Wie kann ich meine Kinder zum Zähneputzen animieren?

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Achja, das liebe Theater beim Zähneputzen. Gerade Abends ist das Zähneputzen keine leichte Sache bei uns. Denn abgesehen davon, dass die Kinder eh nicht ins Bett wollen, ist das Zähneputzen noch zusätzlicher Nervkram. Verbunden mit allerhand kreativen Ausreden („Das hat meine Zunge schon gemacht“, „Das macht der Sandmann, wenn ich schlafe“) und einer großen Portion Gezeter, zumindest beim Kleinen, der den Zusammenhang Zähneputzen = keine Löcher = kein Bohrer noch nicht so ganz nachvollziehen kann (oder will). Ich habe die verschiedensten Tricks ausprobiert, um die Jungs zum Zähneputzen zu animieren und nun tatsächlich eine Lösung gefunden… Sie verbindet Zähneputzen mit Spielen. Das klappt tatsächlich! Neuerdings fragen meine Kinder den ganzen Tag, wann sie denn endlich wieder Zähneputzen dürfen.

Playbrush: So bringt man die Kinder spielerisch zum Zähneputzen.

Zähneputzen war bisher immer mit viel Theater verbunden – neuerdings streiten sich meine Kinder darum, wer anfangen darf… Playbrush sei Dank.

Alle Tricks, Kinder zum Zähneputzen zu animieren fruchteten nicht

Ich habe es mit gut Zureden versucht. Meine Jungs haben mich angeschaut, genickt, aber das mit dem Zähneputzen fanden sie immer noch blöd. Ich habe Abzählreime benutzt, um sie zum  Zähneputzen zu animieren. Fanden sie lustig. Solange die Zahnbürste nicht an ihre Zähne kam. Auch die ganzen Bücher haben nur bedingt geholfen. Auch als ich mich selbst neben sie stellte und wir zu dritt synchron die Zähne putzten, hat sie das nur kurzfristig motiviert, sich selbst die Zähne zu putzen. Nämlich solange bis ich sagte: „Und jetzt putze ich noch einmal kurz bei euch nach.“ Da war der Spaß vorbei. Es hilft aber nichts: Bei Drei- und Fünfjährigen müssen die Eltern einfach noch mal die Zähne, ja auch die Milchzähne (!), nachputzen, sonst wird das nix.

Zähneputzen bei kleinen Kindern artet leider schnell in Stress aus. Ich glaube, solange sie selbst noch kein Loch hatten, ist das mit dem Loch und dem Bohren einfach zu abstrakt. Man soll ihnen ja auch keine Angst einjagen und schonungslos erzählen, wie das weh tut, wenn man eine Spritze bekommt und  der Bohrer so laut im Kopf dröhnt. Will ich ja auch gar nicht. Also müssen wir Eltern uns Tricks einfallen lassen, damit die Zähne auch wirklich so geputzt werden, dass die Sache mit dem Bohrer gar nicht sein muss.

Zahnbürsten

Zahnbürsten haben meine Kinder bisher mit großen Misstrauen beäugt…

Kurzfristig half bei uns der Zahnarztbesuch, bei dem die Zahnärztin an einem Gebiss vormachte, wie man richtig Zähne putzt. Aber dieser Eindruck war nach drei, vier Tagen auch wieder verschwunden. Auch die elektrische Zahnbürste war nur am Anfang spannend. Immerhin hat der Große es jetz

t eingesehen und lässt sich wenn auch wiederwillig die Zähne nachputzen. Der Kleine hingegen windet sich wie ein Aal und lässt nur unter GROSSEM Protest das Zähneputzen zu.

Nicht so schön, wenn das eigentlich ja kuschelige Einschlafritual mit so einem Zweikampf beginnt und man ein aufgelöstes, heulendes Kind mitten im Wutanfall neben sich sitzen hat.

Mit Playbrush wird das Zähneputzen zum Spiel

Das Problem mit dem Zähneputzen sollte sich nun lösen: Denn wir durften Playbrush testen. Playbrush verbindet das Zähneputzen mit einem Handyspiel. Diese Ankündigung ließ die Augen meiner Kinder leuchten. Das klang ja verheißungsvoll! Dass dafür die Zahnbürste in den Mund muss und man auch noch die Zähne putzen muss, war da Nebensache.

„Playbrush turns your manual toothbrush into a game controller“steht auf der Verpackung und so funktioniert das auch. Eine normale Kinderzahnbürste passt in den Playbrush-Aufsatz, den man vorher über USB auflädt. Die dazugehörige kostenlose App muss man aufs Handy laden, das Handy per Bluetooth mit dem Playbrush-Aufsatz verbinden. Dann noch schnell ein Profil für jedes Kind anlegen und los geht der Wettkampf: Mit der Zahnbürste geht es nämlich auf Monsterjagd!

Eine lustige Idee. Ich geb es zu, ich war erst etwas skeptisch, hielt das Ganze für überflüssigen technischen Schnickschnack. Ich bin froh, wenn meine Kinder nicht allzuoft an unsere elektronischen Geräte gehen. Aber Playbrush bringt richtig Spaß ! Und erfüllt seinen Zweck: die Kinder zum Zähneputzen zu animieren. Und ganz ehrlich: Es ist utopisch, unsere Kinder komplett vor den digitalen Medien fernzuhalten. Dann doch besser das Digitale für etwas Sinnvolles nutzen. Nämlich fürs Zähneputzen ohne Theater.

