkt. Das meiste landet aber in diversen Pamperskartons („Schatzkisten“) unter ihren Betten. Den Großen habe ich soweit, dass er sie, wenn sie mal wieder überquiellen, nach ganz viele „Bitte, Bitte“ (oder Bestechung) aussortiert. Meist trennt er sich nur von ein paar Fremdexemplaren „Oh, dasss muss XY gemalt haben. Die hat ihr Fach in der Kita über meinem“ – manchmal habe ich aber auch Glück und er stellt fest: „Das ist ja alles Krickelakrackel – so male ich nicht mehr“ und fängt an großzügig auszusortieren… Und dann geht das Spiel wieder von vorne los 😉

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  5. Wunderbar… genau so geht es uns auch. Nur gut, dass bisher nur ein Kindernstler hier im Hause lebt und die Lütte Nr. 2 noch ein Baby ist… quasi ein Künstler in Warteschleife 😆. Aber allein die Kunstwerke dr Großen würden mittlerweile schon einen ganzen Umzugskarton füllen … mindestens… dabei ist sie doch erst seit September im Kindergarten 🤔😧😄. Mal gespannt ob wir bis zum Wechsel in die Schule dann einen Kunstcontainer im Garten aufstellen müssen.
    Bin sehr gespannte, welche Ideen du hier vorstellen wirst. Abgesehen von den klassischen IKEA Boxen fällt mir nix ein 🤔

    Liebe Grüße
    Christine

    P.S. An dieser Stelle muss ich noch schnell ein DICKES LOB loswerden. Dein Blog ist klasse. Endlich mal ein Blog, der sich nicht wie ein einziger Werbespot liest. Und ganz besonders gefällt mir, dass du so schön ehrlich bist und ganz klar schreibst, dass das Mamadasein nicht immer rosarot ist und glitzert. Bitte weiter so…ich LIEBE deinen Blog. ☺️👍🏻

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