Was man beim Kinderhochbett beachten muss: Tipps für den Kauf

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Auf der Suche nach den richtigen Kindermöbeln muss man ja so einiges beachten. Schließlich will man ja keine Schadstoffschleudern im Kinderzimmer stehen haben. Und dann spielt das Thema Sicherheit noch einmal eine ganz andere Rolle als bei unseren „normalen“ Erwachsenenmöbeln. Besonders viel zu beachten gibt es beim Kauf eines Kinderhochbetts – was einerseits superpraktisch ist, weil man darunter viel Platz zum Spielen hat, aber andererseits soll so ein Hochbett für Kinder natürlich auch besonders sicher sein. Ich habe für Euch mal einen Kinderhochbett-Experten gefragt, was man beim Kauf eines Kinderbettes und Kinderhochbett beachten muss. Felix Orinsky vom Kinderbetthersteller Billi-Bolli kennt sich aus mit den richtigen Hölzern und der optimalen Höhe des Rausfallschutzes bei einem Kinderhochbett:

– Welche Holzarten empfehlen sich für ein Kinderbett? Welche Vorteile bieten sie?

Felix Orinsky: In Bezug auf die Holzauswahl stehen bei Kindermöbeln die Faktoren Stabilität und Nachhaltigkeit im Vordergrund. Mit Gebrauchsspuren, z.B. kleineren Macken oder „Verschönerungen“ mit Farbstiften, ist hier eher zu rechnen als bei Möbeln für Erwachsene. Daher werden für Kindermöbel grundsätzlich Holzarten gewählt, die auch preislich in einem gewissen Rahmen bleiben. Teurere Holzarten wie z.B. Eiche, Nussbaum oder gar Edelhölzer wie Mahagoni oder Eibenholz werden für Kindermöbel eher selten verwendet.  Wir bieten unsere Kimderhochbetten in Buche und Kiefer an, die beide sehr langlebig sind. Buche ist ein feinporiges Hartholz mit einem ruhigen, astfreien Erscheinungsbild. Kiefer ist weicher und mit ihren rötlichen Fasern lebendiger. Sie ist preislich günstiger als Buche. Beide Holzarten sind sehr gut für Kindermöbel geeignet und ermöglichen familienfreundliche Verkaufspreise, auch für ein Kinderhochbett.

Billi-Bolli, Hochbett, Kinderbett

Ein Kinderhochbett um die Ecke gebaut und erweiterbar: Billi-Bolli ist bekannt für kreative Lösungen und Massivholzprodukte.

Wenn man sich für ein Holz entschieden hat, steht man vor der nächsten Wahl: lackiert, geölt, gewachst, natur? Was empfiehlt sich für ein Kinderbett und Kinderhochbett?

Wir empfehlen eine Ölwachsbehandlung für die Kinderbetten. Durch unser ökologisches Ölwachs wird das Holz geschützt, Schmutz kann nicht mehr eindringen. Es lässt sich dann leicht feucht abwischen. Wenn man lieber komplett naturbelassenes Holz möchte, spricht nichts gegen unbehandeltes Holz. Verunreinigte Stellen können hier einfach leicht nachgeschliffen werden. Eine farbige Lackierung oder Lasur mit ungiftigen Lacken auf Wasserbasis bieten wir ebenfalls an; dies ist allerdings mehr eine Sache der Optik, wenn Eltern das Kinderhochbett farblich an das restliche Kinderzimmer anpassen möchten. Besonders im Trend sind seit einigen Jahren weiß lackierte Hochbetten.

Welchen Vorteil bietet Massivholz bei einem Kinderhochbett?

Massivholz ist optisch ansprechend und fühlt sich gut an. Gerade bei unbehandelter oder geölt-gewachster Ausführung sind Möbel aus hochwertigem Massivholz optisch wie haptisch etwas Besonderes. Ihre lebendige, offenporige Oberfläche „atmet“ und trägt damit zu einem gesunden Raumklima bei. Nicht zuletzt sind Möbel aus Massivholz sehr robust und können über viele Jahrzehnte genutzt werden, selbst bei vielfachem Ab- und Wiederaufbau an einem anderen Ort.

Wie viel Holz/Baum steckt eigentlich in so einem Basis-Standard-BilliBolli-Kinderhochbett?

