Der erste Kindergartentag: Mein Sohn ist groß!

Sie werden so schnell groß! Den Satz hören wahrscheinlich die meisten mindestens einmal, wenn ihnen ältere Damen in den Kinderwagen schauen. Ja, der Satz stimmt. Und je älter die Kinder werden, umso mehr fällt es mir auf. Die Zeit rast einfach so vorbei. Gerade noch war mein Großer ein kleines Baby, das die ersten wackeligen Schritte machte, Babyspeck im Gesicht und an den Beinchen. Jetzt ist er drei Jahre alt und läuft mit dem blauen Kindergartenrucksack vor mir her gen Kindergarten. Plötzlich lang aufgeschossen, weg aller Babyspeck und wackelig sind seine Schritte schon lange nicht mehr.

Mein Sohn ist jetzt ein Kindergartenkind!

Tagesmutter statt Krippe: Wieso das für mich die bessere Lösung war

Zwei Jahre war er bei der Tagesmutter, wo er mit 17 Monaten hinkam. Es gefiel ihm gut, es war familiär, 10 Kinder, zwei Tagesmütter, alles überschaubar, gemütlich, liebevoll und ein nettes Verhältnis zu den beiden Tagesmüttern und den anderen Kind-Eltern. Und nun stehen wir vor dem großen Kindergartengebäude. Alles neu, alles groß, die Eingewöhnung waren einige Schnuppervormittage, die auch ganz gut klappten. Nun geht es also los. Kind abgeben, Erzieherin nimmt es, Kind weint herzzerreißend, beruhigt sich aber auf dem Arm der Erzieherin. Noch einmal winken, gehen, los!

Ich weiß, die eigene Aufregung überträgt sich auf die Kinder. Aber leichter gesagt als getan. Kann man seine eigene Aufregung einfach unterdrücken? Bei mir klappte es nicht. Es ist alles anders, nicht nur für den Großen.

Und er ist so groß! Heute der Kindergarten. In drei Jahren der erste Schultag. Und wie schnell sind die letzten drei Jahre vergangen! Vielleicht sollte ich jetzt schon mal anfangen, die Schultüte zu basteln, wer weiß, ob ich sonst dazu komme…

Immer wieder fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist

Klar, die Kleinen werden jeden Tag größer. Aber es sind diese markanten Tage, an denen es einen besonders auffällt. Wenn ein neuer Abschnitt ansteht. Wie der erste Schritt. Der erste Geburtstag. Das Abstillen. Und eben der erste Kindergartentag. Und man beginnt auf einmal wieder die alten Babyfotos anzuschauen. Und sich zu fragen, wo die Zeit eigentlich geblieben ist. Und wieso man manche Momente einfach nicht festhalten kann, obwohl man es so gerne möchte.

Bei meinem Kleinen geht gerade das Hochziehen los. Der Weg zum ersten Schritt ist nicht mehr weit. Und obwohl es erst so kurz her ist, frage ich mich auch jetzt: Wo ist die Zeit geblieben? Er war doch eben noch das kleine Baby, das mich mit seinem ersten Lächeln verzückte.

Erinnerungen an die Kindheit festhalten

Man kann fotografieren so viel man will. Diese Momente, das erste Schnuppern an der Haut, der kuschelige kleine Körper, den man in den Schlaf wiegt, das erste Plappern und Sprechen – festhalten kann man sie nicht. Manchmal habe ich Angst davor, dass die Erinnerung immer blasser wird und überlagert wird durch all die neuen Eindrücke und Erlebnisse. Man kann die Zeit nicht anhalten. Aber das ist vielleicht auch ganz gut so. Denn es ist einfach zu spannend zu sehen, wie aus dem Baby ein Kind wird und irgendwann ein junger Mann!

4 Kommentare zu “Der erste Kindergartentag: Mein Sohn ist groß!

  1. Sehr schön geschrieben! Toll! Meine Beiden sind zwar erst 14 Monate alt, aber ich denke auch schon oft wo denn die Zeit geblieben ist. Ich habe auch Angst viele schöne, einmalige Dinge einfach zu vergessen, da meine Mutter mir oft sagt, dass sie sich an so viele Dinge nicht mehr erinnern kann. Das macht mir auch oft Angst.

    Gefällt mir

  2. Schwupps, sind sie 18 und ziehen aus *heul* hochziehen geht hier auch los. Echt Wahnsinn wie die Kleinen kämpfen, wenn sie was wollen.
    Ohje in drei Monaten geht meine Maus auch schon in die Krippe, wie schnell so ein Jahr rum geht. Ich denke, es wird für mich am schlimmsten. Mal schauen, noch haben wir Schonfrist.

    Gefällt mir

  3. Bei uns steht der erste Kindergartentag im September an! Und der Kleine zieht sich überall hoch, krabbelt jetzt munter und macht schon Schritte entlang vom Sofa. Da geht es mir wie Dir: Wo ist die Zeit nur geblieben? Auch ich versuche Meilensteine zu fotografieren und auf Video aufzunehmen, in der Hoffnung, dass nicht jede Erinnerung verblassen wird, bzw. von „schwierigeren“ Phasen überlagert wird.

    LG
    Petra

    Gefällt mir

Was denkst Du?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s