Schwangerschaftsyoga: Meine Erfahrungen und Tipps

Ja, ich gebe es zu. Als ich in der 15. Woche mit dem Schwangerschaftsyoga anfing, habe ich noch ein bisschen gelächelt und meine Scherze gemacht:

Die Arme heben und atmen und einen krummen Rücken machen  – so richtig sportlich ist das ja nicht.“

Da war mein Bauch noch klein und ich war in Form. Keine Anzeichen von Kurzatmigkeit, keine Zipperlein im Rücken und am Ischias, meine Füße konnte ich auch noch sehen. Klar war das kein Vergleich zu einem Fitness-Workout. Atmen, Tönen, die Arme hoch, die Arme runter, im Vierfüßler einen Katzenbuckel machen, mit dem Becken kreisen und den Oberkörper hängen lassen? Aus der Puste kam ich da nicht und dass ich danach meine Muskeln spürte, kann ich auch nicht behaupten. Dennoch blieb ich dabei. Denn es tat gut, sich eineinhalb Stunden auf sich selbst und das Baby im Bauch zu konzentrieren in dieser zweiten Schwangerschaft, die eher so nebenher mitlief. Nach dem Yoga fühlte ich mich entspannt und irgendwie… tiefengereinigt, wenn man das so sagen kann.

Schwangerschaftsyoga ist gut für den Körper – und für die Entspannung

Besonders geschätzt: die Schlussentspannung beim Schwangerenyoga. Wobei manchmal nicht viel fehlte und ich wäre eingeschlafen. Das mit dem Atemverlängern und zählen habe ich auch nicht immer mit gemacht, weil ich fast einnickte. Aber es tat gut und ich denke, das ist es, was zählt.

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Aber je weiter die Schwangerschaft voranschritt, der Bauch sich wölbte, der Körper unbeweglicher und die Luft knapper wurde, begann ich das Yoga zu schätzen. Und jetzt zum Ende hin empfinde ich es sogar als sportlich und fühle am Ende, dass ich etwas getan habe, mich bewegt habe, die Muskeln trainiert habe. So ändert sich die Meinung und das Körpergefühl.

Ich nehme alles zurück, was ich am Anfang über Schwangerschaftsyoga gedacht habe und entschuldige mich für meine Scherze über Sportlichkeit und so!

Yoga in der Schwangerschaft beugt Rückenschmerzen und anderen Zipperlein vor

Auch jetzt, kurz vorm errechneten Entbindungstermin, mache ich jeden Morgen meine Yogaübungen, konzentriere mich auf meinen Atem, horche in mich hinein, komme zur Ruhe und töne, was das Zeug hält. Das macht den Kopf frei, hilft mir, meinen Körper zu spüren und mich vorzubereiten auf das, was vor mir liegt. Bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich keinen Yogakurs besucht – ich bin nun gespannt, ob es diesmal hilft und ob ich es merke unter der Geburt, dass etwas anders, hoffentlich besser, geht. Jetzt im Voraus habe ich das Gefühl – und so ein entspanntes Gefühl ist doch schon einmal die halbe Miete, nicht wahr?!

Hat Euch Yoga in der Schwangerschaft geholfen? Oder habt Ihr ganz andere Erfahrungen gemacht? Ich bin gespannt.

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