Nicht jeder Teil des Baums ist für unsere Hochbetten und Etagenbetten geeignet. Z.B. verwenden wir für das Billi-Bolli-Kinderhochbett aus Buche hauptsächlich das Splintholz, also den Teil zwischen Kern und Rinde des Baumstamms, um ein möglichst gleichmäßiges Erscheinungsbild zu gewährleisten. Das mitwachsende Hochbett enthält in der Ausführung für eine 90-x-200-cm-Matratze insgesamt 45 Laufmeter Holz. Aus einer durchschnittlichen Buche können rund 10 Kinderhochbetten produziert werden. Wir kaufen übrigens ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Beim Kinderhochbett auf die richtige Fallschutzhöhe achten

Was ist beim Thema Sicherheit zu beachten: Ab welchem Alter empfiehlt sich ein Kinderhochbett?

Dies hängt von der Höhe der Schlafebene und der Höhe des Fallschutzes ab. Bei vielen auf dem Markt erhältlichen Modellen ist die Schlafebene auf einer fixen, relativ hohen Höhe und hat nur einen niedrigen Fallschutz, womit so ein Hochbett für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter nicht geeignet sind. Bei unseren Billi-Bolli-Kinderhochbetten können die Schlafebenen auf verschiedenen Höhen angebracht werden. Bei Aufbau mit hohem Fallschutz empfehlen wir die Aufbauhöhe 4 (Matratzenoberkante bei ca. 103 cm) beispielsweise ab 3,5 Jahren, die Aufbauhöhe 5 (Matratzenoberkante bei ca. 135 cm) empfehlen wir ab 5 Jahren. Wenn Höhe 6 (Matratzenoberkante bei ca. 168 cm) mit niedrigem Fallschutz aufgebaut wird, ist unsere Altersempfehlung mindestens 10 Jahre für das Kinderhochbett.

Wie muss der richtige Fallschutz bei einem Kinderhochbett aussehen? 

Grundsätzlich sollte der Fallschutz bei einem Kinderhochbett die komplette Liegefläche umschließen. Eine Ausnahme ist die Öffnung für den Leitereinstieg, hier bleiben ca. 40 cm für einen sicheren Ein- und Ausstieg frei. Mit einem Gitter lässt sich aber auch dieser Bereich schließen. Die senkrechten Zwischenräume im Fallschutz dürfen in ihren Abmessungen keine Klemmgefahr für Kopf, Arme oder Beine darstellen. Für Jugendliche sollte der Fallschutz mindestens 20 cm über die Matratzenoberkante reichen, bei kleineren Kindern muss er deutlich höher sein. Bei unseren Kinderhochbetten von Billi Bolli ist der Fallschutz bis zu 72 cm hoch, auf Wunsch geht es sogar noch höher.

So erkennt man ein sicheres Hochbett für Kinder

Woran erkennt man ein stabiles Hochbett für Kinder?

Etagenbetten, die auch als Spiel- und Abenteuerbetten dienen, müssen mehrere Kinder gleichzeitig „aushalten“, die gemeinsam auf der Liegefläche spielen oder schlafen. Die Gesamtkonstruktion muss zudem so beschaffen sein, dass das Kinderhochbett niemals umkippen kann. Idealerweise bewegt sich das Kinderhochbett überhaupt nicht. Am einfachsten lässt sich das mit dem „Wackel- und Rütteltest“ prüfen: Bei einem stabilen Hochbett sollte sich auch bei stärkerer seitlicher Kraft auf einzelne Bauteile nichts bewegen. Gewährleistet werden kann das bei Kinderbetten aus Holz durch massive Balken sowie eine stabile Verbindung über 8-mm-Schlossschrauben.

Worauf muss man beim Thema Sicherheit und Kinderbett sonst noch achten?

