Tipps für den Beikoststart: Es gibt Brei, Baby!

Es geht wieder los. Das Gemansche, Gepansche. Das Pürieren und Kleckern.

Breizeit!

Kind Brei Beikoststart

Brei essen für Anfänger.

Kein Beikoststart ohne eine gepflegte Kleckerei

Bei meinem Großen ist es nun schon eine Weile her und ich habe wie auch beim Thema Schlafmangel erfolgreich die negativen Seiten der Beikost verdrängt… Was für eine Sauerei das ist! Ich habe den ersten Brei auch ein bisschen vor mir hergeschoben. Der Kleine ist nun schon 25 Wochen alt, also fast 6 Monate. Stillen ist einfach so bequem. Doch unser Kleiner wollte unbedingt essen. Wenn wir essen, schaut er uns hungrig auf die Löffel, ihm tropft die Spucke aus dem Mund und wenn man ihm ein Stück Gurke zum Lutschen in die Hand gibt, will er es gar nicht mehr los lassen. Letztens gab es ein Stück Ananas. Baby-Extase! Er hat es ausgelutscht, bis am Ende kein bisschen Saft mehr drin war. Das Geschrei, als wir ihm das labberige Stück Obst aus der Hand nahmen: herzzerreißend.

Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, dass ihm das Geschmackserlebnis Karottenbrei so lange vorenthalten habe. Nun war es soweit. Lätzchen um. Oh tolles Spielzeug, da kann man dranziehen. Dann das Geräusch des Pürierstabs. Oh, spannend! Und dann der Löffel. Er wusste genau, was er zu tun hatte. Mund auf. Beim ersten Löffel wusste er nicht so recht, wie er den Brei schlucken sollte und schob ihn mit der Zunge wieder raus. Ah, diese Kleckerei, wie ich sie vermisst habe!

Der erste Brei: Der Klassiker aus pürierten Möhren kommt gut an

Aber beim zweiten Löffel wusste er Bescheid. Und aß wie ein Weltmeister. Eine pürierte Karotte. Gleich beim ersten Versuch! Unser Großer aß damals ganze 3 Löffel, dann hatte er keine Lust mehr. Beim zweiten Breitag mampfte der Kleine gleich eine ganze Schüssel. Zwei große Karotten samt einem Teelöffel Rapsöl. Alles weg. Danach wollte er auch nur noch ein paar Schluck an die Brust. Und heute am dritten Tag: wieder alles weg. Die Möhren waren noch größer als gestern. Alles weg. Und nur noch drei Schluck Nachtisch an der Brust.

Er wird groß! Noch viel schneller als der Große!

Dabei will ich doch noch gar nicht abstillen. Den Großen habe ich nachts noch bis kurz nach seinem ersten Geburtstag gestillt, da wollte er dann auch nachts nichts mehr und hat sich selbst abgestillt. Mal sehen, wie lange der Kleine noch an die Brust will. Ich peile eigentlich auch ein Jahr an. Aber wenn alles in der Geschwindigkeit weitergeht…

Nächste Woche kommen dann die Kartoffeln dazu. Ich bin mir sicher – er wird drauf stehen!

Abwechslung auf dem Essensplan: Wenn Babys essen lernen

Aber unverändert: die Sauerei beim Essen. Er strampelt so begeistert mit den Armen und Beinen, dass er mir ständig den Löffel aus der Hand schlägt. Wenn es nach ihm ginge, würde er ja sogar selbst den Löffel nehmen. Den umklammert er nämlich immer und wenn ich am Löffel ziehe, kommt dieses niedliche Ernie-Lachen. Wahrscheinlich isst er demnächst selbst. Und dann geht die Sauerei erst so richtig los. Unser Großer hat damals den Perserteppich im Esszimmer ruiniert.

Welcher Idiot kam auch auf die Idee, einen Orientteppich unter den Esstisch zu legen?!

Nun werde ich mal erstmal die Küche wischen. Der Boden ist überstreut mit Karottenflecken. Den Kleinen hatte ich vorher wohlweislich bis auf den Body ausgezogen. Trotz Ikea-Ganzkörper-Lätzchen. Ich weiß schon, wie ich den Beikoststart vermisst habe…

Ah, es gibt Brei, Baby!

4 Kommentare zu “Tipps für den Beikoststart: Es gibt Brei, Baby!

  1. Liebe Nathalie, deine Schilderungen rufen bei mir lebhafte Erinnerungen hervor. Statt Rapsöl habe ich allerdings immer Mandelmus beigemischt. Die jüngeren Kinder wollen immer schnell groß werden, zumindest war das bei uns so. Genieß die Zeit, so lange der Kleine noch klein ist.
    Liebe Grüße
    Carmen

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  2. Ach ja, diese Sauerei immer… Wie hab ich das allabendliche Bodenwischen gehasst! Ich muss zum Glück zurzeit nur Brotkrümel und Müslireste vom Laminat auffegen. Das Lätzchen lasse ich auch meistens weg (außer bei Suppe und Joghurt und so).
    Ich wünsche dir jede Menge Gelassenheit und dem Kleinen guten Appetit (aber daran mangelt es ihm ja offenbar eh nicht).
    Viele Grüße aus Holland,
    Kristine

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    • Krümel haben wir ja auch noch aufzufegen – von unserem Großen. Also orangene Breiflecken vom Baby und dann Krümel, Reis und NUdeln, was halt so durch die Gegend fliegt, vom Großen. Und welcher Idiot kam eigentlich auf die Idee, einenb Orientteppich unter den Esstisch zu legen?!

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