Letzter Tag bei der Tagesmutter: Mein Kleiner ist groß!

Heute geht ein weiterer Abschnitt beim Großwerden der Kinder zu Ende: Mein Kleiner hat seinen letzten Tag bei der Tagesmutter. Schon mein Großer war dort und hatte wie sein Bruder einen wunderbar behüteten Start in die Fremdbetreuung. Vier Jahre habe ich dort jeden Morgen meine Kinder mit einem guten Gefühl hingebracht. Und dieser Abschnitt ist nun zu Ende – ein neuer Lebensabschnitt beginnt! Und wie immer bei solchen Abschnitten wird mir noch klarer als sonst schon: Meine Kinder werden groß! Und es geht so schnell.

War es nicht erst vor einem Wimpernschlag, dass ich diesen kleinen Babyfuß in der Hand hielt?! Und jetzt ist er groß!

War es nicht erst vor einem Wimpernschlag, dass ich diesen kleinen Babyfuß in der Hand hielt?! Und jetzt ist er groß!

Hatten wir nicht gerade erst die Eingewöhnung? Es kommt mir vor wie gestern. Als ich mit meinem damals 15 Monate alten kleinen Mann dort saß und zuschaute, wie er sich auf den Weg machte, selbständiger zu werden. Welch ein Abschnitt war es damals! Ähnlich groß wie heute. Und vor vier Jahren saß ich mit dem großen Bruder, damals 16 Monate alt, in eben jenen Räumen. Als der große Bruder seinen Abschied von der Tagesmutter hatte, war es auch traurig, aber da wusste ich, dass sein Bruder nur wenige Monate später dort anfangen würde. Aber diesmal ist da kein kleiner Bruder in den Startlöchern.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: Start in den Kindergarten

Wann bitte sind meine Kinder so groß geworden? Wo ist die Zeit hingegangen?!

Manchmal geht es mir alles zu schnell, in der Kindesentwicklung. Grad noch ein Baby, dann tapsen sie einem auf wackeligen Beinen davon und dann ist er auf einmal weg, der süße Babyspeck und sie werden schlacksig und hochaufgeschossen. Dann geht es im Kindergarten los und dann ehe man sich versieht, bastelt man die Schultüte! Mein Großer kommt in einem Jahr in die Schule. Also quasi übermorgen, wenn die Zeit so weiterrennt!

Halt, stop, ich will die Zeit anhalten!

Das denke ich mir viel zu oft. Geht es Euch auch so? Und Abschiede von Lebensabschnitten zeigen einem deutlich, wie schnell die Zeit vergangen ist.

Ich bin bei Abschieden immer rührselig und diesmal ganz besonders!

Weil es der Abschied von drei lieben Tagesmüttern ist, die sich um die kleine Gruppe kümmerten. Die immer für meine Kinder da waren, sie trösteten, wenn sie morgens mal nicht so viel Lust hatten und lieber wieder mit Mama mit nach Hause gegangen wären. Die immer ein nettes Wort an der Garderobe mit uns wechselten, vom Tag erzählten, was meine Kinder gemacht hatten und wie sie geschlafen hatten – so dass ich selbst dann als meine Kinder noch zu klein waren, wusste, wie sie die Stunden ohne mich verbracht hatten.

Lieber Tagesmutter statt Krippe

Ich würde meine Kinder immer wieder zur Tagesmutter schicken und nicht in die Krippe. Weil es familiärer, behüteter, persönlicher ist. In der Krippe mag derselbe Betreuerschlüssel sein – aber sie ist in den Großbetrieb Kindergarten eingebunden. Gerade für die ganz  Kleinen finde ich es bei einer Tagesmutter einfach heimeliger, gemütlicher.