Kindermöbel sollten in jedem Fall der DIN-Sicherheitsnorm DIN EN 747 „Etagenbetten und Hochbetten für den Wohnbereich“ entsprechen, wobei diese Norm z.B. in Bezug auf die Höhe des Fallschutzes unserer Meinung nach unzureichend ist und daher bei unseren Kinderhochbetten weit übertroffen wird. Beim Kauf von Kindermöbeln sollte außerdem auf die Holzqualität geachtet werden. Hier kann es große Unterschiede geben, was sich nicht zuletzt auf die Lebensdauer der Produkte auswirkt. Alle Oberflächen sollten sauber geschliffen sein, alle Kanten abgerundet. Weitere Fragen, die man sich beim Kauf von Kinderbetten stellen sollte, sind beispielsweise: Wie umfangreich ist das Zubehörprogramm des Herstellers für sein Kinderhochbett?  Lässt sich das Produkt an unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensabschnitte des Kindes anpassen? Kann aus dem Kinderhochbett ein Jugendhochbett werden? Und nicht zuletzt, gerade bei teureren Möbeln: Kann ich die Möbel zu einem guten Preis weiterverkaufen?

Ein Etagenbett sollte erweiterbar und umbaubar sein

Wie lang nutzen die Kunden BilliBolli-Hochbetten? 

Unsere Kinderhochbetten werden von einer Familie meist zwischen 6 und 9 Jahre lang genutzt, bevor sie an eine andere Familie weitergegeben werden. Dies kann über die Secondhand-Seite auf unserer Website erfolgen. Hier können unsere Kunden ihre nicht mehr benötigten Hochbetten von uns kostenlos einstellen und verkaufen.

Billi-Bolli bietet unglaublich viel Zubehör an: Welches ist am beliebtesten?

Die meisten Kunden statten ihr erweiterbares Billi-Bolli-Bett mit Themenbrettern aus. Diese erhöhen die Rausfallsicherheit und verschönern das Kinderhochbett außerdem optisch. So wird aus einem Etagenbett z.B. ein Schiff, eine Ritterburg oder ein Feuerwehrauto… So wird aus dem Bett ein Spielbett. An Platz zwei steht das Kletterseil, das sich am Schaukelbalken unserer Hochbetten für Kinder anbringen lässt. Wenn der Platz im Kinderzimmer vorhanden ist, wird häufig auch die Rutsche dazu genommen, denn Kinder rutschen einfach gern!

Billi-Bolli, Hochbett, Kinderbett

Aus dem Billi-Bolli-Kinderhochbett wird mit dem passenden Zubehör eine Spiellandschaft.

Vielen Dank für das spannende Interview – ab sofort betrachte ich Kinderbetten, insbesondere Kinderhochbetten mit einem etwas anderen Auge. Meine Jungs lieben ihr Kinderhochbett – besonders zum Herumtoben und Spielen. Da wird das Bett wahlweise zum Piratenschiff oder zur Ritterburg. Besonders wichtig ist mir aber auch der Punkt Schadstofffreiheit. Manche Kinderzimmermöbel stinken schon im Laden so unglaublich, dass ich davon lieber die Finger lasse.

Wie sieht es bei Euch in Sachen Kinderhochbett aus: Habt Ihr ein Hochbett im Kinderzimmer? Achtet Ihr auch auf Schadstofffreiheit bei  Kindermöbeln? Und was ist mit der Farbe: Eher weiß oder naturbelassen? Unser Kinderhochbett von Ikea ist aus Massivholz, Kiefer – mein Großer hat es in einer heimlichen Aktion mit mehreren Rollen Washitape verziert 🙂

*Dieser Text entstand in Kooperation mit Billi-Bolli und ist deswegen wie alle Kooperationen mit dem Zusatz Werbung gekennzeichnet. Transparenz ist mir wichtig! Meine Meinung bleibt davon unberührt: Ich gehe nur Kooperationen ein mit Marken und Produkten, von denen ich persönlich überzeugt bin. und treffe bei den Kooperationen immer eine Auswahl. Und ich möchte Euch immer einen Mehrwert bieten – wie mit diesem Experteninterview zum Thema Kinderhochbetten.

2 Kommentare zu “Was man beim Kinderhochbett beachten muss: Tipps für den Kauf

  1. Der Kommentar oben ist totaler Quatsch und da muss ich jetzt einfach auch mal kommentieren.

    Wir haben seit 5 Jahren ein Billi Bolli Bett in Buche (BBBB ;-). Du kannst dir vorstellen, wie viele Kindergeburtstage das Bett bei zwei Kindern in dieser Zeit mitgemacht hat. Und dabei hat es sich keinen Millimeter bewegt oder gar geschwankt. Wir haben es einfach ordentlich aufgebaut und an der Wand befestigt … Es hält bombensicher und ist bei Kindern und ihren Gästen immer ein Hit. Viele kleine Besucher möchten nach dem Besuch selbst so ein Bett haben.

