Mein Kind und die Kacka-Witze: Alles nur eine Phase?!

„Alle meine Entchen, kacken auf den See, kacken auf den See“. Ja, das muss ich mir zurzeit täglich anhören. Nicht nur das Lied. Meine Kinder sind in der Pups-Kacka-Phase. Mein Kleiner ist frisch drin, der Große seit Jahren immer mal wieder. Pups-Kacka-Witze sind das Größte. Und noch besser: Es gibt eigentlich kein Kinderlied, in das man nicht ein gepflegtes „kacka“ in all seinen grammatikalischen Erscheinungsformen einbauen kann. Als Warnung will ich vorneweg schicken: In diesem Text wird das K-Wort überdurchschnittlich häufig gebraucht. Entschuldigt diese Fäkalsprache, aber so ist das Leben mit Kindern nunmal!

Besonders kreativ war das in der Weihnachtszeit. Da wurde an einem gemütlichen Adventssonntag im Kerzenscheine ein fröhliches „Oh Kackabaum, oh Kackabaum, wie kacka sind deine Blätter“ angestimmt. Gefolgt von einem „Oh du Fröhliche, oh du Seelige, gnadenpupsende Kacka-Zeit“. Unterm Tannenbaum gröhlten zwei kleine Jungs dann ein äußerst besinnliches „Lasst uns froh und kacka sein und uns Recht von Herzen pupsen“. Ebenso verzückt war ich von ihrer Version von „Leise kackert der Schnee„, die wirklich herzergreifend war.

Muscheln im Sieb

Muscheln? Nein, natürlich „Pups-Kacka-Muscheln“, wenn es nach dem Humor meiner Kinder geht…

In jedem Lied lässt sich ein Kacka unterbringen

Weihnachten ist vorbei, aber das hindert meine Jungs nicht daran, in jedes erdenkliche Lied, die Worte „Pups“ und „Kacka“ unterzubringen. „Es schneit, es schneit, pups alle aus dem Haus, es schneit, es schneit, die Welt sieht wie gekackert aus“ ist da nur so ein Beispiel. Dass sie sich beide dann total beömmeln und vor Lachen auf dem Boden kringeln, brauche ich wohl nicht zu erzählen, oder?

Kinder in der Pups-Kacka-Phase: Wie gehen Eltern damit um, wenn ihre Kinder ständig solche Wörter in den Mund nehmen? Erziehung ist nicht immer einfach!

Da bald auch Ostern naht, singen meine Kinder jetzt auch probehalber schon gerne „Pups, der kleine Osterhase, pupst ganz gerne auf die Nase„. Gestern übten sie sich auch in Herbstliedern: „Blätterfall, Blätterfall, bunte Kacka überall.“ Und danach dann: „Der Herbst, der Herbst, der Herbst pupst da. Er bringt uns Kacka, heihossasa. Bringt uns Kackawetter, schüttelt ab die Blätter, der Kacka ist da, heihossasa.“ Immerhin das Kackawetter kann ich so unterschreiben.

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Es ist immer wieder eine Freude, mit zwei – wirklich sehr süß aussehenden- kleinen Jungs beim Bäcker in der Schlange zu stehen. Denn nachdem sie sich ständig mit „Du Pups“, „kacker mich nicht an“ angepflaumt haben, geben sie den Umstehenden gerne auch noch ein Privatkonzert: „Eins, zwei, drei im Kackaschritt, kacken alle Kinder mit, der Otto pupst jetzt an der Reih und kackt an uns vorbei“. Ich hebe möglichst souverän lächelnd die Schultern und versuche meine Jungs abzulenken: „Schaut mal, so leckere Laugenbrezeln, da nehmen wir doch heute eine, oder?“ Das Singen wird kurz unterbrochen von einem: „Ja, ich will eine Kackabrezel!“

Die Pups-Kacka-Phase nimmt kein Ende

Achja, so geht es den ganzen Tag. Ich bin immer wieder überrascht, wie vielfältig dieses Universalwort „Kacka“ ist, dicht gefolgt von Lieblingswortnummer 2 „Pups“. Dabei sind wir gar nicht von der „Kacka-Fraktion“, für das große Geschäft benutzen meine Kinder das Wort „Aa“. Aber im Kindergarten überwiegt die „Kacka-Fraktion“ und Kacka lässt sich halt viel wirkungsvoller unterbringen und vor allem konjugieren als so ein schnödes Aa. Und so schallt es munter durch das Haus: „Kacka, Pups, fiderallala.“

Ich frage mich nur, wann sich diese Phase wieder legt? Kennt Ihr diese Pups-Kacka-Witze auch und könnt Ihr mir Hoffnung machen, dass es irgendwann so plötzlich vorbeigeht, wie es gekommen ist?!

(und nun noch einmal sorry für den übermäßigen Gebrauch dieser Fäkalsprache, die natürlich so gar nicht zu meinem eigentlich Wortschatz gehört.)

