Berge von Geschenkpapier, Lilifee-Kamera, Entenbrust-Premiere und Schokoeis: Ein ganz normales Weihnachten

Nun sind sie also vorbei, die Weihnachtsfeiertage. Alle Geschenke sind ausgepackt, alle Spielzeuge ausprobiert und Mama und Papa haben immer noch einen dauervollen Bauch. Die Entenbrust ist gegessen, aber bis sie verdaut ist, braucht es wohl noch eine Weile. Nachdem ich es noch geschafft hatte, den Kampf gegen das Geschenkpapier zu gewinnen und die Weihnachtsgeschenke trotz langen Suchens nach dem Anfang im Tesafilm noch rechtzeitig eingepackt bekam (Ihr wisst ja, ich habe kein Basteltalent… wie schon bei der leicht lädierten Laterne…), konnte der Heilige Abend also kommen. Pünktlich am 23. fanden wir auch unseren Weihnachtsbaum, packten den Kühlschrank voll und konnten am Heiligenabend in Ruhe schmücken und dann ging es los.

Weihnachtszauber.

Aufregung vor der Bescherung: Wenn die Zeit einfach nicht vergehen will

Mein Großer war schon den ganzen Tag furchtbar aufgeregt. So aufgeregt, dass er kaum etwas essen konnte. Und der Weihnachtsmann kam einfach nicht. Schließlich klopfte es und vor der Gartentür lag auf einmal ein Sack mit Geschenken! Der Blick meines Großen – am liebsten hätte ich die Zeit angehalten! So ein Strahlen, so ehrfürchtig, andächtig und voller Freude, unbeschreiblich. Weihnachten mit Kindern, das ist etwas ganz Besonderes – erst mit Kindern entfaltet sich der ganze Zauber, das hatte ich letztes Jahr ja schon geschrieben. Das Warten auf die Bescherung war furchtbar spannend…

Dann ging sie los, die große Geschenkeschlacht! Unser Großer war im Auspackrausch, ritschratsch, Papier weg, nächstes Weihnachtsgeschenk. Am Ende blieb ein Riesenberg und ein total überwältigter Dreijähriger – und ein ebenso überwältigter Einjähriger, der gar nicht wusste was los war, nur, dass es irgendwie ein besonderer Tag war.

Die schönsten Weihnachtsgeschenke für Kinder

Der Höhepunkt der Weihnachtsgeschenke war nicht die tolle Schultafel, auch nicht das Buch übers Wetter, sondern die rosafarbene Prinzessin Lilifee-Plastikkamera ohne jegliche Funktion. Überglücklich glänzten die Augen meines Großen, immer und immer wieder probierte er sie aus und spielte fotografieren. In letzter Minute vor Weihnachten hatte ich die Kamera noch gefunden, die einzige, die nicht irgendwelche Melodien spielte oder Quaktöne von sich gab. Ein Plastikding für 2,95 Euro macht den Großen immer noch überglücklich, auch Tage nach Weihnachten.

Nach den Geschenken dann meine Glanzparade in der Küche. Entenbrust hatte sich der Gatte gewünscht. Hatte ich noch nie gemacht.

Welcher Idiot hatte bloß die Idee, etwas, was AUF DEN PUNKT gegart werden muss, ausgerechnet zum allerersten Mal an Heiligabend zu machen, wenn da eine hungrige Familie am Tisch sitzt und zwei kleine Kinder quengeln und vor lauter Aufregung eh nix essen können?!

Ich sag’s mal so: Ich verstehe nun den rauhen Umgangston in einigen Profiküchen. Man kommt halt so ins Rumbrüllen und Befehlstöne von sich geben, wenn es schnell gehen muss, die Butter in der Soße gerinnt und die Ente viel zu rosa aus dem Backofen kommt während die Klöße munter vor sich hinverfallen.

Einfaches Rezept zum Heiligabend: Welche Mama hat da schon Zeit zum Kochen?

Am Ende waren meine Nerven zwar ein wenig, sagen wir mal, vor sich hinverfallen, die Klöße aber gut, die Entenbrust auf den Punkt, die Soße vorzüglich und der Rotkohl eh 1a (hatte meine Mutter vorbereitet). Es schmeckte! Nur mein Großer mochte auf einmal keine Kroketten mehr (im Kindergarten fand er sie ein paar Tage vorher komischerweise superlecker). Lag vielleicht daran, dass er unbedingt sein Knistereis haben wollte. Ein ganz normales Weihnachten mit Kindern halt!

Das Essen war super, wir waren pappsatt – sogar mein Mann, der immer denkt, dasWeihnachtsessen könne nicht reichen und auch diesmal angesichts der 1,5 kg Entenbrust, zehn Klößen, 1 kg Gramm Kroketten, einem Topf Rotkohl und zwei Tellern gemischte Antipasti starke Sorgen hatte, dass ich mal wieder viel zu wenig gekocht hatte. Achja, da war noch die 500 Gramm Packung Eis (für uns Erwachsene ohne Knister) zum Nachtisch.

Foto-2

Am Ende blieb genug über von unserem Weihnachtsessen, um auch noch am nächsten Tag und am übernächsten Tag satt und kugelrund vom Tisch zu fallen. Wofür hatten wir eigentlich den Kühlschrank vor den Weihnachts-Feiertagen zu vollgeknallt…?

Ja, das war unser Weihnachten. Und wie war Euers so?

Nun kehrt hier wieder Normalität ein. Am ersten Weihnachtstag gab es noch nicht einmal Drama, dass der Adventskalender leer war – im Gegensatz zum letzten Jahr, wo das Geschrei groß groß groß war und viele Tränen flossen. Leider fällt nun aber auch das pädagogisch so unheimlich wertvolle „Pass auf der Weihnachtsmann sieht alles“ weg…

Ich hoffe, Ihr hattet entspannte Weihnachten!

 

 

2 Kommentare zu “Berge von Geschenkpapier, Lilifee-Kamera, Entenbrust-Premiere und Schokoeis: Ein ganz normales Weihnachten

  1. Pingback: #Adventsgast Tag 3 | Die Kellerbande mit Herz und Seele

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