    Das Bett statt erst in einem 18m² Zimmer und jetzt in einem 27m² Kinderzimmer. Das es einen dieser Räume dominiert hätte, kann ich nicht sagen.

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  2. Wir haben seit 2011 ein BilliBolli. Anfangs hing noch die Haba-Piratenschaukel mit dran, die habe ich aber jetzt entnervt abgemacht, weil das ganze Bett mitschwankt, wenn ein Vierjähriger (normal, nicht übermütig) drin schaukelt. Und wir haben es wirklich fest an der Wand verankert. Jetzt ist der Karabiner leer und entweder kommt mal ein Boxsack dran (fürs Testosterongleichgewicht *g*) oder wir montieren den Querbalken wieder ab.

    Ich muss zugeben, ich bin kein Freund der Spiel- und Tobebetten und dieser Kauf ist damals auch aus der Not heraus geboren (zusätzlicher Nachwuchs und Platzproblem). Ich finde, dass Betten zur Ruhezone gehören und die Kinder da nicht unbedingt noch als Piraten drin durchdrehen müssen. Ich habe jetzt genug Kindergeburtstage mitgemacht und jedes Mal wurde das Bett dabei überstrapaziert, das gibt die Beschaffenheit einfach nicht her, auch wenn der Hersteller das zu gern verspricht. Es ist einfach nicht lustig, 5 schreiende verkleidete Dreijährige auf dem Bett, zwei wie verrückt schaukelnde an dem Bett und eins („über die Reling, enternd“) klettern zu sehen und dabei mitzukriegen, wie das Bett an seine Belastungsgrenzen kommt. Dann soll Junior 4 Stunden später drin schlafen und dabei gleicht es immer noch einer Spielhölle. Es wirkt mittlerweile einfach runtergerockt. (Vielleicht liegts aber auch am Jungen, die ersten 2 Jahre hat unsere Tochter drin geschlafen, die war braver. ;))

    Dieses Bett ist riesig (wir haben die Schlafstellen versetzt montiert, sodass es 3 Meter lang ist) und auch wenn das Kinderzimmer über 20 qm hat, es dominiert den Raum, aber sooo schön ist es nun auch wieder nicht, dass es als Alleinstellungsmerkmal herhalten kann.
    Als die nächtliche Trockenwerdphase begann, war ich irgendwann innerlich so fertig und hätte es am liebsten zerhackt, weil wir aus diesem verd**** Bett mindestens dreimal pro Woche die Matratze runter hieven mussten. Aus dem Stand musste eine auf 1,80 m Höhe befindliche 1 x 2 Meter (schwere) Matratze runter geholt, am Boden neu bezogen und wieder hoch geschoben werden. Das Bettbeziehen ist bei diesem Hochbett in der Tat ein Kraftakt geworden.

    Mittlerweile haben wir es einmal ab- und in einem anderen Zimmer wieder aufgebaut. Es hat sich unglaublich verzogen und da wir es jetzt spiegelverkehrt aufgebaut haben, sind überall hässliche Rückstände der alten Schraubenlöcher zu sehen, aber das gehört wohl zur Originalität von derartigen nachhaltigen Holzbetten. Die Unterbettschubkästen auf Rollen gehen ratzfatz kaputt (die Verleimung ist eine absolute Schwachstelle), der Rausfallschutz ist ein Witz (da nur eingehangen, das Kind hat ihn an Tag 2 ausgehoben und sich wieder „befreit“) und alle Verbindungen müssen zwingend einmal im Quartal mit dem Möbelschlüssel nachgezogen werden, damit es auf Dauer wenigstens einigermaßen grade steht.

    Sohni ist jetzt vier, ein paar Jahre muss das Bett noch halten, aber ich freu mich schon auf den Tag, wo wir das Teil endlich abbauen und er ein ganz normales Bett (vielleicht Kojenbett, mal sehen) in seinem Zimmer zu stehen hat.

    Mein Fazit:
    Teuer, unpraktisch und optisch – naja, muss man mögen.

    Der Besuch findet es komischerweise immer ganz toll, aber die haben die Alltragsprobleme auch nicht. 🙂

    PS: Nette Seite! 🙂

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