Das große Waschen nach dem Urlaub

Vielleicht habt Ihr es bemerkt: Wir waren im Urlaub. Es war ruhig auf meiner Seite. Wie es war, dazu bald mehr in einem Reisetipp für Familien (es war Sardinien und es war klasse!). Jetzt muss ich erst mal Wäsche waschen. Und schwupps hat einen der Alltag wieder und man ist schon wieder urlaubsreif und sagt sich: Ich brauch‘ Urlaub. Bald. Wenn ich die zehn Tonnen Wäsche trocken bekommen habe. Denn vor dem Urlaub muss natürlich genauso viel gewaschen werden. Seit ich Kinder habe, läuft meine Waschmaschine jeden Tag.

Wäschekorb Haushalt Chaos Mamablog

Wäscheberge vor dem Urlaub, Wäscheberge nach dem Urlaub. Hört diese Dauerschleife jemals auf?

Wäschewaschen und Urlaub in einem Haushalt mit Kindern

Von unserem bodenlosen Wäschekorb hatte ich ja mal geschrieben. Der, der sich mysteriöserweise immer wieder von selbst füllt, obwohl man doch gerade erst gewaschen hat. Kaum ist er leer, ist er schon wieder voll. So wie der Geschirrspüler und überhaupt der gesamte Haushalt mit Kindern  – kaum ist der Fußboden sauber, hat schon wieder jemand seine Kekse drauf verteilt.

Nun sind wir also wieder zuhause nach 10 Tagen Sommerverlängerung auf Sardinien und ich stelle fest, dass ich den Tag genau mit der Tätigkeit verbringe, die meine Tage VOR dem Abflug dominiert hat: Wäschewaschen. Ging es vor dem Urlaub darum, noch schnell genügend Bodys und Unterhosen für den Familienurlaub sauber zu bekommen, versuche ich nun den Bergen Herr, äh Frau, zu werden, die aus unseren Koffern quellen. Ich stehe staunend vorm Wäschekorb und wunder mich, wie diese Tonnen an Kleidung eigentlich in unsere Koffer gepasst haben.

Waschmaschine Wäscheberge Mamablog

Die Waschmaschine – Mamas liebster Freund. Äh Freundin. Äh. Ja. Ihr wisst schon.

Es muss eine Art Zwerg im Koffer sitzen, der die Wäsche beim Aufklappen des Koffers vervielfacht, anders kann ich mir es nicht erklären. So ein kleiner Mann, der mit seinen Zauberhänden aus jedem Body zwei macht und aus jeder Socke drei. Ja, genau drei. Es muss ein ungerade Zahl sein, denn wie immer tritt auch hier das Phänomen der partnerlosen Socke aus. Es muss ein Paralleluniversum geben, wo lauter einzelne Socken eine Riesenparty feiern. Ich bin fest davon überzeugt.

Immer weiter quillt die Kleidung aus den Koffern, unaufhaltsam ruft sie: Wasch mich! Jetzt!

Nun sind wir hier also fleißig am Wäschewaschen nach dem Urlaub. Allerdings haben wir keinen Wäschetrockner. Und draußen ist Herbst. Sprich unser Haus ist voller nasser und halbtrockener Klamotten, je nachdem welcher Reifezustand erreicht wurde. Immerhin haben wir so trotz Heizung eine akzeptable Luftfeuchtigkeit, was die Atemwege meiner Kinder sicher erfreuen wird. Ihr wisst schon: Die Schnupfensaison naht und trockene Heizungsluft greift die Schleimhäute an. Mit Wäsche an der Leine kommt man da auf akzeptable 60 Prozent Luftfeuchtigkeit, damit kann man leben.

Wobei die Schnupfen kommen und gehen, wie sie wollen. Im Winter kommen sie lieber als dass sie gehen und ich habe das Gefühl, um trockene Heizungsluft machen die Viren sich eher weniger Gedanken. Die sehen nur: Haushalt mit Kindern, hier bleiben wir, da gibt es was zu tun für uns.

Ich komme vom Thema ab.

