Die Grippewelle trifft auch eine ganznormaleMama – Schnupfenzeit, blöde Zeit

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Das ist ja schon so etwas wie der gesundheitliche Normalzustand, wenn man kleine Kinder hat. Früher, da hatte ich zwei Erkältungen im Jahr, wenn es hochkam, drei und gut war’s. Ein paar Halsschmerzen, manchmal etwas Husten. Grund genug, mich damals schon zu beklagen. Das kann mich heute nicht mehr schrecken.

Eine laufende Nase?! Ist bei uns Untermieter von Oktober bis März, nicht besonders geschätzt, aber einfach nicht rauszuekeln.

Fällt nur so schwer, diesen Saison- Mitbewohner zu ignorieren. Bevor ich selbst Kinder hatte, hätte ich nie geglaubt, WIE VIEL Rotz aus so einer kleinen Kindernase kommen kann (darüber hatte ich auch schon mal hier geschrieben)! Die Nasen sind SO klein, aber wenn sie laufen, dann richtig. Dann kann man mit der Schnotter Kaffeetassen füllen und zwar mehr als eine.

Dauererkältete Kinder im Winter: Was tun?

Nunja. Im Herbst und Winter, da beginnt mit kleinen Kindern erst so richtig die Virenparty. Die Schnupfenviren geben sich bei uns die Klinke in die Hand. Ab und an gesellen sich noch ein paar nette Bakterien dazu und dann ist die Party so richtig im Gange. Mit Scharlach, Bronchitis und Mittelohrentzündung begann die Schnupfensaison diesmal im Herbst. Scharlach brachte der Große aus dem Kindergarten mit, ich kam dann auch in den Genuss, Bronchitis und Mittelohrentzündung sackte der Kleine ein. Mein Mann blieb damals wie durch ein Wunder verschont. Dafür traf es ihn nun diesmal. Zum Abschluss der Erkältungszeit streckte es ihn nieder.

Medizin Schnupfenzeit Erkältung Grippewelle

Erst war der Große an der Reihe. 40,5 Grad Fieber, das sich nicht senken ließ. Ab zum Kinderarzt. Schwerer grippaler Infekt. Vielleicht auch Grippe. Am selben Abend traf es meinen Mann. Der war dann auch einige Tage ausgeschaltet. Als nach einer Woche die beiden wieder so halbwegs auf dem Damm waren, kratzte es in meinem Hals. Und beim Kleinen (der gerade halbwegs bei der Tagesmutter eingewöhnt war) lief erst die Nase, dann kam das Fieber. Mandelentzündung. Die scheint jetzt weg zu sein, dafür hustet er jetzt. Das Fieber immerhin ist seit heute weg. Es geht aufwärts!

Hier laufen nun nur noch die Nasen, das dafür aber reichlich. Auch meine. Meine Halsschmerzen werden besser und Fieber ist zumindest bei mir nicht in Sicht. Ich hatte mich gegen Grippe impfen lassen – vielleicht mein Glück.

Grippe, Fieber, Mittelohrentzündung: Wir haben alles im Angebot

Man sollte meinen, dass man sich mit zwei kleinen Kindern irgendwann daran gewöhnt, wenn das Fieberthermometer auch bei 39 Grad nicht stoppt. Aber es fällt mir immer noch schwer, cool zu bleiben, wenn dort eine 4 vor dem Komma auftaucht. Vor allem, wenn das sonst so muntere Kind auf einmal nicht mehr spricht, nichts essen will und weder Fiebersaft noch Wadenwickel Wirkung zeigen. Es tut mir selbst weh, wenn meine Kinder bei jedem Husten aufwachen, sich nachts im Bett wälzen, weil die Nase entweder verstopft ist oder wie ein Wasserfall fließt. Ich weiß, jede Erkältung ist ein Training fürs Immunsystem. Wir sind also bestens trainiert und sogar mein Kleiner hat mit seinen 15 Monaten ein 1a-Trainingsergebnis hingelegt.

Ich hoffe, wir haben für diesen Winter unseren Soll erfüllt. Vor eins blieben wir ein Glück verschont: Magen-Darm-Viren scheinen sich bei uns nicht besonders wohl zu fühlen. Sie besuchen uns nicht. Nicht dass ich böse drum wäre. Lieber fünf Erkältungen als ein Magen-Darm-Virus.

Nächstes Jahr um diese Zeit machen wir uns aus dem Staub. Sonne, Wärme und Quarantäne. Das ist das Beste, was man im Februar machen kann.

Nun genug der Klagerei. Es geht immer schlimmer und es handelt sich nur um ein paar Rhinoviren. Alles in allem geht es uns gut. Und dafür bin ich dankbar!

Wie geht es Euch? Habt Ihr den Winter halbwegs überstanden? Was machen Eure Mäuse? Ich wünsche Euch, dass Ihr gesund bleibt/gesund werdet!

Im Kindergarten hing heute übrigens eines meiner geliebten Schilder: „Wir haben einen Fall von Läusen.“ Na, das wär‘ doch mal ein bisschen Abwechslung zur laufenden Nase!

11 Kommentare zu “Die Grippewelle trifft auch eine ganznormaleMama – Schnupfenzeit, blöde Zeit

  1. Ich glaube, das ist bei allen Familien mit kleinen Kindern so… ein Elend…
    Falls es irgendwie tröstet: mein Kind lässt auch nichts aus:
    Beweisstück A: https://emilundderich.wordpress.com/2014/12/18/every-generation-got-its-own-disease/
    Beweisstück B: https://emilundderich.wordpress.com/2014/12/22/chuck-maier/
    Beweisstück C: https://emilundderich.wordpress.com/2015/02/15/bullet-for-my-valentine/
    Ohren steif halten!

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  2. Oje, ihr Armen. Gute Besserung!
    Wenn es uns erwischt, und das kommt ja auch sehr häufig vor, dann meist alle 3 Kids der Reihe nach 😦 Und meine Widerstandfähigkeit ist seit den Kindern ebenfalls ganz schlecht. Also liegen dann wir 4 und mein Mann muss pflegen…
    Sind eure Männer gute „Krankenschwestern“?

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  3. Gute Besserung für Dich und Deine Familie! Und: Bald ist ja schon März und dann kommt langsam der Frühling 🙂

    Bei uns wandern die Viren lustig zwischen uns sechs Personen hin und her. In diesem Jahr haben sie sogar meinen Mann zwei Tage ins Bett befördert. Der betonte sonst immer, er habe ein viel besseres Immunsystem als ich, die ich ja angeblich dauernd krank sei. Dabei kommt er nur mit einem Prozent der Viren in Kontakt, die auf mich täglich losgeschossen werden 😀
    Nun hatte es ihn erwischt. Und mich zwei Mal. Und jedes Kind zwei bis drei Mal. Unserem Jüngsten (14 Monate) läuft dauernd das Näschen (tassenweise … und so …) und er hustet immerzu. Und weiß gar nicht mehr, wie es sich anfühlt, wenn der Hals nicht kratzt oder die Nase frei ist 😉

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