Dazu muss man sagen, dass  Tagesmütter eine besondere Qualifikation absolvieren und auch immer wieder Fortbildungen belegen müssen – was leider viele Eltern noch nicht wissen. Außerdem kostet die Betreuung bei ihnen genauso viel wie in der Krippe zumindest hier in Schleswig-Holstein – ich weiß, dass das nicht in allen Bundesländern so ist (leider!). Aber selbst wenn es mehr kosten würde, hätte ich mich wieder für diese Form der Frühbetreuung entschieden! Wenn man gute Tageseltern findet (und natürlich sollte man sich die Möglichkeiten vorher ganz genau anschauen, mehrere vergleichen, ins Gespräch kommen, sich auf dem Spielplatz umhören), dann ist die Förderung des Kindes genauso wie im Kindergarten, machen sie dieselben Aktivitäten und singen genauso viele Lieder und basteln genauso viele Kunstwerke. Nur alles in einem kleinen Rahmen, einem häuslichen Umfeld. Und man weiß, wer sich um das Kind kümmert- nicht so wie in der Krippe, wo Erzieherinnen auch schonmal den Arbeitsplatz wechseln, durch Aushilfen vertreten werden, und, und, und.

Habt Ihr Eure Kinder bei der Tagesmutter oder in der Krippe? Würdet Ihr es wieder so machen?

Achja. Nun werde ich mal Blumen kaufen und mich dann bald auf den Weg machen, meinen Kleinen ein letztes Mal von der Tagesmutter abholen. Ich mag Abschiede so gar nicht! Und dieser Abschied von der Tagesmutter ist wirklich traurig. Auch wenn ich mich auf den neuen Lebensabschnitt meines Kleinen freue: Der Abschied von diesem Lebensabschnitt macht mich ganz sentimental.

Und in einem Jahr lest Ihr an dieser Stelle dann, wie es mir dabei geht, wenn mein Großer den letzten Tag im Kindergarten hat …

 

 

14 Kommentare zu “Letzter Tag bei der Tagesmutter: Mein Kleiner ist groß!

  1. Ich habe beide Erfahrungen gemacht. Mein Grosser war bei der Tagesmutter und mein Kleiner in der Krippe. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich fand es schade das der Kleine in der Krippe so schnell gross werden musste. Das babyhafte hat er sehr schnell ablegen müssen, sonst hat er nicht ins Konzept gepasst. Bei der Tagesmutter durfte sich mein Sohn in seinem Tempo entwickeln und das war auch gut so.
    Zwischenzeitlich bin ich selber Tagesmutter und betreue 3 Kinder. Diese leben für die Stunden die sie bei mir sind in unserer Familie, eben ähnlich wie zuhause. Ich habe bisher weder als Mutter noch als Tagesmutter schlechte Erfahrung gemacht.

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  2. Ich wundere mich, dass hier die Kitas so sehr gelobt werden.Meine Frau ist Kinderpflegerin und arbeitet in Festanstellung in einem Kindergarten mit Krippe. Sie sagt, dass der rechnerische Betreuungsschlüssel in der Krippe bei 1:5 liegt, da darf dann aber niemand krank werden.
    Die kleinen Gruppen in der Kindertagespflege sehe ich eher als Vorteil, da ich als Tagesvater (ja, das gibt es auch) nach eigener Einschätzung viel besser auf die Bedürfnisse eines jeden Kindes eingehen kann, als das in großen Kindergartengruppen möglich ist – da meine Tageskinder alle älter als 3 Jahre snd, bietet sich eher der Verglich mit dem Kindergarten an.

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  3. Ich war selbst ab meinem dritten Lebensmonat bei einer Tagesmutter und würde mein Kind niemals zu einer schicken, so lange sie alleine arbeitet. Es fehlt einfach die gegenseitige Kontrolle und wenn ich mich daran erinnere, was bei meiner damals ablief (war insgesamt 12 Jahre dort), dann schüttelts mich insbesondere als mittlerweile studierte Pädagogin ganz gewaltig.

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    • Ich denke aber, dass sich da doch einiges geändert hat im Laufe der Jahre – in Sachen Qualifikation, vorgeschriebenen Weiterbildungen, Kontrollen usw. Also da bin ich ganz sicher! Zu einer Tagesmutter alleine würde ich meine Kinder auch nicht schicken, auch weil ich eine Gruppe von 5 Kindern dann doch zu klein finde, aber 2 zusammen fand ich schon sehr angenehm.

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