Etwas Besonderes: Die Wartezeit vor dem Stichtag

Der Stichtag nähert sich in großen Schritten. Und damit diese herrliche Zeit, in der man einfach nicht weiß, ob man nicht abends schon sein Baby auf der Brust liegen hat. Und man abends ins Bett geht und nicht weiß, ob man mitten in der Nacht ins Krankenhaus fährt. Es ist diese Zeit des Wartens, in der man nichts Neues anfängt. Das Haus noch einmal auf Vordermann bringt, alle Wäsche wäscht, den Kühlschrank auffüllt und einfach nichts mehr plant. Wenn eine Freundin fragt, ob wir uns in drei Tagen mal zum Kaffee treffen wollen – dann kann ich nur sagen:

Ich weiß nicht, was ich in drei Tagen mache. Lass uns heute treffen.“

Man plant nur noch von Tag zu Tag. Wartet. Und genießt die Zeit mit den Dingen, von denen man weiß, dass man bald viel weniger Zeit für sie hat. Noch einmal gemütlich im Café sitzen und in Ruhe eine Zeitschrift lesen. Noch einmal abends mit dem Mann essen gehen. Noch einmal durch die Geschäfte bummeln. Noch einmal in Ruhe am Blog schreiben.

Das Warten aufs Baby: Der Stichtag steht vor der Tür

Und gleichzeitig erfüllt einen eine Art innere Unruhe. Man hört auf die Signale des Körpers. Geht es los? Hat es da nicht gezogen? Könnte es heute Nacht losgehen? Das Telefon klingelt, Freunde fragen, ob es schon losgeht, SMS kommen auf dem Handy rein:

Und noch, am Warten?“

Es ist irgendwie, als ob die Welt ein ganz bisschen stillsteht, während man auf das Wunder wartet. Sich fragt, wie der kleine Mann im Bauch wohl aussieht. Wie sein Temperament wohl sein wird. Und natürlich die Sorge, geht alles gut, ist er auch gesund. Die aber meistens von der Vorfreude verdrängt wird. Der Stichtag steht vor der Tür!

Und von diesem Zauber, der dieser Wartezeit innewohnt. Der Zeit, in der man einfach mal zur Ruhe kommt und wartet und das Warten auch geschehen lässt. Der Zeit, in der man vorbereitet ist und sich irgendwie doch noch nicht vorbereitet fühlt. Obwohl es die zweite Schwangerschaft ist. Und man doch eigentlich weiß, was auf einen zukommt.

Eine merkwürdige Wartezeit, die einem zum einen irre lange vorkommt – und dann wieder viel zu schnell vergeht.

Noch schöner ist: Dass sie von einer ganz anderen Zauber-Zeit abgelöst werden wird. Den Zauber der ersten Stunden, der ersten Tage mit dem Kind. Das Kennenlernen. Und darauf freue ich mich. Bis dahin genieße ich noch das Warten auf den Stichtag…. einfach mal Warten, das tut man in unserer hektischen Zeit eh viel zu selten.

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3 Kommentare zu “Etwas Besonderes: Die Wartezeit vor dem Stichtag

  1. Ich habe mich gestern abend gefragt, ob es bei Dir wohl schon so weit ist.
    Genieß die Zeit noch, so gut es geht und wenn es losgeht……das hecheln nicht vergessen 😉
    Alles Liebe Euch!

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  2. Oh wie schön. Das erinnert mich an meine Wartezeit vor 11 Wochen :-). Das ist echt eine besondere Zeit – genauso wie die Zeit seit der Geburt bis jetzt (und darüber hinaus natürlich auch noch). Ich wünsche Dir noch eine wundervolle Wartezeit und alles Gute für die Geburt und die Wochen danach!

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