Weihnachtsstress: Mal wieder alles auf dem letzten Drücker

Morgen früh ist schon der 23. Dezember! Und morgen Nachmittag finden wir endlich Zeit, einen Tannenbaum zu holen. So wie letztes Jahr. Alle Welt schmückt den Weihnachtsbaum schon, wir suchen noch einen, den bisher keiner wollte. Alles auf den letzten Drücker, so wie jedes Weihnachten. Naja, kann man wenigstens gut handeln, sagt da die BWLer-Stimme in mir. Vielleicht finden wir dieses Jahr auch den Tannenbaumständer nicht erst wieder am Heiligabend um 15 Uhr wie letztes Jahr. Vielleicht hat mein Mann sich ja dieses Jahr gemerkt, wo er ihn hingeräumt hat. „Dieses Mal packe ich ihn aber an einen guten Platz, damit wir ihn sofort wiederfinden.“ Ich gestehe: Ich habe diesen guten Platz schon wieder vergessen. Ich bin aber jetzt schon gespannt, ob mein Großer wieder so toll beim Schmücken hilft wie letztes Jahr. Da hatte er die Wickelunterlage seines kleinen Bruders dekorativ in die Mitte des Baumes gehängt. Ah, da ist er, der Weihnachtsstress!

Immerhin eine gute Nachricht: Ich habe heute die letzten Weihnachtsgeschenke besorgt!

Weihnachtsstress muss nicht sein: Schon gar nicht mit Kindern

Ich habe aber auch erst heute, also, am 22. 12., angefangen, sie zu besorgen. Wie immer. Zwei Tage vor Weihnachten. Alles auf den letzten Drücker! Guten Tag, lieber Weihnachtsstress! Da hat man ein Jahr Zeit – auch um sich mal Gedanken zu machen – und dann ist es doch immer wieder der 22. Dezember. Aber ich habe gute Argumente als Entschuldigung dafür, mal wieder alles auf den letzten Drücker zu erledigen, bitte hört zu und sagt mir, dass es WIRKLICH gute Argumente sind:

Vormittags habe ich gearbeitet, wenn der Kleine schlief, und wenn er wach war, haben wir gespielt oder uns um den bodenlosen Wäschekorb und den immervollen Geschirrspüler gekümmert. Nachmittags war dann der Große da. Und mit ihm zusammen konnte ich ja wohl schlecht Geschenke kaufen. Für ihn schonmal gar nicht. Und auch für meinen Mann oder meine Eltern nicht. Erklärt mal einem Dreijährigen, der sowas von fest an den Weihnachtsmann glaubt, wieso man auf einmal Weihnachtsgeschenke kaufen muss?! Wozu hat denn der Weihnachtsmann bitte so eine riesige Werkstatt mit den ganzen Wichteln?! Na eben.

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Lastminutegeschenke: Weihnachten auf den letzten Drücker

An den Wochenenden kam ich auch nie zum Weihnachtsgeschenke kaufen, da hatte ich die Zeit genutzt, zu arbeiten, wenn mein Mann mit den Kindern auf dem Spielplatz war. Ende des Jahres muss ich ein Buch abgeben. Ende des Jahres?! Das ist ja schon nächste Woche! AAAAAA. Alles auf den letzten Drücker. Unser Weihnachtsstress ist selbstgemacht.. ich geb es zu.

Aber davor ist erst einmal Weihnachten und das geht ja nun vor. Deshalb also heute: Weihnachtsgeschenke kaufen. Immer diese Lastminutegeschenke…

Nun habe ich alles beisammen. Fehlt nun also morgen nur noch derWeihnachtsbaum. Und dann das Einkaufen für die Schlemmerei am Heiligabend. Heute haben der Gatte und ich uns auch auf ein Gericht geeinigt. Wir wissen zwar noch nicht, was wir am zweiten Weihnachtstag essen, aber haben beschlossen, uns mal von den Angeboten im Supermarkt inspirieren zu lassen für unsere Festessen. Weihnachten auf den letzten Drücker. Immer dieser Weihnachtsstress!

Weihnachten mit Kindern ist stressig aber zauberhaft

Der morgige Terminplan sagt also: Einkaufen. Weihnachtsbaum kaufen. Nochmal zur Drogerie und Windeln kaufen. Weihnachtsgeschenke einpacken. Das hätte ich jetzt fast vergessen. Nicht dass es so endet wie das Weihnachten  letztes Jahr! Da haben wir meine Mutter mit dem Großen um Drei in die Kirche zum Familiengottesdienst geschickt und ich habe in Windeseile die Geschenke eingepackt, weil ich es schlicht vergessen hatte. Das war sowas von auf den letzten Drücker! Das werde ich also dieses Jahr am 23. erledigen. Damit ich dann am 24. Dezember entspannt die Ente braten kann und es vielleicht selbst mit dem Großen in die Kirche schaffe. Damit ich mich nicht wieder im Tesafilm verheddere und lauter Eselsohren ins Geschenkpapier zaubere. Achja, der Feiertagsstress. Wieso muss ich auch immer alles auf den letzten Drücker erledigen?!

Dabei freue ich mich wie verrückt auf Heiligabend. Darauf, die glänzenden Augen meiner Kinder zu sehen. Zu sehen, wie der Große seine Geschenke auspackt und die von seinem kleinen Bruder großzügigerweise gleich mit. Kitschige Weihnachtsmusik zu hören. Und dann mit dem Großen selbst einige Weihnachtslieder zum Besten geben. Später pappsatt auf dem Sofa zu sitzen und zu sehen, wie der Große bei uns im Wohnzimmer einschläft, total ko vom Geschenkerausch.

Falls ich vorher nicht mehr zum Schreiben komme – Ihr wisst schon Weihnachtsstress und so – dann wünsche ich Euch jetzt schon ein verdammt tolles Weihnachtsfest, schöne Geschenke, selbstgemalte Bilder, leckeres Essen und vor allem: keinen Stress. Lasst es Euch gut gehen zu Weihnachten. Denn das werde ich auch tun. Letzter Drücker hin oder her.

Fröhliche Weihnachten Ihr Lieben!

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9 Kommentare zu “Weihnachtsstress: Mal wieder alles auf dem letzten Drücker

  1. Pingback: Weihnachtsbaumschmücken mit Kindern: Abschied vom Perfektionismus | Eine ganz normale Mama

    • Danke schön für Eure Wünsche! Die Geschenke sind gekauft, der Tannenbaum auch, der Kühlschrank platzt aus allen Nähten. Fehlt nur noch das Einpacken, das Ständersuchen (mein Mann glaubt, er könnte im Schuppen sein, will es aber nicht beschwören), das Schmücken und ein bisschen Kochen. Das wird ja wohl alles zu wuppen sein, oder?!

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