Mit der Zahnbürste auf Karies-Monsterjagd

Das Playbrush-Spiel Utoothia funktioniert kinderleicht. Man muss immer dort putzen, von wo die Monster-Kariesbakterien aufs Display kommen. Denn die Putzbewegungen sind per Bluetooth mit der App abgestimmt. Kommen die Monster von links, wird links geputzt. Allerdings nicht irgendwo links, denn erst, wenn man alle Zähne richtig gründlich geputzt hat, lösen sich die Karies-Monster in Luft auf. Dazu werden die Punkte für die Monster angezeigt, die man bereits weggeputzt hat und die verbleibende Zeit. Medaillen gibt es auch noch und die Geschwister können gegeneinander im Zahnputz- äh Monsterjagdwettbewerb antreten.

Playbrush: So bringt man die Kinder spielerisch zum Zähneputzen.

So konzentriert am Zähneputzen hat man meinen Kleinen lange nicht gesehen…

Das Ergebnis: Die Kinder schrubben hochmotiviert die Monster weg, am Anfang noch nicht ganz so effektiv, aber sobald sie den Dreh raushaben, umso begeisterter. Beim Großen klappt das besser als beim Kleinen, aber zumindest haben wir auch bei dem erreicht, dass das Zähneputzen auf einmal keine lästige Pflicht sondern ein lustiges Spiel geworden ist. Am Ende müssen wir Eltern trotzdem noch mal nachputzen – was man dann aber schön damit begründen kann, dass man noch mal nach den Monstern gucken muss, die sich vielleicht doch noch da irgendwo versteckt haben… Sehr praktisch: Die Playbrush-App zeigt einem an, wo man noch besser und genauer putzen muss und wo man schon gut dabei war.

Übrigens passen Erwachsenenzahnbürsten mit schmalen Griff auch auf den Playbrush-Aufsatz. Ich schwöre eigentlich auf meine elektrische Zahnbürste, aber ich gebe zu: Die Monsterjagd mit Playbrush hat mir auch Spaß gebracht!

Playbrush: So bringt man die Kinder spielerisch zum Zähneputzen.

Die Halterung fürs Handy ist im Playbrush-Paket mit enthalten. Je gerader das Handy ist und je gerader man davor steht, umso besser werden die Zahnputzbewegungen übertragen.

Die Begeisterung der Kinder ist so groß, dass sie es gar nicht abwarten können, „mit der Zahnbürste auf dem Handy zu spielen“. Morgens beim Frühstück wird ungeduldigt gefragt, wann sie denn Zähneputzen dürfen und abends nach dem Abendbrot werden sie ganz hippelig, weil gleich die Zahnbürsten rausgeholt werden.

Wir haben also tatsächlich eine Lösung für das allabendliche Theater beim Zähneputzen gefunden. Zumindest für eine Weile, solange die Begeisterung fürs Spielen und die App anhält. Das Gute: Es gibt nicht nur eine Playbrush-Spielvariante, man kann sich vier verschiedene Playbrush-Apps für unterschiedliche Altersklassen (bis zwölf Jahren) auf das Handy herunterladen.  Außer mit der Zahnbürste auf Karies-Monsterjagd zu gehen, kann unter anderem man noch Malen oder Flugzeuge fliegen. Weitere Spiele sind laut Playbrush in der Entwicklung – die Chance ist also groß, die Kinder so eine Weile bei der Stange, äh Zahnbürste zu halten!

Gibt es bei Euch eigentlich auch immer so ein Theater ums Zähneputzen? Oder lassen sich Eure Kinder gut zum Zähneputzen animieren?

6 Kommentare zu “Wie kann ich meine Kinder zum Zähneputzen animieren?

  1. Wir haben dieses tolle Ding zu Weihnachten bekommen. Ich sage wir, da von uns immer einer daneben steht, um das Spiel zu starten. Seit er das Set hat putzt er mit Begeisterung, lange und gern auch zwei Mal. Kann es wirklich empfehlen!

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  2. Coole Sache! Ich hab auch so einen Kandidaten zuhause, der sich weigert, die Zähne zu putzen. Ich glaube, das hol ich mir, danke für den Tipp. Besser als Vollnarkose und Bohrer beim Zahnarzt…

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  3. Im Kindersender Radio Teddy gibt es morgens und abends einen Zahnputzhit, zu dem die Kinder ganz gerne ihre Zähne putzen. Neue Zahnbürsten motivieren auch immer sehr. Außerdem haben wir die Vereinbarung, wer seine Zähne nicht putzt, darf am nächsten Tag keine Süßigkeiten essen. Ich glaube, das mussten wir nur einmal durchziehen, sonst hat es immer gewirkt! LG Svenja

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  4. Mh… In der Kita kein Problem. Daheim schon.

    Der jüngere möchte nur drauf rumkauen & beim älteren … Bin ich froh, wenn er es alleine macht. Ich sollte da mal wieder etwas mehr drauf achten.

    Danke für deinen Bericht.

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