Ist es bei Euch eigentlich auch so, dass Ihr nach dem Urlaub die Tage kniend vor der Waschmaschine verbringt und der Zustrom aus den Koffern einfach nicht enden will? Dabei hatten wir für vier Leute nur 2 (!) Koffer! Ich sag’s ja, der Zwerg ist Schuld.

Erholt aus dem Urlaub zurück und in einer Stunden auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Und es ist ja nicht nur die Wäsche, die einen anguckt und erledigt werden will. Da hat man schön entspannt im Urlaub, extra Halbpension gebucht, um ja nicht ans Kochen, Einkaufen oder sonstige Haushaltstätigkeiten zu denken. Und innerhalb von ein paar Stunden ist dieser Erholungszustand wieder dahin. Ich hielt mich für ziemlich clever, den Geschirrspüler vor dem Abflug in den Urlaub nochmal laufen zu lassen. So schauen einen wenigstens keine 1000 Augen aus flügge gewordenen ungespülten Kakaotassen an. Aber noch cleverer wäre es gewesen, eben jenen Geschirrspüler auch vor dem Urlaub auszuräumen. Denn so empfängt einen gleich zuhause die erste Aufgabe im geliebten Haushalt: Platz schaffen im Geschirrspüler. Achja. Der bodenlose Haushalt. Wie hat er mir im Urlaub gefehlt.

(Das war ironisch gemeint.)

Nun ja. Ich freue mich jetzt schon wieder auf den nächsten Urlaub. Bald ist ja Weihnachten. Jetzt muss ich erst einmal eine Woche lang den Spagat zwischen Arbeit und Kind zuhause schaffen, denn die Tagesmutter meines Kleinen hat noch eine Woche Urlaub. Aber die Arbeit auf meinem Schreibtisch will ja trotzdem erledigt werden. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie das so ist, Telefoninterview mit fast Zweijährigen im Hintergrund, der am Pulli zupft und „Mama, Murmelbahn spielen, jetzt, Mama!“ ruft und das in ein „Mama, Milch bitte“-Geschrei steigert.

Welche Tricks habt Ihr, um den Wäschebergen Herr/Frau zu werden?

Aber erst einmal freue ich mich auf Eure Schilderungen: Wie hoch sind Eure Wäscheberge nach einem Urlaub? Habt Ihr da einen Trick? Einfach alles im Hotel lassen und im Urlaub neue Klamotten kaufen? Das wäre ja der Trick, der mir am besten gefallen würde. Aber seit ich Kinder habe, gehe ich im Urlaub eher selten shoppen. Viel zu selten. Und wenn dann nur so süße Kinderklamotten, die ich unbedingt haben muss. You know what I mean.

(Ich war ja sogar so schlau, dass ich alte Socken und Sandalen mitgenommen hatte und außerdem einen halb versauten Babybody: So konnte ich immerhin im Urlaub drei Paar Socken, abgewetzte Sandalen und einen runtergerockten Babybody an Ort und Stelle lassen. Das macht ja dann sechs Paar Socken und zwei Bodys weniger in der Waschmaschine, wenn meine Theorie mit dem verdoppelnden Zwerg stimmt).

6 Kommentare zu “Das große Waschen nach dem Urlaub

  1. Also ich denke mir in letzter Zeit auch immer wieder, wie unglaublich groß die Wäscheberge sein können 😀 Wenn du das Wundermittel gefunden hast, kannst du ja mal Bescheid geben! Übrigens schönen Blog hast du 🙂 LG Judith von zeitfuermama.com

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  2. Ich kann da nur zu einem Trockner raten – da entfällt das Aufhängen, Warten auf das Trocknen und das Abnehmen der Wäsche. Raus aus der Waschmaschine, rein in den Trockner, nächste Waschmaschine gleich wieder anstellen… und am Ende „nur“ noch zusammenlegen und wegräumen. Ich war nie ein Freund des Trockners – aber mittlerweile möchte ich ihn nicht mehr missen!

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  3. Ich habe im Urlaub sogar meine Mutter gebeten, unsere Wäsche weiter zu waschen, so dass der Korb leer war… bevor wir zu Hause ankamen.1 Wochen weiter, habe ich nicht genug Waschmaschinen und Wäscheständer, die Wäsche liegt schon vor dem Korb und der Waschmaschine =O

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