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20 Kommentare zu “Mein Kind und die Kacka-Witze: Alles nur eine Phase?!

  1. Wunderschön ^^ der text ist dir gut gelungen, mann kann es sich sehr gut vorstellen! mein sohn ist 3 1/2 Jahre und hat das ansatzweise (er hat 2-3 selbsterfundene wörter, in denen kaka vorkommt z.b. kakabuka), mal sehen, wie weit das noch ausartet!
    Die phase kann lange dauern, weil sich die kids in der kita-gruppe gegenseitig immer wieder daran erinnern und so bleibt es so lange angesagt, bis es mal von etwas anderem witzigen abgelöst wird.. wahrscheinlich ist ignorieren, sich als elterntei zusammenreißen und nicht lachen müssen die beste methode.

  2. Oh ja. Meine beiden Mädels (5 und 3,5 Jahre) brachten die Wörter eines Tages aus der Kita mit und es gab kein Halten mehr – im kommunikativen Sinne. Das wirkliche Kacka konnten sie zum Glück früh halten und an passender Stelle abwerfen ;-) Die Kleine ist allerdings ausgeprägter bei dem Thema dabei. Die Große hatte nur kurz eine Phase damit, steigt nun aber durchaus gerne mit ein in den K-Kanon. Es wird aber weniger, habe ich das Gefühl (hoffe ich jedenfalls). Unsere Guideline war – nicht am Tisch! Wenn sie es beim Spielen machen, ok aber wir haben es während unserer gemeinsamen Zeiten zu Tisch untersagt. Gleich zu Beginn der Phase erklärten wir, dass das nicht an den Tisch gehört, sie sich aber gern beim Spielen und Reimen ausprobieren können. Das hat gut geklappt. Rutscht der Kleinen am Tisch mal ein pupsiger Spruch raus, sagt die Große, dass das nicht schön ist, am Tisch zu sagen!
    Jo, ist wohl nur eine Phase. Wer weiß, ob die nächste besser ist ;-)
    Liebe Grüße
    Kath

  3. Hallo Nathalie,

    Scheinbar üben alle Arten von „unliebsamen“ Wörten bei den lieben Kleinen eine magische Anziehungskraft aus. Bei uns ist es eher das Sch-Wort.

    Ich bin da jedoch nicht so entspannt wie du und unterbreche konsequent soll „tolle“ Lieder oder Gedichte. Ob das pädagogisch wertvoll ist, weiß ich nicht einzuschätzen, aber bei 4 Kindern, die sich ansonsten immer mehr hochschaukeln geht es nicht anders. Vor allem da der aktuell 2-Jährige alles nachplappert und natürlich an den unpassendsten Stellen zum besten gibt.

    Ich weiß, dass man „böse“ Worte durch das Verbieten interessanter macht, aber bisher blieben mir längere Phasen mit diesen Worten erspart. Es scheint also zumindest bei meinen Kindern doch zu helfen.

    Vielen Dank für deinen lebensnahen Text. Ich bin gespannt welche Erfahrungen andere Eltern haben.

    Viele Grüße
    Mama Maus

    • Ich hab ja immer noch die Hoffnung, dass durch Ignorieren von mir, diese Phase schnell verschwindet… aber sie zieht sich schon eine Weile und kommt immer wieder neu :-) Solange sie es zuhause machen, geht es ja noch, da kann ich auch noch drüberlachen, aber in der Öffentlichkeit möchte ich dann manchmal schon im Boden versinken….

    • Wobei ich das K-Wort noch erträglicher finde, als das Sch-Wort. Beim Sch-Wort schreite ich ein, das wird hier konsequent unterbunden. Aber wenn die Kinder Kacka sagen, hat das ja noch irgendwie was Niedliches… Sch… sage ich auch selbst nicht, zumdinest solange die Kinde im Raum sind :-)

      • Nicht das hier ein falscher Eindruck entsteht: das sch.. Wort wird hier von den Erwachsenen auch nicht verwendet (zumindest nicht solange Kinder anwesend sind) ;-)

    • Ich habe auch vier Kinder und rüge konsequent „No-Go“ Wörter bei den großen und kleinen Kindern. Sonst würde hier ja eine Phase in die andere übergehen und es würde kein normaler Umgangston mehr herrschen 😉.
      Wenn ich schon kommentiere: Ich lese deinen Blog wirklich sehr gerne und regelmäßig, eine tolle MIschung von Erziehung, Tipps , nachdenklichen Texten und Urlaubsberichten.

  4. Also immer dieses Kackathema bei den Kids. Das finde ich, um mit den Worten von K1 und K2 zu sprechen „Kackafurz“. 😜😜😜 Haben wir schon seit Jahren und es nimmt kein Ende.

    Grüße aus Kackhausen,
    Irene.

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